
Halbmonde über Frankfurt: Wenn der Aschermittwoch zum Ramadan-Fest wird

Es ist ein Bild, das symbolischer kaum sein könnte: Ausgerechnet am Aschermittwoch, jenem Tag, an dem Christen seit Jahrhunderten in die Fastenzeit eintreten, erstrahlt Frankfurts Innenstadt im Glanz von Halbmonden, Sternen und dem Schriftzug „Happy Ramadan". Zum dritten Mal in Folge verwandelt sich das Herz der Mainmetropole in eine Kulisse, die man eher in Kairo oder Istanbul vermuten würde als in einer der traditionsreichsten Städte Deutschlands.
75.000 Euro für leuchtende Halbmonde – aus der Stadtkasse
Was 2024 als bundesweites Novum begann, hat sich mittlerweile zur festen Institution gemausert. Damals beschloss die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung mit den Stimmen von Grünen, SPD, FDP und der Kleinpartei Volt die Anschaffung der Ramadan-Beleuchtung. Kostenpunkt: 75.000 Euro allein für die Leuchtmittel, das Gesamtbudget belief sich auf stolze 100.000 Euro. Geld, das der Steuerzahler aufbringen darf – für sogenannte Fanoos-Laternen und glitzernde Halbmonde über der Zeil.
Man fragt sich unwillkürlich: Wann hat Frankfurt zuletzt eine vergleichbare Summe in die Hand genommen, um die christliche Fastenzeit gebührend zu würdigen? Die Antwort dürfte ernüchternd ausfallen. Doch solche Fragen scheinen in den Amtsstuben der Mainmetropole niemanden sonderlich zu beschäftigen.
Grüne Bürgermeisterin deutet Ramadan-Lichter als Zeichen gegen Antisemitismus
Besonders bemerkenswert sind die Begründungen, mit denen die Stadtspitze das Projekt verteidigt. Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg von den Grünen erklärte, die Beleuchtung zeige, dass muslimisches Leben ein „selbstverständlicher Teil" Frankfurts sei. In Zeiten „antidemokratischer Tendenzen und zunehmenden Populismus" seien die Lichter ein Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhalts. Bereits vor zwei Jahren hatte dieselbe Politikerin die Ramadan-Beleuchtung sogar als Zeichen gegen Antisemitismus interpretiert – eine argumentative Volte, die selbst wohlwollende Beobachter ratlos zurückließ.
Denn wie genau leuchtende Halbmonde über einer deutschen Innenstadt den Antisemitismus bekämpfen sollen, bleibt das Geheimnis der grünen Dezernentin. Angesichts der Tatsache, dass antisemitische Übergriffe in Deutschland zuletzt massiv zugenommen haben – und zwar keineswegs nur aus dem rechten Spektrum –, wirkt diese Deutung geradezu grotesk.
CDU, Linke und AfD stimmten dagegen
Immerhin: Nicht alle politischen Kräfte in Frankfurt tragen dieses Schauspiel mit. Die CDU stimmte im Stadtrat gemeinsam mit Linken und AfD gegen das Projekt. Eine bemerkenswerte Allianz, die zeigt, dass die Kritik an der schleichenden Transformation des öffentlichen Raumes quer durch das politische Spektrum reicht. Doch die Mehrheitsverhältnisse sprachen eine andere Sprache – und so leuchten die Halbmonde nun zum dritten Mal.
Ein Symptom für ein tieferliegendes Problem
Was in Frankfurt geschieht, ist mehr als eine kommunalpolitische Kuriosität. Es ist ein Symptom für einen grundlegenden Wandel, der sich in vielen deutschen Großstädten vollzieht. Während christliche Traditionen zunehmend aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden – man denke nur an die alljährlichen Debatten um Weihnachtsmärkte, die plötzlich „Wintermärkte" heißen sollen –, wird islamischen Feiertagen mit staatlich finanzierter Illumination gehuldigt.
Die Befürworter sprechen von Toleranz und Vielfalt. Doch echte Toleranz würde bedeuten, alle religiösen Traditionen gleichermaßen zu respektieren – und nicht die eine auf Kosten der anderen zu erhöhen. Wer den Aschermittwoch mit Ramadan-Beleuchtung feiert, sendet eine unmissverständliche Botschaft. Ob diese Botschaft tatsächlich dem Zusammenhalt dient, darf bezweifelt werden. Viele Bürger empfinden sie eher als Provokation – und als weiteren Beleg dafür, dass die politische Klasse die Sorgen und Werte der einheimischen Bevölkerung längst aus den Augen verloren hat.
Deutschland braucht Politiker, die das kulturelle Erbe dieses Landes bewahren, statt es scheibchenweise preiszugeben. Dass ausgerechnet eine grüne Diversitätsdezernentin darüber entscheidet, welche religiösen Symbole die Frankfurter Innenstadt schmücken, sagt mehr über den Zustand unserer Republik als tausend Sonntagsreden über den „gesellschaftlichen Zusammenhalt".
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