
IWF schlägt Alarm: Handelskriege und KI-Blase bedrohen die Weltwirtschaft

Die jüngste Prognose des Internationalen Währungsfonds klingt auf den ersten Blick beruhigend – doch wer genauer hinschaut, erkennt die düsteren Wolken am Horizont. Mit einem erwarteten globalen Wachstum von 3,3 Prozent für das laufende Jahr und 3,2 Prozent für 2026 zeichnen die Washingtoner Experten ein Bild scheinbarer Stabilität. Doch hinter den Zahlen verbirgt sich eine Warnung, die es in sich hat.
Eine Prognose auf tönernen Füßen
Was der IWF in seinem aktualisierten World Economic Outlook verschweigt, ist mindestens so interessant wie das, was er preisgibt. Die Berechnungen basieren auf dem Zustand Ende Dezember – also bevor US-Präsident Donald Trump seine jüngste Zollkeule schwang. Die angekündigten zusätzlichen zehn Prozent Strafzölle auf acht europäische Länder, die zu den bereits bestehenden 15 Prozent hinzukommen sollen, finden in der Analyse schlicht keine Berücksichtigung. Ein bemerkenswertes Versäumnis, wenn man bedenkt, dass Europa bereits Gegenzölle im Umfang von 93 Milliarden Euro vorbereitet.
Die IWF-Experten scheinen dem fragilen Handelsfrieden selbst nicht über den Weg zu trauen. Immer wieder betonen sie die „Risiken für die Aussichten der Weltwirtschaft". Die Handelsspannungen könnten jederzeit wieder aufflammen, die Unsicherheit verlängern und die wirtschaftliche Aktivität erheblich belasten. Geopolitische Spannungen drohen neue Verwerfungen an den Finanzmärkten, in den Lieferketten und bei den Rohstoffpreisen auszulösen.
Der KI-Boom als zweischneidiges Schwert
Dass sich die Weltwirtschaft bisher überhaupt robust entwickelt, verdankt sie einem einzigen Faktor: den massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz. Der Technologiesektor gleicht die negativen Auswirkungen der Handelskonflikte aus – noch. Doch genau hier lauert das zweite Großrisiko, vor dem der Währungsfonds eindringlich warnt: das Platzen einer möglichen KI-Blase.
Sollten sich die hochfliegenden Erwartungen an KI-getriebene Produktivitätssteigerungen als übertrieben erweisen, droht ein Dominoeffekt. Ein starker Rückgang der Realinvestitionen im Hightech-Sektor, eine langanhaltende Korrektur der Aktienmärkte und letztlich eine Belastung für die gesamte Weltwirtschaft wären die Folge. Die Auswirkungen würden sich über Handelsströme auf exportorientierte Volkswirtschaften ausbreiten – und könnten sogar eine Finanzkrise auslösen.
Deutschland: Vom Schlusslicht zum Mittelmaß
Für die Bundesrepublik prognostiziert der IWF ein Wachstum von mageren 1,1 Prozent in diesem Jahr – immerhin 0,2 Prozentpunkte mehr als noch im Herbst vorausgesagt. Der Grund für diese leichte Aufwärtskorrektur liegt ausgerechnet in jenem Instrument, das künftige Generationen noch teuer zu stehen kommen wird: dem 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen für Infrastrukturinvestitionen.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz, die einst versprach, keine neuen Schulden zu machen, finanziert nun das ohnehin schwache Wachstum mit einem gigantischen Schuldenberg. Die Zeche werden unsere Kinder und Enkel zahlen – durch höhere Steuern und Abgaben, um die Zinslast zu bedienen. Dass Deutschland damit nicht mehr das absolute Schlusslicht unter den großen Industriestaaten ist, sondern Frankreich, Italien und Japan noch schwächer abschneiden, ist ein schwacher Trost.
Die USA zwischen Boom und Belastung
Für die amerikanische Wirtschaft erwartet der IWF ein Wachstum von 2,4 Prozent in diesem Jahr und zwei Prozent im kommenden Jahr. Steueranreize für Unternehmensinvestitionen und der niedrigere Leitzins stützen die Konjunktur. Doch auch hier nennt der Währungsfonds Handelsbarrieren und die restriktive Einwanderungspolitik als Belastungsfaktoren. Die Inflation werde sich bei zwei Prozent einpendeln – wobei sich die Zölle „allmählich bemerkbar" machten.
„Die Handelsspannungen könnten aufflammen, die Unsicherheit verlängern und die Wirtschaftstätigkeit stärker belasten."
Diese Warnung des IWF sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen. In einer Welt, in der politische Entscheidungen zunehmend unberechenbar werden und technologische Blasen jederzeit platzen können, erscheint physisches Gold als einer der wenigen sicheren Häfen. Während Aktien, Anleihen und selbst Immobilien den Launen der Märkte und der Politik ausgeliefert sind, hat das Edelmetall über Jahrtausende seinen Wert bewahrt. In Zeiten drohender Handelskriege und möglicher Finanzkrisen könnte eine Beimischung von physischen Edelmetallen zur Vermögenssicherung sinnvoller denn je sein.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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