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23.02.2026
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Eurobonds: Wie Deutschlands Bonität auf dem Altar europäischer Umverteilung geopfert werden soll

Eurobonds: Wie Deutschlands Bonität auf dem Altar europäischer Umverteilung geopfert werden soll

Der Druck auf Deutschland wächst – und er wächst mit einer Beharrlichkeit, die an Dreistigkeit grenzt. Von Paris über Brüssel bis Frankfurt formiert sich eine mächtige Allianz derjenigen, die das letzte verbliebene Tafelsilber der deutschen Volkswirtschaft verschleudern wollen: unsere erstklassige Kreditwürdigkeit. Die Rede ist von Eurobonds, jenem finanzpolitischen Instrument, das in der Theorie nach europäischer Solidarität klingt und in der Praxis nichts anderes bedeutet als eine gigantische Umverteilungsmaschine – zu Lasten des deutschen Steuerzahlers.

Was Eurobonds wirklich bedeuten

Das Konzept ist schnell erklärt, seine Konsequenzen hingegen sind verheerend. Statt dass jedes Euroland eigenständig am Kapitalmarkt Schulden aufnimmt – und dabei je nach eigener Bonität unterschiedliche Zinsen zahlt –, würde eine gemeinsame europäische Schuldenagentur für alle Mitgliedsstaaten Anleihen begeben. Das eingenommene Geld würde verteilt, die Rückzahlung nach einem festgelegten Schlüssel organisiert. Klingt nach Gleichheit? Ist es auch. Gleichheit im Niedergang – zumindest für Deutschland.

Denn die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Zehnjährige deutsche Bundesanleihen rentieren derzeit bei rund 2,73 Prozent. Spanien zahlt 3,15 Prozent, Frankreich bereits 3,30 Prozent, und die Schlusslichter Griechenland und Italien liegen bei jeweils 3,35 Prozent. Was geschähe nun, wenn man all diese unterschiedlichen Bonitäten in einen einzigen Topf würfe? Die Antwort erfordert wahrlich keine Raketenwissenschaft: Die Rendite für Eurobonds würde sich irgendwo zwischen dem deutschen Niveau und dem der Südländer einpendeln. Deutschland müsste plötzlich deutlich mehr für seine Schulden bezahlen – während Frankreich, Italien und Griechenland jubeln dürften.

Eine mächtige Lobby trommelt für die Vergemeinschaftung

Die Liste der Befürworter liest sich wie ein Who's who der europäischen Machtelite. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron – dessen eigenes Land mit einer Schuldenquote kämpft, die jeden seriösen Haushälter erblassen lässt – fordert Eurobonds für Verteidigung, Technologie und Infrastruktur. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas will sie zur Finanzierung der Aufrüstung. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing stimmt in den Chor ein. Selbst der Versicherungsriese Allianz plädiert für sogenannte „Strategische Eurobonds". Und was besonders alarmierend ist: Sogar Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat sich für gemeinsame europäische Schulden ausgesprochen. Ausgerechnet die Bundesbank, einst Hüterin der Stabilität, knickt ein.

Die Salamitaktik ist dabei so durchsichtig wie gefährlich. Mit den EU-Programmen „NextGenerationEU" und den Ukraine-Hilfen existieren bereits gemeinsame europäische Schulden. Jeder neue Ausgabentopf, der über Eurobonds finanziert wird, macht den nächsten Schritt leichter. Irgendwann – und dieser Zeitpunkt rückt bedrohlich näher – wird jemand die unvermeidliche Frage stellen: Warum nicht gleich alles über Eurobonds laufen lassen?

Merz: Vom Versprechen zur Kapitulation?

Wer die jüngste politische Geschichte Deutschlands betrachtet, hat wenig Grund zum Optimismus. Bundeskanzler Friedrich Merz, der im Wahlkampf noch eiserne Haushaltsdisziplin versprach, hat der SPD ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen zugestanden, das kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten wird. Ein Mann, der ohne erkennbare Not eine solche fiskalische Kapitulationsurkunde unterschreibt – wird er dem vereinten Druck aus Paris, Brüssel und den eigenen Reihen bei den Eurobonds standhalten? Die Skepsis ist mehr als berechtigt.

Dabei hatte Merz versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Das Ergebnis kennen wir: ein halbe Billion Euro an frischen Verbindlichkeiten, verpackt in das wohlklingende Etikett „Sondervermögen". Orwell hätte seine helle Freude an dieser Sprachakrobatik gehabt. Und nun soll also der nächste Dammbruch folgen?

Die fatalen Folgen für jeden deutschen Bürger

Die Konsequenzen von Eurobonds würden nicht nur den abstrakten Staatshaushalt treffen. Sie würden jeden einzelnen Bürger direkt im Portemonnaie spüren. Denn die Zinsen für Kredite in der Realwirtschaft orientieren sich an den Marktzinsen. Bauzinsen etwa hängen über Pfandbriefe letztlich an den Renditen deutscher Bundesanleihen. Fallen diese weg und gehen in höher verzinsten Eurobonds auf, schnellen auch die Bauzinsen in die Höhe.

Für den jungen Familienvater, der sich den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, bedeutet das: noch höhere monatliche Raten, noch weniger Spielraum, noch mehr Abhängigkeit von einem Mietmarkt, der ohnehin aus allen Nähten platzt. Für den Mittelständler, der investieren will: teurere Kredite, weniger Wettbewerbsfähigkeit, weniger Wachstum. Die deutsche Volkswirtschaft als Ganzes würde unter verschlechterten Finanzierungskonditionen ächzen – und das in einer Zeit, in der die wirtschaftliche Lage ohnehin angespannt ist.

Profiteure auf der anderen Seite

Natürlich gäbe es auch in Deutschland Gewinner. Versicherungen, Fondsgesellschaften und Pensionskassen, die große Bestände an Bundesanleihen halten, würden von den höheren Renditen profitieren. Doch dieser Effekt würde sofort verwässert, sobald diese Institutionen auch Staatsanleihen anderer Euroländer im Portfolio haben – wo die Renditen ja sinken würden. Unter dem Strich bliebe ein Nullsummenspiel für die Finanzbranche und ein Verlustgeschäft für den Staat und seine Bürger.

Die Einladung zur Verschwendung

Vielleicht der gefährlichste Aspekt der Eurobonds ist jedoch ein psychologischer. Die Geschichte hat uns gelehrt, was passiert, wenn Länder plötzlich Zugang zu billigem Geld erhalten, das sie sich aus eigener Kraft nie hätten leisten können. Nach der Einführung des Euro erlebten die Südländer einen dramatischen Rückgang ihrer Kreditzinsen. Die Folge war ein regelrechter Schuldenrausch, der in der europäischen Schuldenkrise und dem griechischen Beinahe-Staatsbankrott gipfelte.

Eurobonds würden exakt denselben perversen Anreiz setzen. Warum sollte Frankreich seinen aufgeblähten Staatsapparat reformieren, wenn die Zinslast dank deutscher Bonität sinkt? Warum sollte Italien seine chronische Reformunfähigkeit überwinden, wenn der Kapitalmarkt dank des deutschen Gütesiegels gnädig wegschaut? Die Haushaltsdisziplin, die ohnehin in vielen europäischen Hauptstädten ein Fremdwort ist, würde vollends erodieren. Man wird, wie der Ökonom Daniel Stelter treffend analysiert hat, zur Schlamperei geradezu verführt.

Ein historisches Muster der Selbstaufgabe

Was wir hier beobachten, fügt sich nahtlos in ein beunruhigendes Muster ein. Seit Jahrzehnten wird Deutschland Stück für Stück in eine europäische Transferunion hineingezogen, die von den Architekten des Euro nie offen kommuniziert wurde. Der ESM-Rettungsschirm, die Target2-Salden, die EZB-Anleihekäufe, das NextGenerationEU-Programm – jedes Mal hieß es, dies sei eine einmalige Ausnahme, ein temporäres Instrument. Und jedes Mal wurde aus der Ausnahme die neue Normalität.

Eurobonds wären der logische und zugleich finale Schritt dieser Entwicklung. Sie würden die fiskalische Souveränität Deutschlands endgültig aushöhlen und das Land zum Zahlmeister einer Gemeinschaft machen, in der solides Wirtschaften bestraft und Verschwendung belohnt wird. Dass ausgerechnet jene Kräfte, die sich als „proeuropäisch" bezeichnen, diesen Weg vorantreiben, entbehrt nicht einer gewissen tragischen Ironie. Denn ein Europa, das seinen stärksten Pfeiler systematisch schwächt, wird am Ende nicht stärker, sondern fragiler.

Gold als Anker in stürmischen Zeiten

In einem Umfeld, in dem die Schuldenvergemeinschaftung in Europa voranschreitet, die Inflation durch immer neue Ausgabenprogramme befeuert wird und die Kaufkraft des Euro schleichend erodiert, gewinnen physische Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung weiter an Bedeutung. Gold und Silber kennen keine Schuldenquoten, keine Eurobonds und keine politischen Kompromisse auf Kosten der Bürger. Sie sind seit Jahrtausenden ein verlässlicher Wertspeicher – und könnten als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio gerade in diesen unsicheren Zeiten eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters getroffen werden. Für Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel dargestellten Überlegungen entstehen könnten, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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