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Drohnen auf Kurdistan: Teheran trägt seinen Krieg in den Irak!

Drohnen auf Kurdistan: Teheran trägt seinen Krieg in den Irak!
Symbolbild: KI-generiert

Irans Revolutionsgarden haben in der Nacht auf Sonntag erneut zugeschlagen, und zwar jenseits der eigenen Grenze. Drohnen der IRGC trafen nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr das Hauptquartier der kurdisch-iranischen Oppositionsgruppe Komala in der Region Balisan im irakischen Kurdistan. Es ist der zweite Angriff auf dasselbe Gebiet binnen einer Woche.

Iranische Staatsmedien melden „erhebliche Schäden und Opfer“. Andere Berichte zeichnen ein deutlich nüchterneres Bild: Demnach habe es Sachschäden gegeben, Opfer seien zunächst nicht bekannt geworden. Was stimmt? Im Nebel dieses Konflikts ist das kaum zu überprüfen.

Ein Muster, kein Einzelfall

Schon am 17. Oktober hatten laut Medienberichten zwei aus Iran gestartete Drohnen eine Komala-Basis in Balisan in der Provinz Erbil getroffen. Ein Vertreter der Gruppe sprach damals von beschädigten Gebäuden, Tote habe es keine gegeben. Deutlich blutiger verlief ein Angriff im Sommer: Wie die Zeitung Asharq Al-Awsat berichtet, wurden am 17. Juli neun Komala-Mitglieder nahe Sulaimaniya getötet.

Teheran wirft den Kämpfern vor, von Israel unterstützt zu werden, also vom erklärten Erzfeind. Eine offizielle Bekenntniserklärung der Revolutionsgarden blieb nach regionalen Berichten zunächst aus. Die eigenen Staatsmedien feiern den Schlag trotzdem.

Der Schatten von „Epic Fury“

Der Hintergrund ist explosiv. Seit dem 28. Februar 2026 läuft die US-Militäroperation „Epic Fury“ gegen Iran, flankiert von Israel. In den ersten Kriegsmonaten sprachen amerikanische und israelische Vertreter offen darüber, kurdische Gruppen im Grenzgebiet zwischen Iran und Irak zu bewaffnen. Für das Mullah-Regime ist so etwas eine rote Linie, denn hier geht es um den inneren Zusammenhalt des Vielvölkerstaates.

Die Zahlen zeigen, wie groß diese Sorge ist. In Iran leben Schätzungen zufolge 10 bis 15 Millionen Kurden, vor allem im Nordwesten und Westen des Landes. Auf der irakischen Seite der Grenze kommen Millionen weitere hinzu. Dort haben Gruppen wie Komala, die PDKI oder die PJAK seit Jahrzehnten ihre Basen.

Leidtragende ist die kurdische Autonomieregion im Irak, die sich offiziell neutral verhält. Nach Angaben der Regionalregierung wurde das Gebiet allein zwischen Ende Februar und dem 20. April von mindestens 809 Drohnen und Raketen angegriffen, 20 Zivilisten kamen dabei ums Leben. Ende März traf eine Drohne sogar das Wohnhaus von Regionalpräsident Nechirvan Barzani.

Artillerie an der Grenze: Was plant Teheran?

Kurdische und regionale Medien berichten, Iran verlege Artillerie, schweres Gerät und Truppen in seine kurdischen Grenzprovinzen. Gleichzeitig wird von Gefechten mit der PJAK im Shaho-Gebirge berichtet, außerdem von Drohnenaktivität und Artilleriefeuer rund um Shaho und Marivan. Auch nahe dem Grenzübergang Haji Omaran wurden Drohnen gesichtet.

Neu ist das alles nicht. Schon im Herbst 2022, während der landesweiten Proteste nach dem Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini, beschoss Teheran kurdische Lager im Nordirak mit Raketen und Drohnen. Neu ist allerdings die Lage, in der das jetzt geschieht: Die Region steht unter Hochspannung, Israel und die USA drohen mit weiteren Angriffen, und die Revolutionsgarden gehen spürbar härter gegen die kurdische Opposition vor.

Warum das auch deutsche Sparer betrifft

Für Europa ist das kein ferner Randkonflikt. Jede Ausweitung des Krieges belastet Energiepreise, Lieferketten und damit eine deutsche Wirtschaft, die ohnehin schwächelt. Berlin schaut dem Ganzen bisher weitgehend zu, eine eigene außenpolitische Linie ist kaum zu erkennen.

Wer sein Erspartes gegen geopolitische Schocks absichern will, kommt an einer alten Wahrheit nicht vorbei: Physisches Gold und Silber haben Kriege, Krisen und Regierungen überdauert. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie gerade in solchen Zeiten für Stabilität sorgen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.

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