
Indonesien wendet sich China zu – und will Europa technologisch überholen

Während sich die Europäische Union in bürokratischen Regulierungsspiralen und ideologisch aufgeladenen Klimadebatten verliert, schmieden andere Nationen längst handfeste Allianzen für die Zukunft. Indonesien, die größte Volkswirtschaft Südostasiens, hat nun unmissverständlich klargemacht, wohin die Reise geht: nicht nach Brüssel, sondern nach Peking. Das Ziel? Technologien entwickeln, die „besser als der EU-Standard" sein sollen. Eine Ansage, die in europäischen Hauptstädten für Unbehagen sorgen dürfte.
Staatsfonds Danantara setzt auf chinesische Spitzentechnologie
Der indonesische Staatsfonds Danantara, der als Investitionsarm der Regierung nationale Wirtschaftsinteressen bündelt und optimiert, hat drei strategische Schwerpunkte für die Zusammenarbeit mit chinesischen Konzernen identifiziert: die Umwandlung von Abfall in Energie, intelligente Stromnetze sowie den Aufbau moderner Rechenzentren. China sei in diesen Bereichen weltweit führend, erklärte Stefanus Ade Hadiwidjaja, ein Geschäftsführer von Danantara Indonesia, auf einer Konferenz der South China Morning Post in Jakarta.
Die Worte des Managers lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Man habe bereits „sehr gute Gespräche" mit chinesischen Wirtschaftsvertretern geführt, die sich um Abfallwirtschaft, erneuerbare Energien und das Batterie-Ökosystem kümmerten. Zahlreiche potenzielle Projekte seien bereits ausgetauscht worden. Eine Einladung nach China liege vor. Man wolle den „richtigen Ansatz für Wissens- und Technologietransfer" entwickeln – eine Win-win-Partnerschaft zwischen chinesischen und indonesischen Unternehmen.
Europa verliert den Anschluss – und merkt es nicht einmal
Was hier geschieht, ist mehr als eine bilaterale Wirtschaftskooperation. Es ist ein tektonischer Verschiebungsprozess in der globalen Machtarchitektur. Während Deutschland ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur beschließt, das künftige Generationen mit Schulden belastet, und sich in endlosen Debatten über Gendersprache und Klimaneutralität bis 2045 ergeht, positioniert sich China als unverzichtbarer Technologiepartner für aufstrebende Volkswirtschaften. Die Ironie könnte kaum größer sein: Indonesien will mit chinesischer Hilfe Umweltprobleme lösen und Emissionen senken – und dabei europäische Standards übertreffen.
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar 2026 hatte Danantaras Investmentchef Pandu Patria Sjahrir die Rolle des Fonds als Quelle sogenannten „geduldigen Kapitals" bekräftigt – langfristig orientierter Investitionen, die strategische Sektoren durch globale Partnerschaften stärken sollen. Ein Konzept, das in der kurzatmigen europäischen Politik kaum Entsprechung findet.
Die ASEAN-Region als neues Gravitationszentrum
Die Diskussion auf der Konferenz in Jakarta machte eines überdeutlich: Die Staaten der ASEAN-Gemeinschaft suchen aktiv nach Partnern, die liefern – nicht nach solchen, die belehren. Chinas Rolle als Wachstumstreiber in der Region wird dabei immer dominanter. Für Europa, das sich unter dem Druck amerikanischer Zollpolitik – Donald Trump hat bekanntlich 20 Prozent Zölle auf EU-Importe verhängt – ohnehin in einer wirtschaftlich prekären Lage befindet, ist dies ein weiteres Alarmsignal.
Die Frage, die sich deutsche und europäische Entscheidungsträger stellen müssen, ist unbequem, aber unausweichlich: Wie lange kann man es sich noch leisten, ideologische Selbstgefälligkeit über wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stellen? Indonesien hat seine Antwort bereits gegeben. Sie lautet nicht Brüssel. Sie lautet Peking.
Für Anleger, die angesichts dieser geopolitischen Verwerfungen nach Stabilität suchen, bleibt physisches Gold und Silber eine bewährte Säule der Vermögenssicherung. Edelmetalle kennen keine Zollschranken, keine politischen Launen und keine Abhängigkeit von einzelnen Handelspartnern – sie sind seit Jahrtausenden der ultimative Wertspeicher.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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