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Kettner Edelmetalle
07.04.2026
08:26 Uhr

Diesel bei 2,49 Euro: Wie der Iran-Krieg deutsche Autofahrer in die Knie zwingt

Was sich an deutschen Zapfsäulen abspielt, ist nichts weniger als ein Albtraum für Millionen Pendler, Handwerker und Spediteure. Über die Osterfeiertage hat der Dieselpreis mit 2,440 Euro pro Liter im Tagesdurchschnitt einen historischen Höchststand erreicht – und am Ostermontag kletterte er nach der mittäglichen Preisanpassung sogar auf unfassbare 2,487 Euro. Auch Super E10 kratzt mit 2,235 Euro an Schmerzgrenzen, die noch vor wenigen Monaten undenkbar schienen. Die sogenannte „Preisbremse" der Bundesregierung? Ein Rohrkrepierer.

Die Straße von Hormus als Nadelöhr der Weltwirtschaft

Der Haupttreiber dieser Preisexplosion liegt Tausende Kilometer entfernt – und doch trifft er den deutschen Bürger mit voller Wucht ins Portemonnaie. Infolge des Iran-Krieges ist die Straße von Hormus, jene schmale Meerenge am Persischen Golf, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports fließt, praktisch blockiert. Kaum ein Tanker passiert noch diesen neuralgischen Engpass. Die Konsequenz ist so vorhersehbar wie brutal: Der Preis für Nordsee-Rohöl der Sorte Brent schoss auf über 111 US-Dollar pro Barrel – ein Anstieg von fast 40 Dollar seit Kriegsbeginn.

Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um zu verstehen, was das bedeutet. Deutschland, das sich unter der Vorgängerregierung mit ideologischer Verbissenheit von russischem Gas abgenabelt hat, steht nun vor der bitteren Erkenntnis, dass Energieabhängigkeit kein Problem ist, das man durch den Wechsel des Lieferanten löst. Man tauscht lediglich eine Abhängigkeit gegen die nächste. Die EU hat sich, wie es scheint, aus Putins Einfluss direkt in die Arme anderer geopolitischer Unwägbarkeiten begeben.

Das „Österreich-Modell" – eine Farce an der Zapfsäule

Seit dem 1. April gilt in Deutschland die sogenannte 12-Uhr-Regel: Tankstellen dürfen ihre Preise nur noch einmal täglich, zur Mittagszeit, anheben. Was als Schutzschild für den Verbraucher gedacht war, entpuppt sich als stumpfes Schwert. Der ADAC findet deutliche Worte: Den Namen „Preisbremse" verdiene dieses Modell „sicher nicht". Es wirke sogar kontraproduktiv.

Die Mineralölkonzerne haben sich offenbar blitzschnell angepasst. Statt mehrerer kleiner Erhöhungen über den Tag verteilt, knallen sie nun pünktlich um zwölf Uhr mittags einen satten Aufschlag auf den Preis. Am Ostermontag waren es auf einen Schlag 6,6 Cent – sowohl bei Diesel als auch bei Super E10. Man könnte fast meinen, die Konzerne hätten der Politik für diese wunderbare Vereinfachung ihres Geschäftsmodells gedankt.

Politisches Stückwerk statt entschlossenen Handelns

Während der Bürger an der Zapfsäule blutet, streitet die schwarz-rote Koalition über das weitere Vorgehen. Die Liste der diskutierten Maßnahmen liest sich wie ein Wunschzettel, bei dem niemand weiß, wer ihn bezahlen soll – und ob er überhaupt etwas bringt.

Vizekanzler Lars Klingbeil von der SPD plädiert für einen „flexiblen Preisdeckel" nach belgischem und luxemburgischem Vorbild. Seine Parteikollegin, Verbraucherschutzministerin Stefanie Hubig, unterstützt den Vorstoß. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU hingegen blockt ab – sowohl beim Preisdeckel als auch beim Tempolimit und bei der sogenannten „Übergewinnsteuer". Letztere würde Mineralölkonzerne für ihre kriegsbedingten Zusatzgewinne zur Kasse bitten. Klingbeil macht dafür gemeinsam mit Amtskollegen aus Österreich, Italien, Portugal und Spanien in Brüssel Druck. Wer vom Krieg profitiere, solle einen Beitrag leisten, heißt es in einem gemeinsamen Brief.

Doch auch innerhalb der CDU rumort es. Dennis Radtke, Bundesvorsitzender des Arbeitnehmerflügels, fordert eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel auf null Prozent. Der Städte- und Gemeindebund verlangt zeitlich befristete Steuersenkungen auf Energie und Güter des täglichen Bedarfs. Und die Eisenbahngewerkschaft EVG bringt Rabatte von 30 Prozent auf das Deutschlandticket sowie Preissenkungen im Fernverkehr von bis zu 50 Prozent ins Spiel.

Das eigentliche Problem: Jahrzehnte verfehlter Energiepolitik

All diese Vorschläge mögen im Einzelnen diskutabel sein. Doch sie kurieren bestenfalls Symptome. Das eigentliche Problem liegt tiefer. Deutschland hat es über Jahre versäumt, eine souveräne, realistische Energiepolitik zu betreiben. Statt auf einen breiten Energiemix zu setzen, der auch Kernkraft einschließt, hat man ideologiegetrieben Kraftwerke abgeschaltet, sich in Abhängigkeiten begeben und den Bürger mit immer höheren Steuern und Abgaben auf Energie belastet. Die Energiesteuer, die CO₂-Abgabe, die Mehrwertsteuer – der deutsche Staat verdient an jedem Liter Sprit kräftig mit. Und genau hier liegt der Hebel, den eine verantwortungsvolle Regierung sofort betätigen könnte.

Dass das Bundeskartellamt nun mehr Befugnisse erhält und von der Mineralölwirtschaft Rechtfertigungen für Preiserhöhungen einfordern kann, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Doch solange die geopolitische Lage angespannt bleibt und die Ölversorgung über die Straße von Hormus unterbrochen ist, werden auch schärfere Kontrollen die Preise nicht auf ein erträgliches Niveau drücken können.

Die Zeche zahlt am Ende – wie immer – der kleine Mann. Der Pendler, der keine Alternative zum Auto hat. Der Handwerksbetrieb, der seine Kunden erreichen muss. Der Mittelstand, dem die Energiekosten die Kalkulation zerschießen. Es wäre an der Zeit, dass die Politik nicht nur über Entlastungen diskutiert, sondern sie auch umsetzt. Schnell, unbürokratisch und spürbar. Doch die Erfahrung lehrt: Darauf sollte man in Deutschland besser nicht wetten.

In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Krisen die Energiepreise in schwindelerregende Höhen treiben und die Kaufkraft des Einzelnen schmelzen lassen wie Schnee in der Frühlingssonne, rückt einmal mehr die Frage der Vermögenssicherung in den Vordergrund. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewährt – unabhängig von politischen Entscheidungen, Währungsschwankungen und geopolitischen Verwerfungen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Absicherung des eigenen Vermögens leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keine Haftung.

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