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Kettner Edelmetalle
19.05.2026
06:26 Uhr

Goldpreis-Beben voraus: Notenbanken horten Gold im Geheimen – Kursziel 5.400 Dollar

Goldpreis-Beben voraus: Notenbanken horten Gold im Geheimen – Kursziel 5.400 Dollar

Während die deutsche Politik weiterhin Milliarden in fragwürdige Klimaprojekte versenkt und die neue Große Koalition unter Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Schuldenpaket die nächste Generation in finanzielle Geiselhaft nimmt, machen die Zentralbanken dieser Welt das, was kluge Vermögensverwalter seit Jahrtausenden tun: Sie kaufen Gold. Und zwar in einem Ausmaß, das bislang offenbar systematisch unterschätzt wurde.

Die versteckte Gold-Offensive der Notenbanken

Eine aktuelle Analyse von Goldman Sachs sorgt in der Edelmetallbranche für Aufsehen. Die US-Investmentbank hat ihre Berechnungsmodelle überarbeitet und dabei eine erhebliche Datenlücke in den globalen Handelsstatistiken entdeckt. Das Resultat dürfte all jene aufhorchen lassen, die das gelbe Metall noch immer als verstaubtes Relikt vergangener Tage abtun.

Seit August 2025, so die Erkenntnis der Analysten, sei die offizielle Goldnachfrage systematisch zu niedrig ausgewiesen worden. Der Grund liege in den britischen Handelsdaten, die Abflüsse aus den weltberühmten Londoner Tresoren nicht mehr vollständig erfasst hätten. Für die Strategen aus New York ein eindeutiges Indiz: Staatliche Akteure kauften offenbar im Verborgenen weit mehr Gold, als die Statistik verriet.

50 statt 29 Tonnen – ein gewaltiger Unterschied

Die korrigierten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Während die alte Berechnungsmethode für März lediglich 29 Tonnen monatliche Zentralbankkäufe ausgewiesen habe, ergäbe sich nach der Bereinigung ein gleitender Zwölfmonatsdurchschnitt von etwa 50 Tonnen pro Monat. Eine Differenz, die das gesamte Fundament des Goldmarktes in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Für das Jahr 2026 rechne Goldman Sachs sogar mit durchschnittlich 60 Tonnen monatlich. Die Begründung ist so simpel wie überzeugend: Notenbanken handelten nicht aus kurzfristigen Renditeerwägungen. Sie erwürben Gold als strategischen Anker, als Versicherung gegen geopolitische Verwerfungen und als Diversifizierung weg von einem zunehmend fragwürdigen Dollar-System. Wer angesichts der eskalierenden Konflikte im Nahen Osten, des andauernden Ukraine-Krieges und der wirtschaftspolitischen Verwerfungen in Washington und Berlin überrascht ist, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.

Kursziel 5.400 Dollar – und die Privatanleger ziehen nach

Auf Basis dieser Analyse bekräftigt die Investmentbank ihr ambitioniertes Kursziel: Bis Ende 2026 solle der Goldpreis die Schwelle von 5.400 US-Dollar je Feinunze erreichen. Eine Marke, die noch vor wenigen Jahren als reine Fantasie abgetan worden wäre. Die Experten gingen zudem davon aus, dass die anhaltende Stärke der Notenbankkäufe im weiteren Verlauf auch verstärkt private Investoren in den Markt zurücklocken werde – ein klassischer sich selbst verstärkender Aufwärtstrend.

Zentralbanken kaufen Gold nicht für die nächste Quartalsbilanz – sie kaufen es als Lebensversicherung für ihre Volkswirtschaften.

Vorsicht vor kurzfristiger Volatilität

Bei aller Euphorie über das langfristige Bild verschweigt Goldman Sachs allerdings auch die kurzfristigen Risiken nicht. Gerade weil Gold so außerordentlich liquide sei, gerate es in turbulenten Marktphasen mitunter unter Verkaufsdruck. Wenn Investoren dringend Bargeld benötigten, um anderweitige Engpässe zu überbrücken, werde häufig zuerst das verkauft, was sich am schnellsten zu Geld machen lässt – und das ist nun einmal physisches Gold. Selbst fundamental kerngesunde Anlageklassen blieben in Liquiditätskrisen nicht verschont.

Für den umsichtigen Anleger ergibt sich daraus eine klare Botschaft: Kurzfristige Schwankungen mögen unangenehm sein, doch das strukturelle Fundament des Goldmarktes ist robuster denn je. Wer die nervösen Bewegungen aussitzen kann, positioniert sich in einer Anlageklasse, deren wichtigste Käufer – die Zentralbanken dieser Welt – offenbar weit aggressiver agieren als bisher angenommen.

Eine Lehre für deutsche Sparer

Während deutsche Politiker den Bürgern weiterhin einreden, dass Sparbücher, Lebensversicherungen oder staatlich subventionierte ETF-Sparpläne der Königsweg zur Altersvorsorge seien, handeln die Profis längst anders. Die Notenbanken Chinas, Indiens, der Türkei und vieler weiterer Staaten misstrauen dem Papiergeld-System zunehmend – und stimmen mit ihren Reserven ab. Wer sich fragt, warum, sollte einen Blick auf die ausufernden Schuldenberge westlicher Industriestaaten werfen. Allein das geplante deutsche Sondervermögen über 500 Milliarden Euro, das Friedrich Merz vor der Wahl noch kategorisch ausgeschlossen hatte, wird die Inflation auf Jahre hinaus befeuern und die Kaufkraft des Euro weiter aushöhlen.

In diesem Umfeld bleibt physisches Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: ein zuverlässiger Wertspeicher, der keine Gegenpartei kennt, nicht durch politische Willkür entwertet werden kann und sich in jeder Krise bewährt hat. Eine sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögensportfolio – mehr braucht es eigentlich nicht zu sagen.

Haftungsausschluss

Die in diesem Beitrag dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und geben die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Marktdaten wieder. Sie stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und gegebenenfalls professionellen Rat einzuholen. Anlageentscheidungen erfolgen ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigenes Risiko. Eine Haftung für Vermögensschäden, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen entstehen, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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Thorsten Polleit ist einer der profiliertesten Ökonomen Deutschlands und ein international anerkannter Experte für Geld- und Kapitalmarkttheorie sowie Edelmetalle wie Gold und Silber sowie führender …
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