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Kettner Edelmetalle
17.08.2026
05:42 Uhr
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Iran-Krieg ohne Ende: Not an Bord des US-Flugzeugträgers Lincoln

Iran-Krieg ohne Ende: Not an Bord des US-Flugzeugträgers Lincoln
Symbolbild: KI-generiert

Der Oberkommandierende des US-Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, hat am Sonntag psychische Belastungen an Bord des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln eingeräumt. Sein Statement folgte auf Berichte, dass Matrosen während des monatelangen Einsatzes im Nahen Osten über Bord gegangen seien. Der Krieg der USA gegen den Iran läuft inzwischen im fünften Monat — ein Ende ist nicht in Sicht.

Ein Admiral relativiert — und gibt doch ein Problem zu

Cooper, der die US-Streitkräfte in diesem Krieg führt, besuchte das Schiff am Samstag. Auf der Plattform X erklärte er anschließend, die Lincoln habe unter den elf aktiven US-Trägern eine der niedrigsten Zahlen an Fällen mit Bezug zur psychischen Gesundheit.

"Das bedeutet nicht, dass alles perfekt ist."

Wer irgendeinen der fast vier Millionen Navy-Veteranen in Amerika frage, werde hören, dass ein langer Dienst auf See nicht für jeden gemacht sei, fügte Cooper hinzu. Den Besuch nannte er "ehrfurchtgebietend"; die Besatzung habe psychische Gesundheit und Belastbarkeit zur Führungsaufgabe gemacht.

Über 250 Tage auf See — Rekord seit Vietnam

Die Zahlen erklären, warum die Nerven blank liegen. Der Träger verließ seinen Heimathafen San Diego im November und ist seit mehr als 250 Tagen im Einsatz, wie US-Medien unter Berufung auf Offizielle berichten. Mehr als 5.000 Soldaten sind an Bord.

Über 200 Tage soll das Schiff keinen Hafen angelaufen haben — laut einem demokratischen Senator ein moderner Rekord bei aufeinanderfolgenden Tagen auf See. Der bisherige Bestwert seit dem Vietnamkrieg stammt aus diesem Jahr: 326 Tage der USS Gerald R. Ford.

Medienberichten zufolge unterbrachen iranische Angriffe früh im Krieg die Versorgungskette über Bahrain. Matrosen schilderten Rationierungen und monatelang kaum frische Lebensmittel. Die Navy Times und Stars and Stripes berichteten von mehreren versuchten Sprüngen über Bord; ein Vorfall am 3. August endete mit einer Rettung per Helikopter.

Trump: "Nicht annähernd lang genug"

Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth spielen die Berichte herunter. Gefragt, ob der Einsatz zu lange dauere, antwortete Trump: "Nein, nein, nein" — und ergänzte, er sei "nicht annähernd lang genug". Hegseth sprach von einer "völlig falschen Darstellung". Die USS George Washington ist Berichten zufolge unterwegs, um die Lincoln zu ersetzen.

Aus dem Kongress kommt scharfe Kritik. Senatorin Kirsten Gillibrand forderte Anhörungen und Konsequenzen für die berichteten Zustände in einem Krieg, der aus ihrer Sicht ohne Rechtfertigung, ohne Strategie und ohne erkennbares Ende begonnen worden sei.

Was das für Europa bedeutet

Für deutsche Leser ist das mehr als eine ferne Militärgeschichte. Ein US-Träger, der die Blockade iranischer Häfen mitträgt, sichert eine Region, durch die ein erheblicher Teil des Welthandels mit Energie fließt. Berichten zufolge kostete der Krieg die USA bereits fast 100 Milliarden Dollar.

Jeder Monat Eskalation am Golf verteuert Energie, Fracht und damit am Ende die Rechnungen deutscher Haushalte und Betriebe — während die Bundesregierung ihre Prioritäten anderswo setzt. Gerade in solchen Phasen zeigt sich, warum viele Anleger physische Edelmetalle als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen schätzen: Gold und Silber kennen keine Lieferkette, die ein Raketenangriff kappen kann.

Hinweis: Dieser Beitrag ist journalistische Information und keine Anlageberatung. Er stellt unsere Einordnung auf Basis der uns vorliegenden Informationen dar. Jeder Leser trifft Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich selbst umfassend informieren.

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