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18.10.2026
10:16 Uhr
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Gas-Alarm vor dem Winter: Brüssel dreht selbst an der Preisschraube!

Gas-Alarm vor dem Winter: Brüssel dreht selbst an der Preisschraube!
Symbolbild: KI-generiert

Mitte Oktober sind Deutschlands Gasspeicher gerade einmal zu gut 60 Prozent gefüllt. Am 15. Oktober 2026 meldeten die Betreiber 60,1 Prozent und damit den niedrigsten Wert zu diesem Zeitpunkt seit 15 Jahren. Gleichzeitig kostet Gas im Großhandel laut Berichten fast dreimal so viel wie Ende 2025. Und ausgerechnet jetzt machen Vorgaben aus Brüssel den Einkauf schwerer.

Der EU-Energiekommissar Dan Jørgensen hat die Bürger schon vorgewarnt:

„Das wird ein harter Winter für unsere Industrie, aber ganz sicher auch für unsere Bürger.“

Das klingt ehrlich. Kritiker halten aber dagegen, die EU sei an der Lage selbst kräftig beteiligt.

Die heimliche Russland-Abhängigkeit

Etwa 40 Prozent seines Erdgases bekommt Deutschland über die Niederlande und Belgien. Laut dem Bericht stammen dort noch immer 15 Prozent (Niederlande) bzw. 30 Prozent (Belgien) aus Russland. Dieses Gas kommt als Flüssiggas an den Terminals in Rotterdam und Zeebrügge an. Ab dem 1. Januar 2027 fallen diese Mengen weg, denn die EU und ihre Mitgliedstaaten haben den Import von russischem LNG ab diesem Datum verboten.

Die Rechnung dahinter ist unangenehm. Über 90 Wintertage gerechnet fehlt dann eine Menge, die etwa 20 bis 25 Prozent des derzeit gespeicherten Gases entspricht. Woher der Ersatz kommen soll, sagt bisher niemand.

Methan-Verordnung schreckt Lieferanten ab

Das zweite Problem heißt Methan-Verordnung. Sie soll ebenfalls am 1. Januar 2027 gelten. Danach dürfen Importeure nur noch Gas einführen, das die EU-Vorgaben zu Methan-Lecks bei der Förderung erfüllt. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu 3,5 Prozent des Umsatzes. Betroffen wären Lieferländer wie die USA, Katar, Algerien und Nigeria. Sie haben laut dem Bericht bereits angekündigt, die Bedingungen vorerst nicht zu erfüllen.

US-Energieminister Chris Wright sagte dazu klar: „Es gibt keinen gangbaren Weg zur Einhaltung.“ Er verlangt eine Ausnahme bis 2035. Die EU-Kommission riet den Mitgliedstaaten im Juli zwar, Strafen für 2027 bis 2029 auszusetzen. Eine Empfehlung ändert aber kein Gesetz. Kritiker befürchten deshalb Klagen von Umweltverbänden gegen Importeure. Die Folge sei schon heute sichtbar: Langfristige Lieferverträge würden kaum noch abgeschlossen.

Streit in der Bundesregierung

Auch in Berlin sind sich die Minister nicht einig. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) lehnte eine Verschiebung ab und sagte: „Aufschub ist ein Freifahrtschein fürs Weiterso.“ Medienberichten zufolge kritisierte er sogar öffentlich Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die einen Aufschub gefordert hatte. Am 14. Oktober gab Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dann dem Druck von mehr als zwölf Staaten nach, darunter Frankreich, Italien, Polen und Tschechien. Die Verordnung soll nun ein Jahr später in Kraft treten. Zustimmen müssen aber noch Parlament und Rat. Bis dahin können Importeure kaum Verträge für 2027 abschließen.

Die Rechnung für die Energiewende wird immer höher

Dazu kommt eine neue Prognos-Studie vom 12. Oktober 2026. Sie beziffert die Kosten für den Umbau von Energiesystem und Wirtschaft zwischen 2025 und 2045 auf 5,7 bis 6,4 Billionen Euro, also etwa 270 bis 300 Milliarden Euro pro Jahr. Ein großer Teil fließt in neue Stromnetze. Nach einer EWI-Studie aus dem Jahr 2024 könnten die Netzentgelte für Haushalte von 9,2 auf 27 Cent pro Kilowattstunde steigen, für die Industrie von 6,5 auf 13,5 Cent.

Schon heute zahlt der Bund rund 6,5 Milliarden Euro, um die Netzentgelte der Industrie auf 2,86 Cent zu senken. Finanzminister Lars Klingbeil kürzt diesen Zuschuss für 2027 aber um eine Milliarde Euro. Damit steigt das Entgelt um 24 Prozent auf 3,54 Cent. Außerdem könnte Brüssel bei der Reform der Strombinnenmarktverordnung solche Hilfen weiter einschränken. Für viele Betriebe wäre das existenzbedrohend.

Fazit: Teure Politik, die Bürger zahlen

Leere Speicher, wegfallende Lieferungen, ungewisse Regeln und steigende Netzkosten: Was hier droht, haben Politiker mit ihren Entscheidungen selbst verursacht. Zahlen müssen am Ende Familien, Mittelstand und Industrie. Wer erlebt, wie die Energiepreise sein Geld auffressen, sucht nach Werten, die nicht von Brüssel oder Berlin abhängen. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen helfen, sich gegen Kaufkraftverlust abzusichern.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Bitte informieren Sie sich selbst, bevor Sie Geld anlegen. Für Ihre Anlageentscheidungen sind Sie selbst verantwortlich.

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