
Hamburger Messerattacke: Psychisch kranke Täterin wird dauerhaft in Psychiatrie eingewiesen

Acht Monate nach dem blutigen Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof hat das Landgericht Hamburg sein Urteil gesprochen. Die 40-jährige Täterin, die im Mai vergangenen Jahres wahllos auf Reisende einstach, wird dauerhaft in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Ein Urteil, das einmal mehr die Frage aufwirft, wie es um die öffentliche Sicherheit in Deutschland bestellt ist.
21-facher versuchter Totschlag – und dennoch keine Strafe
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Frau am 23. Mai auf einem Bahnsteig des Hauptbahnhofs völlig unvermittelt auf ahnungslose Passanten losging. Während sechs Personen dem Angriff noch ausweichen konnten, erlitten 15 Menschen zum Teil erhebliche Schnitt- und Stichverletzungen. Rechtlich wurde die Tat als versuchter Totschlag in 21 Fällen gewertet, davon in 15 Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.
Besonders erschütternd: Drei Frauen im Alter von 24, 52 und 85 Jahren sowie ein 24-jähriger Mann wurden lebensgefährlich verletzt. Eine der Frauen musste notoperiert und in ein künstliches Koma versetzt werden. Szenen wie aus einem Albtraum – mitten in einer deutschen Großstadt, mitten am Tag.
Paranoide Schizophrenie als Grund für Schuldunfähigkeit
Das Gericht stellte fest, dass die Angeklagte zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war. Sie leide an einer schweren paranoiden Schizophrenie, die mit massiven Realitätsverkennungen einhergehe. Die Frau höre Stimmen, so die Gutachter. Aufgrund ihrer psychischen Erkrankung stelle sie eine dauerhafte Gefahr für die Allgemeinheit dar.
Nach der Tat war die Frau zunächst nur vorläufig in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden. Nun folgt die dauerhafte Einweisung. Eine Strafe im klassischen Sinne wird sie nicht verbüßen – das deutsche Rechtssystem sieht bei Schuldunfähigkeit keine Bestrafung vor.
Ein Symptom für ein größeres Problem?
Dieser Fall reiht sich ein in eine beunruhigende Serie von Gewaltverbrechen, die Deutschland in den vergangenen Jahren erschüttert haben. Messerangriffe an öffentlichen Orten, in Zügen, auf Bahnhöfen – sie sind längst keine Einzelfälle mehr. Die Bürger fragen sich zu Recht: Wie sicher sind wir noch in unserem eigenen Land?
Die Kriminalitätsstatistiken sprechen eine deutliche Sprache. Die Gewalt nimmt zu, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung schwindet. Und während die Politik über Gendersprache und Klimaneutralität debattiert, werden die grundlegenden Aufgaben des Staates – der Schutz seiner Bürger – sträflich vernachlässigt.
Es ist höchste Zeit, dass die Verantwortlichen in Berlin aufwachen. Die Menschen in diesem Land haben ein Recht darauf, ohne Angst einen Bahnhof betreten zu können. Sie haben ein Recht auf einen Staat, der sie schützt. Und sie haben ein Recht auf eine Politik, die ihre Sorgen ernst nimmt – statt sie als populistisch abzutun. Diese Meinung teilt nicht nur unsere Redaktion, sondern ein Großteil der deutschen Bevölkerung, der sich von der aktuellen Sicherheitspolitik im Stich gelassen fühlt.

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