
Diplomatie in Manila: Wenn zwei Chefdiplomaten reden – und Europa nur zuschaut

Es war ein Bild, das aufhorchen ließ. In der philippinischen Hauptstadt Manila trafen am Rande des ASEAN-Außenministertreffens die beiden mächtigsten Diplomaten dieser Welt aufeinander: US-Außenminister Marco Rubio und sein russischer Amtskollege Sergei Lawrow. Mehr als anderthalb Stunden lang saßen sich die Chefdiplomaten der USA und Russlands gegenüber – zum ersten Mal seit über einem Jahr. Und während in Brüssel und Berlin weiterhin die immergleichen Durchhalteparolen skandiert werden, redeten die eigentlichen Akteure endlich wieder miteinander.
Worüber sprachen die beiden Männer wirklich?
Nach Angaben des russischen Außenministeriums standen der Ukraine-Krieg sowie die zerrütteten Beziehungen zwischen Moskau und Washington im Zentrum der Unterredung. Lawrow habe dabei Russlands Bereitschaft zu einer politischen und diplomatischen Lösung des Konflikts bekräftigt, hieß es aus Moskau. Zugleich habe er die Vereinigten Staaten unmissverständlich vor weiteren Waffenlieferungen an Kiew gewarnt und deren Fortsetzung als «inakzeptabel» bezeichnet.
Besonders scharf fiel die Kritik des russischen Außenministers an den europäischen Staaten aus. Diese betrieben, so Lawrow, eine «destabilisierende Politik» mit dem Ziel, Russland eine «strategische Niederlage» zuzufügen. Man mag von der russischen Rhetorik halten, was man will – doch wer die Realität in Europa betrachtet, kann sich einer bitteren Wahrheit nicht verschließen.
Und Europa? Bleibt außen vor.
Während in Manila zumindest der Versuch einer diplomatischen Annäherung unternommen wurde, glänzt die europäische Politik weiterhin durch Abwesenheit am Verhandlungstisch. Es ist ein Trauerspiel: Die alten Kontinentalmächte, die einst die Weltgeschichte prägten, sind zu Statisten degradiert worden. Deutschland – einst die wirtschaftliche Lokomotive Europas – hat sich in eine Rolle manövriert, in der es weder gehört noch ernst genommen wird.
Freundschaft statt Feindschaft mit dem Osten zu suchen, war über ein Jahrhundert lang die kluge Maxime preußischer Staatskunst. Das Unheil begann stets dann, wenn dieser Grundsatz vergessen wurde.
Man muss diese historische Lehre nicht teilen, um zu erkennen, wie sehr Berlin und Brüssel den Draht zur Vernunft verloren haben. Statt eigene diplomatische Initiativen zu entwickeln, verharrt man in der Rolle des Zahlmeisters – finanziert Milliarden über Milliarden, während die eigene Bevölkerung unter explodierenden Energiekosten, Inflation und einer maroden Infrastruktur ächzt.
Ein kleines Symbol – nicht mehr, aber auch nicht weniger
Realistisch betrachtet dürfte man die Bedeutung des Treffens nicht überschätzen. Es handelte sich um ein erstes vorsichtiges Zeichen, dass die beiden Großmächte den Gesprächsfaden nicht vollständig gekappt haben. Ob daraus mehr erwächst, bleibt fraglich. Vertrauen und Glaubwürdigkeit sind in diesem Konflikt zu einer knappen Ware geworden – auf beiden Seiten.
Doch eines ist gewiss: Wer schießt, redet nicht. Und wer redet, schießt zumindest in diesem Moment nicht. Jedes Gespräch zwischen Washington und Moskau ist einem drohenden Flächenbrand vorzuziehen. Die entscheidende Frage bleibt, ob Europa endlich aufwacht – oder ob es sich weiterhin damit begnügt, die Rechnung für einen Krieg zu bezahlen, dessen Ende andere aushandeln.
Was bleibt für den vorausschauenden Bürger?
In Zeiten, in denen geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheit zur Normalität geworden sind, gewinnt die Frage nach der Sicherung des eigenen Vermögens an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie in Krisenzeiten Stabilität bieten können – als krisenfester Anker in einem stürmischen Umfeld und als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio.
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