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17.04.2026
06:14 Uhr

Es brodelt in der Koalition: Klingbeil torpediert Reiches Energiegesetze – Schwarz-Rot vor dem Bruch?

Es brodelt in der Koalition: Klingbeil torpediert Reiches Energiegesetze – Schwarz-Rot vor dem Bruch?

Die Große Koalition, die einst als Stabilitätsanker für Deutschland angepriesen wurde, zeigt bereits nach weniger als einem Jahr tiefe Risse. Was sich zwischen Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche abspielt, ist mehr als ein gewöhnlicher Ressortstreit – es ist ein fundamentaler Richtungskampf, der die Frage aufwirft, ob diese Regierung überhaupt noch handlungsfähig ist.

Der Vizekanzler zückt das Veto

Klingbeil hat gleich mehrere Energiegesetze seiner CDU-Kollegin in der regierungsinternen Abstimmung blockiert. Betroffen seien unter anderem die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sowie ein umfassendes Netzpaket. Auch SPD-Umweltminister Carsten Schneider habe Vorbehalte angemeldet. Der SPD-Chef begründete sein Vorgehen am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds in Washington mit markigen Worten: Der Ausbau der erneuerbaren Energien dürfe nicht gestoppt werden. Wer die Erneuerbaren ausbremse, schade am Ende Deutschland.

Man reibt sich verwundert die Augen. Da versucht eine Wirtschaftsministerin, die explodierenden Kosten der Energiewende in den Griff zu bekommen – und wird dafür vom eigenen Koalitionspartner öffentlich abgewatscht. Klingbeil sprach zwar von einem „normalen Verfahren", doch die Schärfe seiner Rhetorik erzählt eine ganz andere Geschichte.

Reiches Plan: Vernunft statt Ideologie?

Was genau will die CDU-Ministerin eigentlich? Reiche strebt an, den Zubau von Wind- und Solaranlagen besser an den chronisch hinterherhinkenden Netzausbau anzupassen. Ein durchaus nachvollziehbarer Ansatz, wenn man bedenkt, dass die sogenannten „Abregelungen" – also das erzwungene Abschalten von Anlagen, weil das Netz den Strom schlicht nicht aufnehmen kann – den Steuerzahler jährlich Milliarden kosten. Geld, das buchstäblich im Wind verweht wird.

Konkret sieht ihr Netzpaket einen „Redispatchvorbehalt" vor: Gebiete, in denen die Abregelung erneuerbarer Energien im Vorjahr über drei Prozent lag, sollen für bis zu zehn Jahre als „kapazitätslimitiert" ausgewiesen werden können. Neue Windräder oder Solaranlagen dürften dort nur errichtet werden, wenn die Betreiber für zehn Jahre auf Entschädigungen bei Abregelung verzichten. Darüber hinaus will Reiche die Förderung für neue kleine Solaranlagen auf Hausdächern streichen und Betreiber erneuerbarer Energieanlagen stärker an der Finanzierung des Netzausbaus beteiligen.

Ein Hauch von wirtschaftlicher Vernunft

Man könnte meinen, dass nach Jahren der ideologiegetriebenen Energiepolitik unter grüner Federführung ein Mindestmaß an ökonomischer Rationalität in die deutsche Energiepolitik zurückkehrt. Doch weit gefehlt. Die SPD, die sich offenbar als Erbin der gescheiterten grünen Energiepolitik versteht, blockiert genau jene Reformen, die den deutschen Stromkunden endlich Entlastung bringen könnten. Energieverbände kritisieren zwar, der Einspeise- und Anschlussvorrang für erneuerbare Energien werde faktisch aufgehoben – doch was nützt ein Vorrang, wenn der produzierte Strom mangels Netzkapazität ohnehin nicht beim Verbraucher ankommt?

Der Iran-Krieg als Brandbeschleuniger

Pikant ist der Zeitpunkt des Streits. Die dramatische Eskalation im Nahen Osten hat die Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben und die Verletzlichkeit der deutschen Energieversorgung einmal mehr schmerzhaft offengelegt. Klingbeil nutzt diese Krise geschickt als Argument für einen beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren. Doch er verschweigt dabei geflissentlich, dass es gerade die planlose Energiewende der vergangenen Jahre war, die Deutschland in diese prekäre Abhängigkeit manövriert hat. Wer gleichzeitig aus Kernkraft und Kohle aussteigt, ohne eine belastbare Alternative zu haben, darf sich über Preisschocks nicht wundern.

Die hohen Spritpreise haben den Koalitionsstreit zusätzlich befeuert. Reiche hatte Klingbeils Vorschlag einer „Übergewinnsteuer" auf kriegsbedingte Extraprofite der Mineralölkonzerne scharf kritisiert – und das ausgerechnet während der Vizekanzler sich mit Arbeitgebern und Gewerkschaften traf. Bundeskanzler Friedrich Merz soll über den öffentlichen Schlagabtausch „befremdet" gewesen sein und seine Parteifreundin zur Zurückhaltung aufgerufen haben.

Merz zwischen den Fronten

Und wo steht der Kanzler in diesem Machtkampf? Friedrich Merz, der im Wahlkampf noch versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen – ein Versprechen, das mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen bereits zur Makulatur geworden ist –, laviert zwischen seiner eigenen Ministerin und dem Koalitionspartner. Statt klare Kante zu zeigen, mahnt er zur „Zurückhaltung". Ein Führungsstil, der an die schlimmsten Zeiten der Merkel-Ära erinnert.

Die Spitzen der schwarz-roten Koalition hätten sich zwar am vergangenen Wochenende auf Entlastungsmaßnahmen geeinigt, darunter Steuersenkungen für Benzin und Diesel. Doch solche Pflaster heilen keine strukturellen Wunden. Die fundamentale Frage, ob Deutschland eine Energiepolitik betreibt, die sich an physikalischen und ökonomischen Realitäten orientiert, oder ob weiterhin ideologische Wunschvorstellungen den Takt vorgeben, bleibt unbeantwortet.

Der Bürger zahlt die Zeche

Es brodelt gewaltig in Berlin. Und während sich die Koalitionäre gegenseitig blockieren, öffentlich attackieren und hinter verschlossenen Türen um Kompromisse ringen, zahlt der deutsche Bürger weiterhin die höchsten Strompreise Europas. Die Industrie wandert ab, Arbeitsplätze gehen verloren, und die Inflation frisst die Ersparnisse der Mittelschicht auf. Man hatte gehofft, dass nach dem Desaster der Ampel-Koalition mit einer neuen Regierung endlich wirtschaftliche Vernunft einkehren würde. Stattdessen erleben wir ein Déjà-vu der Handlungsunfähigkeit – nur diesmal in Schwarz-Rot statt in Ampelfarben.

Wer in diesen unsicheren Zeiten sein Vermögen schützen möchte, sollte über physische Edelmetalle als Beimischung im Portfolio nachdenken. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig davon, welche Koalition gerade in Berlin regiert und welche energiepolitischen Experimente auf dem Rücken der Bürger ausgetragen werden.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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