Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
10.09.2026
06:46 Uhr
KI-generiert

Gas-Schock vor dem Winter: 80 Euro – Höchststand seit drei Jahren!

Gas-Schock vor dem Winter: 80 Euro – Höchststand seit drei Jahren!
Symbolbild: KI-generiert

Europas Gaspreis ist am Mittwoch erstmals seit mehr als drei Jahren über die Marke von 80 Euro je Megawattstunde gesprungen. Der niederländische TTF-Terminkontrakt, der Referenzpreis für den ganzen Kontinent, legte laut Marktberichten um bis zu 6,8 Prozent auf 80,99 Euro zu – so teuer war Gas zuletzt im Januar 2023. Der Auslöser sitzt 4.000 Kilometer entfernt: der eskalierende Konflikt im Nahen Osten.

Hormus dicht – und Europa zahlt die Rechnung

Seit Beginn des Konflikts hat sich der Preis Berichten zufolge mehr als verdoppelt. Kein Wunder: Vor der Eskalation lief rund ein Fünftel des weltweiten LNG-Handels durch die Straße von Hormus. Die faktische Sperrung dieser Meerenge hat diese Ströme seit Monaten weitgehend zum Erliegen gebracht.

Dazu kommt ein Schaden, der bleibt: Streiks im März sollen zwei Verflüssigungsanlagen im katarischen Komplex Ras Laffan schwer beschädigt haben. Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur dürften die Reparaturen drei bis fünf Jahre dauern – rund 17 Milliarden Kubikmeter Jahreskapazität fehlen dem Weltmarkt also nicht für Wochen, sondern für Jahre.

Speicher halb leer, Winter vor der Tür

Und Deutschland? Die Gasspeicher sind aktuell zu gut 54 Prozent gefüllt. Die EU-Regeln sehen eigentlich 90 Prozent zum 1. November vor – Abweichungen sind bei ungünstiger Marktlage erlaubt. Ein bequemer Passus, der die Lücke rechtlich sauber, aber physikalisch nicht wärmer macht.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) erklärte bei den Haushaltsberatungen, die Regierung habe für jedes Szenario Vorkehrungen getroffen und könne jederzeit eingreifen. Zugleich warnte sie davor, dass der Staat durch eigene Käufe selbst zum Preistreiber werde. Bundeskanzler Friedrich Merz sieht laut Berichten derzeit keinen Anlass für kurzfristige Maßnahmen.

„Für jedes Szenario“ vorbereitet zu sein – das war schon 2022 die Formel. Damals kaufte der Staat selbst Gas und legte die Kosten per Umlage auf die Verbraucher um.

Wenn Energie teuer wird, wird alles teuer

Die Rechnung landet am Ende beim Bürger und beim Mittelstand. Die Inflation im Euroraum lag im August bei 3,3 Prozent – Haupttreiber waren die Energiepreise. Die Märkte rechneten fest mit einer weiteren Zinserhöhung der EZB auf 2,5 Prozent Einlagensatz. Höhere Zinsen bedeuten teurere Kredite, teurere Staatsschulden, schwächere Investitionen.

Goldman Sachs hält es einem Bericht zufolge für möglich, dass der TTF-Preis im Dezember über 100 Euro klettern müsste, um genügend LNG-Ladungen nach Europa zu lenken – im Basisszenario der Bank sind es 50 Euro. Auch der Ölpreis notierte zuletzt wieder über 100 Dollar je Barrel.

Die bittere Lehre der Abhängigkeit

Europa hat russisches Pipelinegas durch Flüssiggas vom Weltmarkt ersetzt. Neue Terminals mit über 50 Milliarden Kubikmetern Kapazität wurden gebaut – doch Terminals liefern kein Gas, sie empfangen es nur. Wer im Bieterwettbewerb mit Asien mithalten will, muss zahlen. Aus Sicht unserer Redaktion zeigt sich hier, wie teuer eine Energiepolitik werden kann, die Versorgungssicherheit lange als zweitrangig behandelte.

Marktdaten zufolge notierte Gold zuletzt oberhalb von 4.400 US-Dollar je Unze. In Phasen, in denen Energiepreise die Inflation antreiben und Währungen an Kaufkraft verlieren, greifen Anleger traditionell zu physischen Edelmetallen – als nüchterne Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten. Er gibt unsere Einschätzung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen