
Größenwahn im Kanzleramt: 1,3 Millionen Euro pro Arbeitsplatz – ein Schlag ins Gesicht der Steuerzahler
Während die deutsche Wirtschaft ächzt und Bürger unter der Rekordinflation leiden, leistet sich die Bundesregierung einen architektonischen Größenwahn der Extraklasse. Die geplante Erweiterung des Bundeskanzleramts verschlingt schwindelerregende 777 Millionen Euro – und das ist erst der Anfang. Mit einem "Risikoaufschlag" von weiteren 140 Millionen Euro könnte die Rechnung am Ende bei fast einer Milliarde Euro landen. Pro geschaffenem Arbeitsplatz bedeutet das unfassbare 1,3 Millionen Euro an Steuergeldern.
Ein Denkmal der Verschwendung
Was sich hier abspielt, spottet jeder Beschreibung. In Zeiten, in denen Rentner Pfandflaschen sammeln müssen und Familien jeden Cent zweimal umdrehen, gönnt sich die politische Elite einen Prachtbau, der seinesgleichen sucht. Der Steuerzahlerbund bezeichnet die Kosten zu Recht als "rekordverdächtig" – ein Euphemismus für das, was man eigentlich als skandalöse Verschwendung bezeichnen müsste.
Die Begründung des Kanzleramts für diesen Wahnsinn? Man brauche bis zu 400 weitere Büroräume, weil die Mitarbeiterzahl gestiegen sei. Zusätzliche Aufgaben in der Außen-, Finanz-, Gesundheits- und Energiepolitik erforderten mehr Personal. Doch hier offenbart sich das eigentliche Problem: Der Staatsapparat wuchert wie ein Krebsgeschwür, während die Leistungen für die Bürger stetig abnehmen.
Der Moloch wächst und wächst
Reiner Holznagel vom Steuerzahlerbund bringt es auf den Punkt: Die Bundesministerien "saugen sich mit immer mehr Personal voll". Trotz angespannter Haushaltslage explodieren die Personal- und Verwaltungskosten. Es ist, als würde ein Übergewichtiger seine Hose aufschneiden, statt abzunehmen – nur dass hier der Steuerzahler die neue Garderobe bezahlen muss.
Besonders pikant: Viele der Beschäftigten arbeiten derzeit in angemieteten Räumlichkeiten. Statt diese effizienter zu nutzen oder die Verwaltung zu verschlanken, baut man lieber einen neuen Palast. Der Bundesrechnungshof kritisierte bereits 2023, dass Möglichkeiten zur Büroflächenoptimierung nicht genutzt würden und die Planung überdimensioniert sei. Doch solche Mahnungen verhallen ungehört in den Fluren der Macht.
Die wahren Kosten der Bürokratie
Was könnte man mit 777 Millionen Euro nicht alles Sinnvolles anfangen? Man könnte marode Schulen sanieren, in denen unsere Kinder bei Regen Eimer aufstellen müssen. Man könnte die Infrastruktur modernisieren, die in vielen Teilen Deutschlands einem Entwicklungsland gleicht. Man könnte die Bundeswehr ausrüsten, die kaum noch einsatzfähig ist. Stattdessen investiert man in einen Verwaltungspalast, der die Ineffizienz nur weiter zementiert.
Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Doch was sind solche Versprechen wert, wenn gleichzeitig Milliarden für Prestigeprojekte verpulvert werden? Das geplante 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur wird die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten. Und trotzdem findet man Geld für einen Kanzleramts-Palast.
Ein Symbol des abgehobenen Politikbetriebs
Die Erweiterung des Kanzleramts steht symbolisch für alles, was in der deutschen Politik schiefläuft. Während die Kriminalität auf Rekordniveau steigt und die Bürger sich in ihrem eigenen Land nicht mehr sicher fühlen, verschanzt sich die politische Elite hinter immer höheren Mauern. Während das Bürgergeld auf 47 Milliarden Euro im Jahr 2024 angestiegen ist, gönnt man sich selbst jeden Luxus.
Holznagels Vorschlag, wenigstens die noch bestehenden Dienststellen in Bonn zu schließen und nach Berlin zu verlegen, klingt da fast schon naiv. Als ob diese Regierung jemals freiwillig auf irgendetwas verzichten würde! Die politische Klasse hat sich längst von den Sorgen und Nöten der normalen Bürger entfremdet.
Zeit für echte Reformen
Was Deutschland braucht, ist keine Erweiterung des Kanzleramts, sondern eine radikale Verschlankung des Staatsapparats. Statt immer mehr Bürokraten zu beschäftigen, sollte man sich auf die Kernaufgaben des Staates konzentrieren: Sicherheit, Bildung, Infrastruktur. Alles andere ist Luxus, den wir uns in der aktuellen Lage nicht leisten können.
Die 777 Millionen Euro für das Kanzleramt sind nur die Spitze des Eisbergs. Sie zeigen exemplarisch, wie sorglos die Politik mit dem Geld der Bürger umgeht. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit wäre es ein Zeichen von Verantwortung gewesen, auf dieses Prestigeprojekt zu verzichten. Stattdessen demonstriert man einmal mehr, dass die Interessen der politischen Klasse wichtiger sind als die der Steuerzahler.
Es ist höchste Zeit, dass die Bürger diesem Treiben ein Ende setzen. Bei den nächsten Wahlen haben sie die Chance, denjenigen eine Quittung auszustellen, die ihr sauer verdientes Geld für solche Luftschlösser verschwenden. Denn eines ist sicher: Mit jedem weiteren Skandal dieser Art wächst der Unmut in der Bevölkerung. Und das ist auch gut so.