
Feuernacht in Bilbao: Linksradikale wüten wegen einer abgesagten Rede!

Brennende Autos, geplünderte Läden, Barrikaden auf der Straße: Im nordspanischen Bilbao ist am Montagabend, dem 26. Oktober, ein Protest gegen den rechten Aktivisten Vito Quiles in Gewalt umgeschlagen. Dabei hatte Quiles seinen Auftritt an der Universidad de Deusto da schon längst abgesagt. Die Polizei nahm mindestens 19 Personen fest.
Abgesagt und trotzdem randaliert
Quiles ist in Spanien als scharfer Kritiker der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez bekannt, vor allem ihrer Migrationspolitik. Für Montag war er an der Universität im Stadtteil Deusto angekündigt. Linke Gruppen riefen zum Protest auf. Nach Angaben des staatlichen Senders RTVE gingen Tausende selbsternannte „Antifaschisten“ auf die Straße, darunter rund 2.000 Studenten.
Laut spanischen Medien hatte die Universität ihren Campus am Nachmittag vorsorglich geschlossen. Quiles selbst schrieb auf X, der Einsatzleiter der baskischen Polizei Ertzaintza habe ihn vor einem „sehr hohen“ Risiko von Zwischenfällen gewarnt. Einem Bericht zufolge habe die Polizei zudem seinen Wunsch abgelehnt, die Veranstaltung an einen anderen Ort zu verlegen. Also sagte er ab.
Der Mob ließ sich davon nicht beeindrucken. Er hatte offenbar längst ein anderes Ziel.
Sechs Autos in Flammen, Läden geplündert
Nach der Kundgebung zog ein Teil der Demonstranten Richtung Innenstadt. Wie das Portal El Constitucional berichtet, brannten anschließend mindestens sechs Autos, ein Polizeimotorrad und zahlreiche Müllcontainer. Geschäfte wurden geplündert.
In den sozialen Netzwerken kursieren zahlreiche Videos. Sie zeigen schwarz vermummte Gruppen, die Barrikaden bauen und Polizisten mit Gegenständen bewerfen. Spanische Medien berichten außerdem von Steinen und Feuerwerksraketen, die auf Beamte geflogen sein sollen.
Die Festgenommenen: zum Teil noch Schüler
Laut RTVE nahm die Polizei mindestens 19 Personen fest. Darunter seien sieben Minderjährige und drei 18-Jährige, gegen drei weitere Personen werde ermittelt. Über die Schuld der Festgenommenen müssen die Gerichte entscheiden. Eine unbequeme Frage bleibt trotzdem: Wer bringt Jugendlichen bei, dass ein Vortrag mit Brandsätzen zu beantworten ist?
Bürgermeister: „Wahre Faschisten“
Die baskische Politik reagierte ungewöhnlich deutlich. Der Sicherheitsminister der Region, Bingen Zupiria, sagte laut RTVE, die Krawalle wirkten so, als wolle jemand gewalttätige Proteste aus anderen Teilen Europas ins Baskenland tragen. Die baskische Gesellschaft werde das nicht hinnehmen.
Bilbaos Bürgermeister Juan Mari Aburto nannte die Randalierer keine Antifaschisten, sondern „wahre Faschisten“. Auch der baskische Regierungschef Imanol Pradales fand spanischen Medien zufolge klare Worte: Das Geschehen sei „intolerabel“ und „inakzeptabel“, es sei genug. Man wolle solche Leute nicht im Land haben.
Ein Muster, das auch Deutschland kennt
Was in Bilbao passiert ist, kennt man auch in Deutschland. Beim G20-Gipfel 2017 brannten in Hamburg ganze Straßenzüge, linksextreme Randalierer plünderten Geschäfte. Die Politik zeigte sich danach betroffen. Wirklich durchgegriffen wurde kaum. Bezahlt haben am Ende die Bürger, deren Autos und Läden in Flammen aufgingen.
So war es jetzt auch in Bilbao. Die Krawalle trafen keine Regierung und keinen Konzern. Sie trafen Pendler, deren Autos ausbrannten, und Ladenbesitzer, die am Dienstagmorgen vor Glasscherben standen.
Aus Sicht unserer Redaktion zeigt der Fall vor allem eines: Die Meinungsfreiheit steht in Europa unter Druck, und zwar nicht nur durch Gesetze, sondern auch durch die Straße. Wenn eine Rede abgesagt werden muss, weil die Polizei für die Sicherheit nicht garantieren kann, haben die Gewalttäter ihr Ziel schon erreicht, bevor das erste Auto brennt. Ein Rechtsstaat, der das hinnimmt, gibt mehr auf als nur eine Veranstaltung.
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