
Goldpreis rast auf 5.000 Dollar zu: Der Debasement-Trade erschüttert das Vertrauen in den Dollar

Was sich derzeit an den Edelmetallmärkten abspielt, gleicht einem historischen Erdbeben. Der Goldpreis hat in dieser Woche einen beispiellosen Höhenflug hingelegt und kratzt nun an der magischen Marke von 5.000 Dollar je Feinunze. Noch Anfang der Woche notierte das gelbe Metall bei 4.600 Dollar – ein Anstieg von satten 367 Dollar in nicht einmal sieben Tagen. Wer hätte das vor wenigen Jahren für möglich gehalten?
Die Flucht aus dem Papiergeld nimmt dramatische Ausmaße an
Die Gründe für diese explosive Entwicklung liegen auf der Hand, auch wenn sie von der politischen Klasse gerne verschwiegen werden. Ole Hansen von der Saxo Bank bringt es auf den Punkt: Die jahrzehntelange fiskalische Verantwortungslosigkeit der US-Regierungen – ob republikanisch oder demokratisch – hat das Vertrauen in den Dollar nachhaltig erschüttert. Unverantwortliche Ausgaben ohne jede Rücksicht auf explodierende Defizite haben einen Punkt erreicht, an dem Investoren weltweit offen über eine Reduzierung ihres Dollar-Engagements nachdenken.
Der sogenannte Debasement-Trade, also die systematische Flucht aus entwertenden Papierwährungen in harte Vermögenswerte, hat eine völlig neue Dimension erreicht. Robin Brooks, ehemaliger Chef-Währungsstratege bei Goldman Sachs, bezeichnet dieses Phänomen als "absolut massiv" und erinnert sich mit einer gewissen Ironie daran, dass der Goldpreis erst im Oktober 2025 die 4.000-Dollar-Marke überschritten hatte. Nun steuern wir bereits auf 5.000 Dollar zu.
Geopolitische Spannungen befeuern die Nachfrage
Die aggressive Außenpolitik der Trump-Administration trägt ihren Teil zur Verunsicherung bei. Militärische Interventionen in Venezuela, Drohungen bezüglich einer Annexion Grönlands und die fortgesetzten Angriffe auf die Unabhängigkeit der Federal Reserve – all dies schürt die Suche nach sicheren Häfen. Ahmad Assiri von der Pepperstone Group warnt eindringlich: "Das Goldangebot reicht einfach nicht aus, um sowohl bezüglich des US-Marktes als auch der politischen Spannungen zu diversifizieren."
Besonders bemerkenswert ist die Einschätzung, dass europäische Mittelmacht-Staaten zunehmend Gefahr laufen, nicht mehr am Verhandlungstisch zu sitzen, sondern selbst zum "Menüpunkt" zu werden. Eine bittere Erkenntnis für den alten Kontinent, der sich jahrzehntelang auf den amerikanischen Sicherheitsschirm verlassen hat.
Silber und Platin ziehen mit
Nicht nur Gold profitiert von dieser Entwicklung. Der Silberpreis erreichte temporär 99,22 Dollar je Unze – ein Plus von über drei Prozent an einem einzigen Tag. Auch Platin markierte neue Rekordwerte. Der Bloomberg-Dollar-Index hingegen verlor in dieser Woche 0,8 Prozent, was den Edelmetallen zusätzlichen Rückenwind verleiht.
Die historische Perspektive mahnt zur Demut
Wer Ende 2023 bei einem Goldpreis von 2.000 Dollar einen größeren Rücksetzer prophezeite, wurde eines Besseren belehrt. Dieselben Stimmen verstummten bei 3.000 und bei 4.000 Dollar. Seit 1971 hat sich der Goldpreis etwa verhundertvierzigfacht – eine Wertsteigerung von rund 1.350 Prozent, wohlgemerkt steuerfrei für den langfristigen Anleger.
Die Zentralbanken dieser Welt kaufen weiterhin in großem Stil Gold, und Goldman Sachs hat sein Jahresendziel bereits auf 5.400 Dollar angehoben. Solange der Dollar als geopolitische Waffe eingesetzt wird und die Staatsschulden weiter explodieren, dürfte diese Rally noch lange nicht am Ende sein.
"Die Katze ist aus dem Sack. Einer der Hauptgründe, warum seit Monaten Gold gehortet wird, ist die stetige Erosion der Haushaltsdisziplin in den Vereinigten Staaten."
Für deutsche Anleger, die sich angesichts der eigenen Schuldenpolitik – man denke nur an das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung – Sorgen um ihre Kaufkraft machen, bieten physische Edelmetalle eine bewährte Möglichkeit zur Vermögenssicherung. In Zeiten, in denen Politiker aller Couleur die Notenpresse als Allheilmittel betrachten, erweist sich Gold einmal mehr als das, was es seit Jahrtausenden ist: der ultimative Schutz vor staatlicher Geldvernichtung.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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