
Grüne fordern WM-Boykott: Wenn Fußball zur politischen Waffe wird

Die Debatte um die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA nimmt zunehmend absurde Züge an. Während sich Millionen deutscher Fans auf das sportliche Großereignis freuen, wittern ausgerechnet die Grünen eine Gelegenheit, ihre politische Agenda gegen US-Präsident Donald Trump voranzutreiben. Der grüne Menschenrechtspolitiker Boris Mijatovic fordert nun allen Ernstes, dass die Bundesregierung einen Boykott der WM durch deutsche Regierungsvertreter in Erwägung ziehen solle.
Panikmache statt Sachlichkeit
Die Begründung für diese weitreichende Forderung klingt zunächst besorgniserregend: Verschärfte Visa- und Einreisebestimmungen sowie ein angeblich hartes Vorgehen amerikanischer Sicherheitsbehörden würden deutsche Fans gefährden. Mijatovic verlangt von der Bundesregierung eine "belastbare Strategie zum Schutz deutscher Fans und Funktionäre" – als handele es sich bei den Vereinigten Staaten um ein Krisengebiet und nicht um einen langjährigen Verbündeten.
Besonders pikant erscheint dabei der Zeitpunkt dieser Forderung. Die Grünen, die nach dem Zerbrechen der Ampel-Koalition im November 2024 nicht mehr an der Regierung beteiligt sind, versuchen offenbar, aus der Opposition heraus außenpolitische Akzente zu setzen. Dass sie dabei ausgerechnet den Sport instrumentalisieren wollen, spricht Bände über ihr Verständnis von politischer Verhältnismäßigkeit.
Linke schüren zusätzlich Ängste
Unterstützung erhält Mijatovic ausgerechnet von der Linken. Fraktionschef Sören Pellmann erklärt, er könne nicht "ruhigen Gewissens sagen, dass eine Reise sicher ist". Seine Argumentation stützt sich auf Berichte über angebliche Abschiebungen von US-Staatsbürgern durch die Einwanderungsbehörde. "Ein Pass bietet keinen Schutz", warnt Pellmann düster und schürt damit Ängste, die bei nüchterner Betrachtung kaum gerechtfertigt erscheinen.
"Diese Beamten schauen und prüfen nicht zuverlässig, wen sie verhaften und mitunter monatelang in Abschiebegefängnissen verwahren."
Solche Aussagen mögen in bestimmten politischen Kreisen Applaus ernten, doch sie verkennen die Realität: Millionen von Touristen reisen jährlich problemlos in die USA ein und wieder aus. Deutsche Staatsbürger mit gültigen Reisedokumenten haben bei Einhaltung der Einreisebestimmungen nichts zu befürchten.
Union und SPD zeigen Vernunft
Erfreulicherweise bewahren die Regierungsparteien einen kühlen Kopf. Der sportpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer, stellt unmissverständlich klar: "Ein Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer würde sicherlich nicht zu einer grundlegenden Änderung dieser Politik führen." Diese nüchterne Einschätzung verdient Anerkennung, denn sie stellt die Interessen der Fans und Sportler über parteipolitisches Kalkül.
Mayer bringt es auf den Punkt: Ein solcher Schritt würde vor allem die Fußballer und Millionen Fans treffen, die diesem sportlichen Großereignis entgegenfiebern. Die Politik verfüge über zahlreiche geeignete Instrumente, um das Verhalten der US-Regierung zu kritisieren – ein WM-Boykott gehöre zweifellos nicht dazu.
Sport als Geisel der Politik?
Was die Grünen hier betreiben, ist nichts anderes als der Versuch, den Sport für ihre politischen Zwecke zu instrumentalisieren. Statt konstruktive Lösungen anzubieten, setzen sie auf Konfrontation und Panikmache. Dabei vergessen sie offenbar, dass internationale Sportveranstaltungen traditionell Brücken zwischen Nationen bauen sollen – nicht neue Gräben aufreißen.
Die Forderung nach einem politischen Boykott erinnert fatal an vergangene Zeiten, als Olympische Spiele und Weltmeisterschaften regelmäßig zum Spielball geopolitischer Interessen wurden. Dass ausgerechnet jene Partei, die sich sonst so gerne als Hüterin internationaler Verständigung inszeniert, nun zu solchen Mitteln greifen will, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.
Fazit: Vernunft muss siegen
Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz täte gut daran, die Forderungen der Grünen als das zu behandeln, was sie sind: politisches Säbelrasseln ohne substanzielle Grundlage. Deutsche Fans verdienen sachliche Reisehinweise und konsularische Unterstützung – keine ideologisch motivierte Panikmache, die ihnen die Freude an einem sportlichen Großereignis verderben soll.

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