
Flugpreise vor Explosion: Irankrieg treibt Kerosinkosten in schwindelerregende Höhen
Was viele Bürger bereits an der Tankstelle schmerzlich spüren, könnte sich bald auch am Flughafen-Schalter zu einem regelrechten Preisschock auswachsen. Der frisch berufene „Wirtschaftsweise" Gabriel Felbermayr warnt eindringlich vor massiv steigenden Flugticketpreisen – eine direkte Folge der durch den Irankrieg blockierten Straße von Hormus, jener Meerenge, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Erdöltransports fließt.
Kerosinmangel als Brandbeschleuniger für die Preisspirale
Der österreichische Ökonom und Direktor des Wiener Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) ließ im Deutschlandfunk keinen Zweifel daran, wohin die Reise geht – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Ticketpreise würden stark steigen, die Nachfrage nach Flugdienstleistungen entsprechend einbrechen. Und wo die Nachfrage sinke, da schrumpfe auch das Angebot. Konkret bedeute das: Einzelne Flugverbindungen könnten schlicht gestrichen werden, weil sie sich wirtschaftlich nicht mehr tragen ließen.
Die Ursache liegt auf der Hand. Die Blockade der Straße von Hormus hat eine globale Verknappung von Kerosin und Diesel ausgelöst. Europa, das ohnehin nur über begrenzte eigene Raffineriekapazitäten für diese Treibstoffe verfügt, trifft es besonders hart. Man fragt sich unwillkürlich: Hätte eine vorausschauendere Energiepolitik der vergangenen Jahre diese Abhängigkeit nicht zumindest abmildern können?
Tankrabatt als teurer Irrweg
Besonders bemerkenswert ist Felbermayrs scharfe Kritik am geplanten Tankrabatt der Bundesregierung. Statt die Bürger mit subventionierten Spritpreisen in falscher Sicherheit zu wiegen, solle man die knappen Ressourcen durch Marktmechanismen verteilen lassen. Seine Argumentation ist bestechend einfach: Wer den Sprit künstlich verbillige, schaffe keinerlei Anreiz zum Sparen. Im Gegenteil – die ohnehin überhitzte Nachfrage nach den knappen Rohstoffen werde dadurch nur weiter angeheizt, was die Marktpreise für Diesel und Benzin erst recht in die Höhe treibe.
Ein klassisches Beispiel für gut gemeinte, aber schlecht gemachte Politik. Man kennt das Muster aus der jüngeren deutschen Vergangenheit nur zu gut. Schon der Tankrabatt der Ampel-Regierung im Sommer 2022 verpuffte weitgehend wirkungslos – die Mineralölkonzerne strichen einen Großteil der Subvention als Gewinn ein, während der Steuerzahler die Zeche beglich. Dass die neue Große Koalition unter Friedrich Merz nun offenbar denselben Fehler wiederholen möchte, lässt tief blicken.
Felbermayrs Gegenvorschlag: Entlastung am Strommarkt
Stattdessen plädiert der Wirtschaftsweise dafür, die verfügbaren Mittel am Strommarkt einzusetzen. Eine dauerhafte Senkung der Steuerbelastung in diesem Bereich wäre seiner Einschätzung nach weitaus sinnvoller. Damit würde man nicht nur kurzfristig entlasten, sondern auch langfristig Strukturen schaffen, die die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren könnten.
Ob die Bundesregierung auf diesen Rat hört, darf bezweifelt werden. Die politische Klasse in Berlin hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Resistenz gegenüber ökonomischer Vernunft entwickelt. Erst wurde die Kernenergie abgeschaltet, dann die Abhängigkeit von russischem Gas beklagt, und nun steht man vor einer Kerosinknappheit, die man mit Subventionen bekämpfen will. Ein Treppenwitz der Energiepolitik.
Was bedeutet das für den deutschen Bürger?
Für Millionen Deutsche, die auf das Auto angewiesen sind – sei es für den Weg zur Arbeit oder den Transport von Waren –, sind die Aussichten düster. Felbermayr erwartet an den Tankstellen in den kommenden Monaten wenig Entlastung. Der Mittelstand, ohnehin durch Jahre der Überregulierung und steigender Energiekosten gebeutelt, steht vor einer weiteren Belastungsprobe. Bereits jetzt häufen sich Berichte über Insolvenzen in transportintensiven Branchen.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie fragil die globalen Lieferketten sind und wie verwundbar eine Volkswirtschaft wird, die ihre Energieversorgung nicht souverän gestaltet. Wer sein Vermögen in solch unsicheren Zeiten schützen möchte, tut gut daran, auf bewährte Werte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Inflationsschutz und Krisenwährung bewährt – gerade dann, wenn geopolitische Verwerfungen die Märkte erschüttern und die Kaufkraft des Geldes schwindet.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, sich bei Bedarf an einen qualifizierten Finanzberater zu wenden. Für etwaige Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.
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