
Handelsabkommen zwischen USA und Taiwan kurz vor Abschluss: TSMC plant Mega-Investitionen in Arizona

Die Trump-Administration steht offenbar kurz vor einem bedeutenden handelspolitischen Erfolg. Nach intensiven Verhandlungen befinden sich die Vereinigten Staaten und Taiwan in der Endphase eines Handelsabkommens, das weitreichende Konsequenzen für die globale Chipindustrie haben könnte. Die Zölle auf taiwanesische Exporte sollen demnach von 20 auf 15 Prozent gesenkt werden – ein Schritt, der Taiwan auf das gleiche Niveau wie Japan und Südkorea bringen würde.
TSMC verdoppelt Präsenz in den USA
Im Gegenzug für die Zollsenkungen verpflichtet sich der taiwanesische Halbleiterriese TSMC zu massiven Investitionen auf amerikanischem Boden. Fünf neue Chipfabriken sollen in Arizona entstehen, was die Fertigungskapazitäten des Unternehmens in dem Bundesstaat nahezu verdoppeln würde. Hinzu kommen zwei hochmoderne Verpackungsanlagen für die Halbleiterproduktion.
Diese Zusagen ergänzen bereits bestehende Investitionspläne von bis zu 165 Milliarden Dollar. Da der Bau einer einzigen Chipfabrik in den USA mittlerweile rund 20 Milliarden Dollar verschlingt, dürften die zusätzlichen Investitionen die Marke von 100 Milliarden Dollar deutlich überschreiten. Die Fertigstellung der vier zusätzlichen Fabriken wird für die 2030er Jahre erwartet.
Taipeh drängt auf schnellen Abschluss
Das Büro für Handelsverhandlungen in Taipeh bestätigte, dass beide Seiten einen „breiten Konsens" erzielt hätten. Nun stehen abschließende Gespräche an, bevor das Abkommen dem Parlament zur Prüfung vorgelegt werden kann. Taiwan hat dabei offensichtlich ein besonderes Interesse an einem zügigen Abschluss – und zwar noch vor dem geplanten Treffen zwischen Präsident Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping, das für April erwartet wird.
Peking beobachtet mit Argwohn
Jedes Abkommen mit Taipeh birgt das Risiko, China zu provozieren. Die Volksrepublik betrachtet Taiwan bekanntlich als abtrünnige Provinz – eine Sichtweise, die Taipeh entschieden zurückweist. Die geopolitischen Spannungen in der Region haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verschärft, und TSMC ist dabei zum strategischen Dreh- und Angelpunkt geworden.
Handelsminister Howard Lutnick hatte bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass die Administration erhebliche zusätzliche Investitionen von TSMC in die amerikanische Chipproduktion erwartet. Diese Forderung fügt sich nahtlos in Trumps Strategie ein, kritische Lieferketten zurück auf amerikanischen Boden zu holen und die Abhängigkeit von asiatischen Produzenten zu reduzieren.
Rechtliche Unsicherheiten bleiben
Allerdings schwebt über dem gesamten Vorhaben ein Damoklesschwert: Der Oberste Gerichtshof der USA könnte bereits in Kürze über die Rechtmäßigkeit von Trumps Zollpolitik entscheiden. Ein negatives Urteil würde die Verhandlungen zumindest verzögern, wenn nicht gar obsolet machen. Die juristische Unsicherheit zeigt einmal mehr, wie fragil selbst weitreichende handelspolitische Vereinbarungen in der aktuellen politischen Landschaft sein können.
Für die deutsche Wirtschaft sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Während die USA aktiv um strategische Industrien werben und milliardenschwere Investitionen an Land ziehen, verliert der Standort Deutschland zunehmend an Attraktivität. Die Frage, ob Europa in der globalen Chipproduktion überhaupt noch eine Rolle spielen wird, bleibt unbeantwortet.
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