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30.08.2025
08:06 Uhr

Flughafen-Eklat: Wenn deutsche Manager die Geduld verlieren

Was sich am Donnerstag am Hauptstadtflughafen BER abspielte, wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand deutscher Infrastruktur. Der ehemalige Metro-Chef Eckhard Cordes durfte einen Lufthansa-Flug nach München nicht antreten – nachdem er seiner Frustration über den chronisch problembelasteten Airport Luft gemacht hatte. Seine drastischen Worte, der BER sei so schlecht, dass man sich manchmal wünsche, er würde besser in die Luft gesprengt werden, mögen überspitzt klingen. Doch sie treffen einen wunden Punkt.

Ein Flughafen als Sinnbild deutscher Misswirtschaft

Der BER steht wie kaum ein anderes Projekt für das Versagen deutscher Planungs- und Baupolitik. Mit jahrelanger Verspätung eröffnet, von Pannen geplagt und bis heute nicht vollständig funktionsfähig – dieser Flughafen ist zur nationalen Peinlichkeit geworden. Wenn nun ein erfahrener Manager wie Cordes, der als ehemaliger Metro-Chef durchaus gewohnt sein dürfte, mit komplexen Situationen umzugehen, derart die Fassung verliert, dann spricht das Bände.

Die offizielle Version klingt zunächst eindeutig: Cordes wurde als "unruly passenger" eingestuft, ein störender Fluggast, der die Sicherheit gefährden könnte. Doch was war wirklich geschehen? Der 74-Jährige hatte sich über mangelnde Informationen und das Verhalten des Personals beschwert, nachdem es zu Verzögerungen gekommen war. Das Bodenpersonal begründete den Abbruch des Aussteigevorgangs mit einem drohenden Gewitter – das allerdings vor Ort nicht erkennbar gewesen sein soll.

Wenn Kritik zum Sicherheitsrisiko wird

Hier offenbart sich ein beunruhigender Trend: Berechtigte Kritik an offensichtlichen Missständen wird zunehmend als Störung oder gar Sicherheitsrisiko interpretiert. Ein Vielflieger mit entsprechendem Status, der sich über schlechte Organisation beschwert, wird kurzerhand vom Flug ausgeschlossen. Die Polizei wird gerufen, als handle es sich um einen gefährlichen Zwischenfall.

Besonders pikant: Beim späteren Boarding in München gab es keinerlei Probleme. Cordes nutzte dort sogar die Betreuung der Lufthansa im Rahmen seines Vielflieger-Status. Von Hausverboten oder dem Verlust dieses Status war keine Rede. Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier ein unbequemer Kritiker mundtot gemacht werden sollte.

Der BER als Symptom einer kranken Politik

Was Cordes in seiner Frustration aussprach, denken vermutlich viele Reisende. Der BER ist nicht nur ein misslungenes Bauprojekt – er ist zum Symbol für die Unfähigkeit deutscher Politik geworden, Großprojekte erfolgreich umzusetzen. Milliarden an Steuergeldern wurden verbrannt, Eröffnungstermine dutzendfach verschoben, und am Ende steht ein Flughafen, der seinen Ansprüchen nicht gerecht wird.

Diese Misere ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Fehlentscheidungen. Politiker aller Couleur haben sich in Kompetenzgerangel verstrickt, während die Kosten explodierten. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar vollmundig ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur angekündigt – doch wenn die Projekte weiterhin so dilettantisch umgesetzt werden wie der BER, wird auch dieses Geld im Nirwana verschwinden.

Ein Manager zieht Konsequenzen

Cordes tat, was ein erfolgreicher Geschäftsmann in solchen Situationen tut: Er suchte nach Alternativen. Statt sich weiter mit der Lufthansa-Bürokratie herumzuschlagen, mietete er kurzerhand ein Auto und fuhr selbst nach München. Von dort flog er weiter nach Ibiza – vermutlich mit deutlich weniger Stress als am BER.

Diese Episode zeigt exemplarisch, wie weit es mit Deutschland gekommen ist. Ein Land, das einst für Effizienz und Zuverlässigkeit stand, versinkt in Chaos und Inkompetenz. Wenn selbst gestandene Manager wie Cordes nur noch mit Galgenhumor auf die Zustände reagieren können, dann läuft etwas gewaltig schief.

Die Reaktion der Lufthansa und des BER-Personals offenbart zudem eine bedenkliche Entwicklung: Kritik wird nicht mehr als Chance zur Verbesserung gesehen, sondern als Bedrohung. Statt sich mit den berechtigten Beschwerden auseinanderzusetzen, wird der Kritiker kurzerhand ausgeschlossen. Diese Mentalität ist symptomatisch für ein Land, das seine Probleme lieber unter den Teppich kehrt, als sie anzupacken.

Der Vorfall am BER mag wie eine Randnotiz erscheinen. Doch er steht stellvertretend für größere Probleme: Eine Infrastruktur, die den Ansprüchen nicht genügt. Eine Politik, die Milliarden verpulvert, ohne Ergebnisse zu liefern. Und eine Gesellschaft, in der berechtigte Kritik zunehmend als Störung empfunden wird. Wenn Deutschland wieder zu alter Stärke finden will, muss es anfangen, solche Kritik ernst zu nehmen – statt die Kritiker vom Flug auszuschließen.

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