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Kettner Edelmetalle
23.02.2026
09:18 Uhr

Gold auf Dreiwochenhoch: Trumps Zollchaos treibt Anleger in den sicheren Hafen

Während die politische Klasse in Washington einmal mehr beweist, dass Berechenbarkeit ein Fremdwort geworden ist, reagieren die Märkte mit einer Deutlichkeit, die an Klarheit nichts zu wünschen übrig lässt: Der Goldpreis schießt auf ein Dreiwochenhoch und notiert bei über 5.170 Dollar je Feinunze. Eine Entwicklung, die niemanden überraschen sollte, der die Zeichen der Zeit zu lesen versteht.

Supreme Court kippt Trumps Zölle – und der Präsident eskaliert

Der Auslöser des jüngsten Preisschubs liest sich wie ein Lehrstück über die Unberechenbarkeit moderner Handelspolitik. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hatte am Freitag wesentliche Teile der von Präsident Trump verhängten Zölle für rechtswidrig erklärt. Diese waren auf Grundlage eines Gesetzes für nationale Notfälle durchgesetzt worden – eine juristische Konstruktion, die offenbar selbst den konservativen Richtern am Supreme Court zu weit ging.

Trumps Reaktion? Statt Einkehr zu üben, griff er kurzerhand zu einem anderen Handelsgesetz und verkündete einen Globalzoll von zunächst zehn Prozent – den er noch am selben Wochenende auf 15 Prozent anhob. Damit schöpft er die Höchstgrenze des herangezogenen Gesetzes vollständig aus. Man muss kein Ökonom sein, um zu begreifen, welche Schockwellen solche Manöver durch die globalen Märkte senden.

Goldkurs als Fieberthermometer der Weltwirtschaft

Am Montagmorgen kostete eine Feinunze Gold 5.127 Dollar, was umgerechnet etwa 4.337 Euro entspricht. Im weiteren Handelsverlauf kletterte der Preis auf knapp 5.177 Dollar – ein Anstieg von zeitweise 1,4 Prozent. Der am aktivsten gehandelte Gold-Future verteuerte sich um 76,10 Dollar auf 5.157 Dollar. Auch Silber zog mit und erreichte 85,47 Dollar je Feinunze, wenngleich der Schwung hier im Tagesverlauf etwas nachließ.

Analysten sprechen von einer klassischen Fluchtbewegung in sichere Anlagen. Händler hätten verstärkt zu Goldbarren gegriffen, da das Edelmetall in turbulenten Zeiten als verlässlicher Gradmesser für die Risikoaversion gelte. Die Experten der Dekabank konstatierten nüchtern, die Unsicherheit habe sich „wieder einmal erhöht", was deutlich am Goldpreis und noch stärker beim Silber abzulesen sei.

Handelsabkommen auf der Kippe

Besonders brisant: Die USA hatten in den vergangenen Monaten mit zahlreichen Ländern Handelsabkommen geschlossen. Nach dem Urteil des Supreme Court und Trumps anschließender Eskalation stellt sich nun die fundamentale Frage, was von diesen Vereinbarungen überhaupt noch Bestand hat. Der Handelsausschuss des EU-Parlaments, der eigentlich am Dienstag die mit Washington vereinbarten Zollvereinbarungen absegnen sollte, wurde von einer eilig einberufenen Sondersitzung des EU-Verhandlungsteams am Montag überholt. Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank brachte es auf den Punkt: „Zu Wochenbeginn gibt es also eine ganze Reihe an Fragezeichen."

Dollar-Schwäche und Inflation als doppelter Katalysator

Neben dem Zollchaos wirken weitere Faktoren als Preistreiber für das gelbe Edelmetall. Die Zollunsicherheit setzte den US-Dollar massiv unter Druck, während der Euro Kursgewinne verzeichnete. Da Gold und Silber in Dollar notieren, werden sie für europäische Anleger günstiger – ein Mechanismus, der die Nachfrage zusätzlich befeuert.

Hinzu kommen beunruhigende Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten. Die US-Inflation war im Dezember stärker gestiegen als erwartet, und Anzeichen deuten auf eine weitere Beschleunigung im Januar hin. Dies nährt die Erwartung, dass die Federal Reserve die Zinsen nicht vor Juni senken wird. Für Gold bedeutet das paradoxerweise keinen Gegenwind – denn die Kombination aus Inflation und geopolitischer Unsicherheit überwiegt derzeit jede Zinsargumentation.

Der „Sell America"-Trend erfasst die Märkte

In Asien gerieten zum Wochenstart sowohl die Aktienmärkte als auch Wall-Street-Futures unter erheblichen Druck. Der sogenannte „Sell America"-Trend – also die Abkehr internationaler Investoren von US-Vermögenswerten – gewinnt erneut an Dynamik. Ein Phänomen, das man noch vor wenigen Jahren für undenkbar gehalten hätte und das die tektonischen Verschiebungen im globalen Finanzsystem eindrucksvoll illustriert.

Wie weit kann Gold noch steigen?

Die entscheidende Frage lautet nun: Ist der jüngste Anstieg nachhaltig, oder handelt es sich um ein kurzfristiges Strohfeuer? Tim Waterer, Analyst beim Handelshaus KCM Trade, sieht den Goldpreis eng an die geopolitische Großwetterlage gekoppelt. Ob der Kurs in naher Zukunft wieder über 5.400 Dollar steigen könne, hänge maßgeblich davon ab, wie lange die Zollunsicherheit anhalte und ob die USA möglicherweise militärische Maßnahmen gegen den Iran ergreifen würden.

Fest steht: Solange die handelspolitischen Spannungen und geopolitischen Risiken auf diesem Niveau verharren, dürfte Gold als sicherer Hafen im Fokus der Anleger bleiben. Und wer die vergangenen Jahre aufmerksam verfolgt hat, weiß, dass die Krisen nicht weniger, sondern mehr geworden sind. Die Flucht in physische Edelmetalle ist keine Panikreaktion – sie ist eine rationale Antwort auf eine Welt, in der politische Entscheidungen über Nacht Milliardenwerte vernichten können.

Wer sein Vermögen langfristig schützen will, kommt an physischen Edelmetallen wie Gold und Silber als stabilisierendem Baustein eines breit diversifizierten Portfolios kaum vorbei. In Zeiten, in denen Papierwerte über Nacht an Wert verlieren können, bleibt das physische Edelmetall das, was es seit Jahrtausenden ist: ein Anker der Wertbeständigkeit.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung birgt Risiken, und der Wert von Anlagen kann sowohl steigen als auch fallen. Leser sind angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, bevor sie Anlageentscheidungen treffen. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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