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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
19:41 Uhr

Frankreichs Finanzminister bremst: Pariser Behörde fordert 30-Prozent-Zoll auf alle China-Importe

Während Europa noch mit den Folgen der amerikanischen Zollpolitik unter Präsident Trump ringt, braut sich an der Seine bereits der nächste handelspolitische Sturm zusammen. In Paris ist eine hitzige Debatte über den Umgang mit chinesischen Importen entbrannt, die das Potenzial hat, die ohnehin fragilen Handelsbeziehungen zwischen der EU und dem Reich der Mitte grundlegend zu erschüttern.

Planungsbehörde schlägt Alarm

Frankreichs Hohe Kommission für Strategie und Planung – eine staatliche Planungsbehörde – hat am Montag einen Bericht veröffentlicht, der es in sich hat. Die Kernforderung: Ein pauschaler Zoll von 30 Prozent auf sämtliche chinesische Waren, die in die Europäische Union eingeführt werden. Alternativ schlägt das Gremium eine Abwertung des Euro gegenüber dem Yuan um 20 bis 30 Prozent vor – ein Vorschlag, der in seiner Radikalität seinesgleichen sucht. Begründet wird das Ganze mit der drohenden „Zerstörung" der europäischen Industrie durch chinesische Billigkonkurrenz.

Man muss kein Ökonom sein, um zu erkennen, dass hier ein fundamentales Problem angesprochen wird. Chinas exportgetriebenes Wirtschaftsmodell flutet seit Jahren die europäischen Märkte mit Produkten, die unter Bedingungen hergestellt werden, mit denen europäische Unternehmen schlicht nicht konkurrieren können. Von Elektrofahrzeugen über Solarpanele bis hin zu Stahl – die Liste der betroffenen Branchen wird immer länger.

Finanzminister Lescure tritt auf die Bremse

Doch Frankreichs Finanzminister Roland Lescure ging umgehend auf Distanz zu dem Vorschlag seiner eigenen Behörde. Chinas gewaltiger Handelsüberschuss gegenüber Europa sei zwar „unhaltbar", räumte er ein. Einen pauschalen Rundumschlag lehnte er jedoch ab. Es gebe keine „Einheitslösung" bei Zöllen, so Lescure während einer Pressekonferenz. Paris müsse weiterhin den Dialog mit Peking suchen.

Interessant ist dabei, was der Minister über Pekings Selbsteinschätzung verriet: Die chinesische Führung sei sich der Ungleichgewichte in der eigenen Wirtschaft durchaus bewusst und habe versprochen, stärker auf den Binnenkonsum zu setzen. Lescures nüchternes Urteil dazu fiel allerdings vernichtend aus: „Sie sagen die richtigen Dinge. Aber bisher zeigen die Zahlen nicht, dass es auch passiert." Viel Gerede, wenig Ergebnisse – eine Diagnose, die man in Europa auch bei so manchem anderen Thema stellen könnte.

Europas industrielle Basis bröckelt

Die Debatte in Frankreich ist symptomatisch für ein gesamteuropäisches Dilemma. Während die USA unter Trump mit brachialen Zöllen von 20 Prozent auf EU-Importe und 34 Prozent auf chinesische Waren vorpreschen, ringt Europa noch immer um eine kohärente Strategie. Lescure plädierte für einen differenzierten Ansatz: gezielte Zölle dort, wo „offensichtlich unfairer Wettbewerb" herrsche, kombiniert mit Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Sparquote, Innovationsfähigkeit und Wettbewerbskraft.

Das klingt vernünftig – und genau darin liegt das Problem. Denn während Europa noch debattiert, analysiert und abwägt, schaffen China und die USA Fakten. Die europäische Industrie, einst das Rückgrat des Wohlstands auf dem alten Kontinent, verliert mit jedem Monat des Zögerns weiter an Boden. Deutschland, als größte Volkswirtschaft der EU, ist davon besonders betroffen. Die hiesige Automobilindustrie etwa steht unter enormem Druck durch chinesische Elektrofahrzeughersteller, die zu Preisen anbieten, bei denen deutschen Ingenieuren schwindelig wird.

Was Europa wirklich braucht

Die französische Debatte offenbart eine unbequeme Wahrheit: Europa hat es über Jahre versäumt, seine wirtschaftliche Souveränität zu sichern. Statt in Wettbewerbsfähigkeit zu investieren, hat man sich in Brüssel lieber mit Regulierungen, Klimazielen und bürokratischen Monsterprojekten beschäftigt. Das Ergebnis ist eine schleichende Deindustrialisierung, die nun auch in Paris Alarm auslöst.

Ob pauschale 30-Prozent-Zölle die richtige Antwort sind, darf bezweifelt werden. Sie würden die Preise für europäische Verbraucher in die Höhe treiben und könnten Vergeltungsmaßnahmen Pekings provozieren. Doch die Tatsache, dass eine französische Regierungsbehörde derart drastische Maßnahmen überhaupt vorschlägt, zeigt, wie ernst die Lage ist. Europa steht am Scheideweg – und die Zeit des gemütlichen Abwartens ist längst vorbei.

In Zeiten solch massiver geopolitischer und wirtschaftlicher Verwerfungen dürfte es kaum verwundern, dass immer mehr Anleger nach stabilen Wertanlagen suchen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Schutz gegen Währungsturbulenzen und Handelskonflikte bewährt – und könnten als Beimischung in einem breit diversifizierten Portfolio gerade jetzt eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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