
Goldbären schlagen Schokolade: Haribo wächst, während die Konsumlaune kippt

Während ein Großteil der deutschen Wirtschaft im Krisenmodus verharrt und der Mittelstand unter den Folgen einer verfehlten Energie- und Wirtschaftspolitik ächzt, gibt es aus Grafschaft bei Bonn eine bemerkenswerte Erfolgsmeldung. Haribo, der traditionsreiche Familienbetrieb hinter dem weltberühmten Goldbären, hat im Jahr 2025 weltweit so viele Süßwaren abgesetzt wie niemals zuvor in seiner Unternehmensgeschichte. Ein Plus von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein Ergebnis, das in Zeiten gebeutelter Verbraucherbudgets fast schon trotzig anmutet.
Wachstum gegen den Markttrend
Bemerkenswert ist vor allem, dass Haribo damit deutlich schneller wächst als die gesamte Branche. Der Markt für Fruchtgummi, Schaumzucker und Lakritz legte global laut den Erhebungen des Marktforschers NIQ lediglich um 1,5 Prozent zu. Haribo dreifacht somit das Marktwachstum – eine Leistung, die selbst etablierte Wettbewerber alt aussehen lässt. Herwig Vennekens, Chief Commercial Officer der Haribo-Gruppe, erklärte gegenüber dem „Handelsblatt“, ein Viertel des globalen Wachstums entfalle auf neu eingeführte Produkte. Konkrete Umsatz- oder Gewinnzahlen gibt das Familienunternehmen traditionell nicht heraus – eine Diskretion, die in Zeiten quartalsfixierter Börsenkonzerne fast schon erholsam wirkt.
Schokolade verliert, Fruchtgummi gewinnt
Hinter dem Erfolg steckt allerdings auch ein bedenkenswertes Phänomen: Eine spürbare Abwanderung der Konsumenten weg von Schokolade. Die explodierten Kakaopreise haben Schokoladenprodukte in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich verteuert, sodass viele Familien zur günstigeren Alternative greifen. „In die Nikolausstiefel und Osterkörbchen kommen immer öfter Fruchtgummis anstelle von Schokolade“, so Vennekens. Was als Erfolgsmeldung daherkommt, hat also auch eine bittere Komponente: Die Inflation, befeuert durch jahrelange Geldschwemme der Notenbanken und die ideologisch motivierten Energiepreis-Experimente vergangener Bundesregierungen, hat selbst die kleinen Freuden des Alltags spürbar verteuert.
Marktführer mit gewaltigem Vorsprung
In Deutschland thront Haribo unangefochten an der Spitze. Mit einem leicht ausgebauten Marktanteil von 57,6 Prozent nach verkaufter Menge – Zahlen des Marktforschers Circana – lässt der Goldbären-Riese die Konkurrenz weit hinter sich. Storck mit seinen Lachgummis, Katjes und Trolli folgen mit gehörigem Abstand. Weltweit beschäftigt das 1920 von Hans Riegel gegründete Unternehmen mehr als 8.500 Mitarbeiter und gilt als Paradebeispiel für jenen deutschen Mittelstand, der über Generationen hinweg konsequent auf Qualität, klare Markenführung und unternehmerische Eigenständigkeit gesetzt hat – ohne staatliche Subventionen oder politische Lenkung.
Ein Lehrstück in Zeiten politischer Bevormundung
Während die Bundesregierung mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen erneut den Schuldenturm wachsen lässt und Bürger wie Unternehmen mit immer neuen Auflagen, Steuern und CO₂-Vorgaben überzieht, zeigen Familienunternehmen wie Haribo, was möglich ist, wenn man Menschen einfach machen lässt. Ein klares Produkt, eine starke Marke, internationale Expansion und die Fähigkeit, sich auf veränderte Konsumgewohnheiten einzustellen – mehr braucht es offenbar nicht, um auch in stürmischen Zeiten zu wachsen. Es bleibt zu hoffen, dass die deutsche Politik diese Lektion irgendwann verinnerlicht: Wirtschaftlicher Erfolg entsteht nicht durch Verbote, Quoten und Umverteilung, sondern durch unternehmerische Freiheit und das Vertrauen in mündige Verbraucher.
Auch wenn Süßwaren nicht zum klassischen Vermögensaufbau zählen, lehrt der Fall Haribo eine wichtige Wahrheit: Substanzwerte – seien es etablierte Marken, reale Sachwerte oder physische Edelmetalle wie Gold und Silber – behaupten sich gerade in inflationären Zeiten besser als rein papierbasierte Versprechen. Wer sein Vermögen krisenfest aufstellen will, sollte einen Blick auf die handfesten Dinge des Lebens werfen.












