
Frankreich brennt: Geheimdienst sieht Antifa an der Spitze der Krawalle

Brennende Barrikaden, geplünderte Läden, angegriffene Rathäuser. Nach den schweren Ausschreitungen vom 17. Oktober nennen französische Nachrichtendienste jetzt Gruppen beim Namen. Laut einer Sicherheitsquelle, die die Zeitung „20 Minutes“ zitiert, hätten die „Ultralinke“ und die „radikale extreme Linke“ bei der Gewalt in vorderster Reihe gestanden. Die größte Teilgruppe: die Antifa.
Drei Lager, ein Ziel
Den Angaben zufolge führen die Behörden rund 5.000 Aktivisten der „Ultralinken“ in ihren Akten. Die Dienste beschreiben sie als gewaltbereite Splittergruppen „am Rande des demokratischen und republikanischen Spektrums“. Unterteilt werden sie in drei „ideologisch unterschiedliche“ Strömungen:
- die Antifas, laut Bericht die zahlenmäßig stärkste Gruppe,
- die Anarcho-Autonomen,
- die Anarchisten, die älteste dieser Bewegungen.
Das Ziel der Ultralinken sei es gewesen, „Anarchie zu schaffen“ und die Institutionen zu Fall zu bringen, etwa durch Angriffe auf Präfekturen und Rathäuser. Die Jugendlichen hätten dafür „den Treibstoff“ geliefert, so die Quelle. Ein solches Bündnis aus Linksextremen und jungen Männern aus den Vorstädten, die vielfach aus Opportunismus gekommen seien, habe es so noch nie gegeben.
Ein Staat im Blindflug
Die Bilanz ist verheerend. Medienberichten zufolge sollen mindestens 3.000 Geschäfte beschädigt oder geplündert worden sein. In Limoges brannte das Rathaus, ein Verdächtiger wurde festgenommen. Innenminister Laurent Nuñez räumte einen „Kontrollverlust“ der Polizei in einigen Großstädten ein. Präsident Macron lehnte dessen Rücktritt trotzdem ab.
Premierminister Sébastien Lecornu ließ örtliche Ausgangssperren verhängen, unter anderem in Paris, Lyon, Nizza und Lille. Angefangen hatte alles mit Schülerprotesten gegen Lehrermangel und marode Schulen. Am 17. Oktober folgte ein landesweiter Aktionstag gegen die hohen Lebenshaltungskosten, und dabei kippte die Lage endgültig.
Die Geheimdienste unterscheiden dabei genau: Parteien wie La France Insoumise oder die Kommunisten seien zwar bei den Demonstrationen mitgelaufen, Gewalttaten gingen aber nicht auf ihr Konto. Für die Plünderungen machen die Dienste vor allem Gelegenheitstäter verantwortlich, die über soziale Netzwerke mobilisiert worden seien.
Das Märchen vom „Phantom“
Die Einschätzung aus Paris dürfte vor allem in den USA für Unruhe sorgen. Dort behaupten prominente Demokraten und linke Kommentatoren seit Jahren, eine Antifa als Organisation gebe es eigentlich gar nicht. Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel nannte sie eine „vollständig erfundene Organisation“. Der frühere FBI-Direktor Christopher Wray hielt schon damals dagegen:
„Antifa is a real thing.“
Konservative Kritiker sprechen spöttisch von einem Keyser Söze der Linken, benannt nach dem Schurken aus „Die üblichen Verdächtigen“: Der größte Trick sei gewesen, die Welt glauben zu lassen, es gebe ihn gar nicht. Die Regierung Trump hatte die Antifa bereits im September 2025 per Dekret als inländische Terrororganisation eingestuft. Jetzt kommt die Bestätigung ausgerechnet vom französischen Sicherheitsapparat, und dem kann man kaum Nähe zu Trump nachsagen.
Und Deutschland?
Hierzulande sollte man genau hinsehen. Medienberichten zufolge mobilisieren Extremisten bereits für den 31. Oktober zu Protesten in neun Großstädten, teilweise mit offenen Aufrufen zur Gewalt. Spätestens seit dem Prozess um die Gruppe um Lina E. weiß auch jeder in Deutschland, dass linksextreme Gewalt kein Hirngespinst ist.
Aus Sicht unserer Redaktion zeigt Frankreich, wie schnell ein Staat die Kontrolle über seine Straßen verliert, wenn er Extremisten zu lange verharmlost. Jahrelang wurde die Gefahr von links kleingeredet. Am Ende haben das Ladenbesitzer, Polizisten und ganz normale Bürger ausgebaden müssen. Die Bundesregierung täte gut daran, aus dem Pariser Desaster zu lernen, bevor die Barrikaden auch bei uns brennen.
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