
Drohnenangriff aus Mexiko: Kartelle zwingen US-Flughafen in die Knie
Was klingt wie ein Szenario aus einem Actionfilm, wurde am Mittwoch bittere Realität im Westen von Texas: Der internationale Flughafen von El Paso musste seinen Betrieb einstellen, der gesamte Luftraum über der Region wurde ohne jede Vorwarnung gesperrt. Der Grund? Drohnen mexikanischer Drogenkartelle, die ungehindert in den amerikanischen Luftraum eindrangen. Ein Vorfall, der einmal mehr die dramatische Dimension der Grenzkrise zwischen den USA und Mexiko offenbart.
Luftraumsperrung ohne Vorwarnung
Die US-Luftfahrtbehörde FAA ordnete die Schließung zunächst bis zum 20. Februar an – ein drastischer Schritt, der Reisende und Airlines gleichermaßen kalt erwischte. Erst nach wenigen Stunden konnte die Sperre wieder aufgehoben werden. Ein namentlich nicht genannter Regierungsbeamter erklärte, das Verteidigungsministerium und die FAA hätten die Bedrohung „neutralisiert". Was genau das bedeutet, welche Abwehrmaßnahmen zum Einsatz kamen, wie viele Drohnen beteiligt waren – darüber hüllt sich Washington in Schweigen.
Die Geheimniskrämerei ist bezeichnend. Lokale Politiker reagierten mit scharfer Kritik auf den Überraschungscharakter der Maßnahme und forderten mehr Transparenz. Zu Recht. Denn wenn Drogenkartelle mittlerweile in der Lage sind, den zivilen Flugverkehr einer amerikanischen Großstadt lahmzulegen, dann ist das keine Randnotiz – dann ist das eine Frage der nationalen Sicherheit.
Die Grenze als offene Flanke
El Paso liegt unmittelbar an der mexikanischen Grenze und gilt als einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Südwesten der Vereinigten Staaten. Die Stadt ist seit Jahren ein Brennpunkt der illegalen Migration und des Drogenhandels. Dass die Kartelle nun offenbar auch den Luftraum als Operationsgebiet für sich beanspruchen, markiert eine neue Eskalationsstufe.
Unter Präsident Donald Trump, der seit Januar 2025 wieder im Amt ist, wurde die Grenzsicherung zwar massiv verschärft – mit höheren Zöllen auf mexikanische Importe und einer deutlich restriktiveren Migrationspolitik. Doch der Vorfall in El Paso zeigt schonungslos: Die technologische Aufrüstung der Kartelle schreitet schneller voran als die Abwehrkapazitäten der US-Behörden. Drohnen sind billig, schwer zu orten und können in Schwärmen operieren. Eine Herausforderung, der selbst das mächtigste Militär der Welt offenbar nicht ohne Weiteres gewachsen ist.
Ein Weckruf – auch für Europa
Was in Texas geschieht, sollte auch diesseits des Atlantiks aufmerksam verfolgt werden. Die Frage, wie Staaten ihre Grenzen gegen asymmetrische Bedrohungen schützen, ist längst keine rein amerikanische Angelegenheit mehr. Deutschland, das selbst mit den Folgen einer jahrelang unkontrollierten Migrationspolitik kämpft, sollte genau hinschauen. Denn wenn kriminelle Netzwerke in der Lage sind, mit handelsüblicher Drohnentechnologie den Luftraum einer Millionenstadt zu bedrohen, dann stellt sich unweigerlich die Frage: Wie verwundbar sind unsere eigenen Grenzen?
Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar versprochen, bei der inneren Sicherheit härter durchzugreifen. Doch Versprechen allein reichen nicht. Es braucht konkrete Investitionen in Grenzsicherungstechnologie, eine konsequente Bekämpfung organisierter Kriminalität und vor allem den politischen Willen, nationale Souveränität nicht länger als verhandelbares Gut zu betrachten. Der Vorfall in El Paso ist ein Weckruf. Die Frage ist nur, ob jemand zuhört.

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