Telefonisch Mo–Fr 8–20 Uhr erreichbar
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
16.09.2026
05:31 Uhr
KI-generiert

Haseloff gegen Merz: „Kein mentaler Bezug“ zum Osten!

Haseloff gegen Merz: „Kein mentaler Bezug“ zum Osten!
Symbolbild: KI-generiert

Zwei Wochen nach dem Wahldebakel der CDU in Sachsen-Anhalt holt der langjährige Ministerpräsident Reiner Haseloff zum Schlag aus – und zwar in Richtung Berlin. In der ARD-Sendung „Maischberger“ machte der CDU-Politiker deutlich, dass aus seiner Sicht vor allem eine Person das Kreuz vieler Wähler bei der AfD mitverantwortet habe: Bundeskanzler Friedrich Merz.

Ein Ergebnis, das es so noch nie gab

Die Zahlen des 6. September 2026 sind für die Union brutal. Nach dem vorläufigen Endergebnis kam die AfD auf 43,8 Prozent – der höchste Wert, den eine Partei in Sachsen-Anhalt seit 1990 erreicht hat. Die CDU stürzte auf 17,2 Prozent ab, ein Verlust von fast 20 Punkten, und verlor Medienberichten zufolge sämtliche Direktmandate.

Die AfD verfehlte die absolute Mehrheit der 83 Sitze nur knapp und hält 39 Mandate. Das BSW zog mit 5,3 Prozent erstmals in den Magdeburger Landtag ein, die FDP flog heraus. Die Wahlbeteiligung kletterte auf einen Rekordwert von 77,8 Prozent – Politikverdruss war das offenkundig nicht.

„Wir waren nicht das Thema“

15 Jahre lang regierte Haseloff das Land, im Januar 2026 übergab er das Amt an Sven Schulze. Kaum neun Monate später war die Mehrheit weg. Haseloff glaubt nicht, dass er selbst als Spitzenkandidat etwas hätte drehen können: „Denn wir waren nicht das Thema.“

Der Kanzler kenne den Osten durchaus, so Haseloff, habe aber „noch keinen ausreichenden mentalen Bezug zu den Menschen gefunden und zu ihren Nöten“. Themen wie die Rente müsse man regional viel differenzierter betrachten – Markus Söder habe mit der Mütterrente schließlich auch ein bayerisches Anliegen bedient.

Aus Sicht unserer Redaktion ist das mehr als eine Stilkritik. Es ist das Eingeständnis, dass eine Regierungspartei in einem ostdeutschen Flächenland die Lebensrealität ihrer Wähler nicht mehr trifft – während in Berlin Sondervermögen in Hunderte-Milliarden-Höhe beschlossen werden und Bürger jeden Monat an der Supermarktkasse rechnen.

Wer wird Ministerpräsident? Das große Rätsel von Magdeburg

Bis ein neuer Regierungschef mit Mehrheit gewählt ist, bleibe Schulze im Amt, erklärte Haseloff – so wolle es die Verfassung, „und das ist gut so“. Dass ein CDU-Abgeordneter dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zur Mehrheit verhelfen könnte, hält er für ausgeschlossen: „Warum sollte er das tun? Dann kann er aus der CDU austreten.“

Auch das BSW will die Rolle des Mehrheitsbeschaffers nicht übernehmen. Parteigründerin Sahra Wagenknecht wehrte sich in derselben Sendung scharf gegen entsprechende Vorhaltungen von SPD-Umweltminister Carsten Schneider:

„Diese Arroganz – ich kann sie nicht mehr ertragen.“

Nicht ihre Partei sei für den Aufstieg der AfD verantwortlich, sondern eine aus dem Ruder gelaufene Migrationspolitik, hohe Sprit- und Lebensmittelpreise sowie eine verfehlte Gesundheits- und Rentenpolitik: „Sie machen den Menschen das Leben unbezahlbar.“ Wagenknecht brachte erneut einen überparteilichen Ministerpräsidenten ins Spiel – Namen nannte sie nicht.

Demut statt Selbstüberschätzung

Haseloff selbst wurde grundsätzlich: Deutschland müsse demütiger werden, es sei „ein ganz kleines Land“ und im globalen Geschehen „sehr unbedeutend“. Ein bemerkenswerter Satz aus dem Mund eines Christdemokraten – und eine Einladung, endlich wieder über das Machbare zu reden statt über das Wünschbare.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt eine journalistische Einordnung auf Basis der uns vorliegenden Informationen dar und ist weder Rechts- noch Anlageberatung.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen