Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
06.02.2026
19:29 Uhr

Goldpreis nach dem Crash: Experten sehen langfristigen Aufwärtstrend intakt

Goldpreis nach dem Crash: Experten sehen langfristigen Aufwärtstrend intakt

Die Edelmetallmärkte haben turbulente Wochen hinter sich. Nach einer atemberaubenden Rally, die den Goldpreis auf über 5.500 Dollar katapultierte, folgte Ende Januar die lange erwartete Korrektur. Ein Absturz auf 4.400 Dollar innerhalb weniger Tage – ein reinigendes Gewitter, das die überhitzten Märkte abkühlen sollte. Doch was bedeutet dieser Einbruch für Anleger, die auf das gelbe Edelmetall setzen?

Konsolidierung statt Trendwende

Rick de los Reyes, Portfoliomanager bei T. Rowe Price, ordnet die jüngsten Turbulenzen nüchtern ein: Die Volatilität spiegele eher eine Konsolidierungsphase wider als das Ende des Goldhandels. Die letzte Phase der Rally sei sehr schnell verlaufen und habe die typischen Merkmale eines Short Squeeze aufgewiesen. Historisch betrachtet folgten auf solche Spitzenwerte bei der realisierten Volatilität meist Phasen der Seitwärtskonsolidierung, bevor sich der Aufwärtstrend fortsetzte.

Bemerkenswert ist die Analyse des Experten zur veränderten Rolle von Gold als Absicherungsinstrument. Die traditionelle inverse Beziehung zu den Realzinsen habe sich in den letzten Jahren abgeschwächt. Stattdessen scheinen die Goldpreise nun enger mit den Sorgen um steigende Staatsverschuldung, Währungsabwertung und geopolitische Risiken verbunden zu sein. Eine Entwicklung, die angesichts der ausufernden Schuldenpolitik westlicher Regierungen kaum überraschen dürfte.

Zentralbanken als struktureller Treiber

Der World Gold Council bestätigt diese Einschätzung und verweist auf einen entscheidenden Faktor: Die Nachfrage der Zentralbanken war ein wichtiger struktureller Treiber, der sich in den letzten Jahren beschleunigt hat. Immer mehr Länder streben eine Diversifizierung ihrer Währungsreserven an – ein deutliches Misstrauensvotum gegenüber dem Dollar-dominierten Finanzsystem.

Die Zahlen sprechen für sich: Im Januar verzeichneten globale Gold-ETFs Zuflüsse von 120 Tonnen und erreichten damit einen neuen Rekordwert von 669 Milliarden US-Dollar. Asien dominierte mit 62 Tonnen, gefolgt von Nordamerika mit 43 Tonnen. Europa hinkte mit bescheidenen 13 Tonnen hinterher – ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Schwäche des alten Kontinents.

Geopolitik bleibt der wichtigste Treiber

Die Geopolitik dürfte nach Einschätzung des Branchenverbands der wichtigste Treiber bleiben. Die makroökonomischen Bedingungen könnten diesen Trend verstärken – am plausibelsten durch einen erneuten Anstieg der Inflationserwartungen. Angesichts der fiskalischen Unterstützung im Vorfeld der US-Zwischenwahlen erscheint dieses Szenario durchaus realistisch.

Pimco sieht langfristigen Aufwärtstrend intakt

Greg Sharenow, Managing Director bei Pacific Investment Management Co, bringt es auf den Punkt: Die sich verändernde Weltordnung und die Inflation bleiben die beiden treibenden Kräfte. Menschen suchten Diversifikation, und genau das sei die langfristige und strukturelle Unterstützung für Gold.

„Gold wird langfristige Käufer haben, aber kurzfristig orientiertes Kapital kann den Preis leicht um 10 oder 15% nach unten bewegen, ohne dass sich an der langfristigen Geschichte irgendetwas ändert."

Diese Aussage sollte Anleger beruhigen, die angesichts der jüngsten Volatilität nervös geworden sind. Der stärkste Tagesrückgang seit 2013 bei Gold und der größte Tagesverlust in der Geschichte des Silbers mögen spektakulär erscheinen – an den fundamentalen Gründen für den Besitz physischer Edelmetalle ändern sie jedoch nichts.

Risiken und Chancen im Überblick

Welche Risiken bestehen für den Goldpreis? Der World Gold Council identifiziert die hohen Edelmetallpreise selbst als Hauptrisiko. Eine anhaltende Entspannung der geopolitischen Spannungen könnte ebenfalls etwas Druck aus der Rally nehmen. Zudem müssten sich die Märkte mit dem neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh auseinandersetzen – einem Falken, der jedoch wahrscheinlich den Vorgaben einer dovishen Regierung folgen muss.

Für konservative Anleger, die ihr Vermögen langfristig schützen wollen, bleibt Gold ein unverzichtbarer Baustein. In Zeiten ausufernder Staatsverschuldung, geopolitischer Unsicherheiten und einer Geldpolitik, die zunehmend politischen Interessen untergeordnet wird, bieten physische Edelmetalle einen Anker der Stabilität. Die jüngste Korrektur könnte sich im Rückblick als günstige Einstiegsgelegenheit erweisen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen