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14.10.2026
10:52 Uhr
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Feuer, Steine, Pyro: Rigaer Straße wird zur Angstzone für Retter!

Feuer, Steine, Pyro: Rigaer Straße wird zur Angstzone für Retter!
Symbolbild: KI-generiert

In der Nacht zum Mittwoch, dem 14. Oktober, haben Vermummte in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain erneut Sperrmüll, Reifen und Holz angezündet. Die Feuerwehr konnte nur unter Polizeischutz löschen, und die Beamten wurden von einem Hausdach aus mit Steinen und Pyrotechnik beworfen. Das Feuer brannte direkt vor dem teilbesetzten Szenehaus „Rigaer 94“.

Mittlerweile gehört so etwas zum Alltag. Erst in der Vorwoche war die Polizei wieder in der Straße im Einsatz.

Löschen mit Helm und Visier

Anwohner hatten kurz nach 1 Uhr die Feuerwehr gerufen. Als die Polizei anrückte, flogen auf Höhe der Zellestraße Steine von einem Dach, dazu kam Pyrotechnik. Weil sich Personen auf dem Dach aufhielten, musste sogar ein Polizeihubschrauber aufsteigen. Mit Taschenlampen suchten die Beamten Balkone und Dächer ab, damit die Löschtrupps nicht wieder unter Beschuss geraten.

Wer steckt dahinter? Nachbarn und Polizeibeamte machen laut Medienberichten immer wieder Bewohner und Sympathisanten der linksextremen „Rigaer 94“ verantwortlich. Ermittelt wird, ein Urteil gibt es nicht. Auffällig ist aber das Muster: Die Feuer brennen fast immer vor derselben Haustür.

Eine Chronik der Eskalation

Seit dem Frühjahr kommt es Berichten zufolge deutlich häufiger zu solchen Vorfällen. Ein Überblick über die vergangenen Monate:

  • 25. März: Auf der Fahrbahn brennen Autoreifen, zwei geparkte Autos werden beschädigt. Feuerwehrleute werden beim Löschen mit Pyrotechnik beworfen.
  • 26. April: Rund 20 Personen stehen um eine brennende Feuertonne. Nach Polizeiangaben sprühen sie mit einem Feuerlöscher auf die Beamten, drei von ihnen klagen danach über Atemnot. Die Gruppe flüchtet in die „Rigaer 94“.
  • 27. April: Ein Laternenmast brennt. Von einem Dach fliegen Steine auf einen Streifenwagen, die Frontscheibe splittert und ein Polizist wird im Gesicht verletzt.
  • 28. Juli: Das Feuer an der Kreuzung Liebigstraße ist so heiß, dass der Asphalt schmilzt. In der folgenden Nacht werden Beamte vom Dach der „Rigaer 94“ mit Pyrotechnik beschossen und mit einer Glasflasche beworfen.
  • 13. September: Ein Sessel und weitere Gegenstände gehen in Flammen auf. Die Täter verbarrikadieren sich im Haus und schießen dann von Balkonen und Dach aus massiv Pyrotechnik ab. Ein Polizist erleidet Verbrennungen am Hals.

Ein rechtsfreier Raum mitten in der Hauptstadt?

Die „Rigaer 94“ beschäftigt Berlin seit Jahren. Im August 2025 rückten Medienberichten zufolge rund 700 Polizisten an, um Durchsuchungsbeschlüsse durchzusetzen. Dafür mussten sie verbarrikadierte Türen aufbrechen und mit der Flex öffnen. Im Februar 2026 meldete dann die Gegenseite einen Erfolg: Laut Berichten wehrten sich zwei Bewohner gerichtlich gegen eine Hausdurchsuchung und bekamen recht.

Die Bilanz bleibt trotzdem ernüchternd. Feuerwehrleute, die Leben retten sollen, brauchen in einer deutschen Hauptstadt eine Hundertschaft als Leibwache. Wie viel Staat ist hier eigentlich noch übrig? Für viele Bürger zeigt sich hier, dass die Politik seit Jahren vor einem kleinen, gewaltbereiten Milieu kapituliert.

Und was macht die Politik?

Die Lage ist politisch heikel. Nach der Abgeordnetenhauswahl vom 20. September verhandeln in Berlin Linke, Grüne und SPD über ein rot-grün-rotes Bündnis. Die Sondierungen sind Berichten zufolge gerade erst wieder ins Stocken geraten. Ob ein solcher Senat beim Linksextremismus eine härtere Gangart einschlagen würde, bezweifeln Beobachter.

Aus Sicht unserer Redaktion braucht es keine weiteren Lippenbekenntnisse, sondern konsequente Strafverfolgung und klare Rückendeckung für Polizei und Feuerwehr. Wer Einsatzkräfte mit Steinen und Feuerwerkskörpern angreift, greift den Rechtsstaat an. Toleranz ist dann fehl am Platz.

Bis die Politik handelt, legen die Anwohner im Nordkiez nachts wohl weiter das Telefon neben das Bett. Der nächste Brand dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

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