
Feuer auf US-Flugzeugträger, Raketen auf Jerusalem: Der Iran-Krieg eskaliert auf allen Fronten

Während Deutschland zusieht, versinkt der Nahe Osten im Chaos. Ein Brand auf dem mächtigsten Kriegsschiff der US-Marine, iranische Raketentrümmer neben der Grabeskirche in Jerusalem, brennende Ölfelder in Abu Dhabi – die Ereignisse der vergangenen Tage lesen sich wie das Drehbuch eines Katastrophenfilms. Doch es ist bittere Realität. Und die Bundesregierung? Sie „setzt auf politische Lösungen". Man möchte lachen, wenn die Lage nicht so ernst wäre.
Ein Flugzeugträger in Flammen – Symbol amerikanischer Verwundbarkeit
Auf dem US-Flugzeugträger „Gerald R. Ford", dem modernsten und teuersten Kriegsschiff der Welt, ist vergangene Woche ein Feuer ausgebrochen. Was in der Entlüftungsöffnung eines Trockners in der Wäscherei begann, entwickelte sich zu einem Inferno, das erst nach mehr als 30 Stunden gelöscht werden konnte. Über 600 Besatzungsmitglieder verloren ihre Schlafplätze und campieren seither auf Böden und Tischen. Zwei Matrosen seien „nicht lebensbedrohlich" verletzt worden, Dutzende hätten Rauchvergiftungen erlitten.
Das Schiff mit seinen 4.500 Besatzungsmitgliedern befindet sich seit mittlerweile zehn Monaten im Einsatz – stationiert im Nahen Osten, um die Militäroperationen gegen den Iran zu unterstützen. Sollte die „Gerald R. Ford" Mitte April noch auf See sein, würde sie den Rekord für den längsten Einsatz eines Flugzeugträgers seit dem Vietnamkrieg brechen. Ein Rekord, auf den niemand stolz sein dürfte. Die Erschöpfung der Truppe ist offensichtlich – und ein Wäschereibrand, der ein Milliarden-Dollar-Schiff für Tage lahmlegt, spricht Bände über den Zustand der amerikanischen Streitkräfte nach Monaten permanenter Anspannung.
Israel bombardiert Teheran und Beirut gleichzeitig
Parallel zu den Problemen auf dem Flugzeugträger hat die israelische Luftwaffe eine neue massive Angriffswelle gestartet. Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran und in Beirut wurden gleichzeitig attackiert. In Teheran richteten sich die Angriffe gegen Infrastruktur des iranischen Regimes, in Beirut gegen Einrichtungen der Hisbollah. Die Doppelstrategie ist klar: Israel kämpft an zwei Fronten gleichzeitig und scheut dabei keine Eskalation.
In Israel selbst heulten unterdessen mindestens zweimal die Sirenen wegen iranischer Raketenangriffe. In Jerusalem stürzten Trümmerteile einer abgefangenen iranischen Rakete auf das Dach des griechisch-orthodoxen Patriarchats – nur wenige Meter von der Grabeskirche entfernt, einem der heiligsten Orte der Christenheit. Dass ausgerechnet dieser symbolträchtige Ort getroffen wurde, verdeutlicht die rücksichtslose Dimension dieses Konflikts. Verletzte gab es glücklicherweise nicht.
Der Iran droht mit totaler Zerstörung
Die Rhetorik aus Teheran wird derweil immer schärfer. Der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, drohte den USA unverhohlen: Sollten weitere Angriffe auf die strategisch wichtige Ölinsel Charg erfolgen, werde der Iran sämtliche Öl- und Gasanlagen aller beteiligten Staaten zerstören. Parlamentssprecher Ghalibaf erklärte in einem Interview, der Iran verfüge über ausreichende Vorräte an Raketen und Drohnen und werde weiterkämpfen, „bis der Feind seine Aggression bereut".
Dass diese Drohungen keine leeren Worte sind, zeigt der Drohnenangriff auf das Öl- und Erdgasfeld Schah in Abu Dhabi – eines der größten weltweit. Ein Feuer brach aus. Auch der Dubai International Airport, der verkehrsreichste Flughafen der Welt für internationale Flüge, wurde von einer iranischen Drohne getroffen. Ein Treibstofftank geriet in Brand. Die Vereinigten Arabischen Emirate schlossen daraufhin vorübergehend ihren gesamten Luftraum. Die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports fließt, bleibt weitgehend blockiert.
Deutschland schaut zu – und nennt es „Diplomatie"
Und was macht Deutschland? Bundeskanzler Friedrich Merz stellte unmissverständlich klar, dass sich die Bundesrepublik nicht an der Sicherung der Straße von Hormus beteiligen werde. Die USA und Israel hätten Deutschland vor dem Krieg nicht konsultiert, argumentierte Merz. „Deshalb stellt sich auch nicht die Frage, wie sich Deutschland hier militärisch einbringt. Wir werden es nicht tun." Thomas Röwekamp, CDU-Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, unterstrich diese Position: Es gehe nicht um Verteidigung.
Man mag Merz in diesem Punkt sogar zustimmen – Deutschland hat in diesem Krieg tatsächlich nichts verloren. Doch die Frage, die sich stellt, ist eine andere: Was hat Deutschland überhaupt noch zu bieten? Eine Bundeswehr, die nach Jahrzehnten der Vernachlässigung kaum einsatzfähig ist? Eine Außenpolitik, die sich in moralischen Appellen erschöpft? Merz bezeichnete eine mögliche israelische Bodenoffensive im Libanon als „Fehler" und forderte Israel „eindringlich" auf, diesen Weg nicht einzuschlagen. Man darf bezweifeln, dass solche Worte in Jerusalem oder Washington auch nur zur Kenntnis genommen werden.
200 verletzte US-Soldaten, 13 Gefallene – und kein Ende in Sicht
Die menschlichen Kosten dieses Krieges steigen unterdessen unaufhörlich. Rund 200 US-Soldaten wurden seit Beginn der Operationen verletzt, mindestens 13 sind gefallen. Im Libanon haben sich über eine Million Menschen als Vertriebene registriert. Die US-Botschaft in Bagdad wurde erneut mit Raketen beschossen, ein Luxushotel in der Grünen Zone von einer Drohne getroffen. Katar musste einen mutmaßlich iranischen Raketenangriff abwehren.
Israels Präsident Isaac Herzog bezeichnete den Krieg als „historischen Wendepunkt" für den gesamten Nahen Osten. „Es kommt ein Moment, in dem nach endlosen Kriegen, Blutvergießen und Terror während deutlich mehr als einer Generation die aus Teheran kommende Grundursache blockiert und beseitigt wird", sagte er. Europa solle Israel im Kampf gegen die Hisbollah unterstützen. „Man muss manchmal einen Krieg gewinnen, wenn man etwas erreichen will." Harte Worte, die in Berlin vermutlich auf taube Ohren stoßen.
Trump verschiebt China-Gipfel – die Weltordnung gerät ins Wanken
Auch auf der diplomatischen Bühne hinterlässt der Konflikt tiefe Spuren. US-Präsident Donald Trump verschob kurzfristig sein für Ende März geplantes Gipfeltreffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping. Er müsse wegen des Iran-Krieges in den USA bleiben, erklärte Trump. Gleichzeitig dränge er China, bei der Öffnung der Straße von Hormus zu helfen. Die EU-Außenminister lehnten derweil eine Ausweitung der Marinemission „Aspides" auf die Meerenge ab – es fehle die Bereitschaft, so EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas.
Bemerkenswert ist auch die Entwicklung an den Finanzmärkten: Während Gold im März um etwa fünf Prozent nachgab und zeitweise unter die Marke von 5.000 Dollar je Unze fiel, legten Kryptowährungen wie Bitcoin kräftig zu. Doch solche kurzfristigen Schwankungen sollten niemanden täuschen. In Zeiten geopolitischer Verwerfungen dieses Ausmaßes – blockierte Handelsrouten, brennende Ölfelder, eskalierende Militäroperationen – bleibt physisches Gold der ultimative Anker der Vermögenssicherung. Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass das Edelmetall in Krisenzeiten seinen wahren Wert entfaltet, wenn sich der erste Schock gelegt hat und die langfristigen wirtschaftlichen Folgen sichtbar werden.
Die Huthi-Frage: Wann kippt der letzte Dominostein?
Eine beunruhigende Unbekannte bleibt die Rolle der jemenitischen Huthi-Miliz. Die mit Teheran verbündeten Rebellen haben sich bislang aus dem Krieg herausgehalten. Doch Beobachter fragen sich, wie lange noch. Sollten die Huthis – wie bereits im vergangenen Jahr im Roten Meer geschehen – aktiv in den Konflikt eingreifen, könnte sich die ohnehin katastrophale Lage für den internationalen Seehandel nochmals dramatisch verschärfen.
Was wir derzeit erleben, ist nichts weniger als eine Neuordnung des Nahen Ostens. Die Frage ist nur, zu welchem Preis – und wer am Ende die Rechnung bezahlt. Deutschland, das sich aus dem militärischen Geschehen heraushält, wird die wirtschaftlichen Konsequenzen dennoch mit voller Wucht zu spüren bekommen. Steigende Energiepreise, unterbrochene Lieferketten, wachsende Unsicherheit an den Märkten – all das trifft eine ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft ins Mark. Und während unsere Regierung „auf politische Lösungen setzt", schaffen andere Fakten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen zu Finanzprodukten und Kapitalanlagen – einschließlich Gold, Kryptowährungen und anderen Vermögenswerten – dienen ausschließlich der Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor Investitionsentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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