
Junge Raser, alte Abbieger: Die erschreckende Wahrheit über Deutschlands Unfallstatistik
Das Statistische Bundesamt hat am Dienstag neue Zahlen veröffentlicht, die ein ernüchterndes Bild des deutschen Straßenverkehrs zeichnen. Die Unfallursachen variieren je nach Altersgruppe so drastisch, dass man meinen könnte, verschiedene Generationen würden auf völlig unterschiedlichen Straßen unterwegs sein. Während die einen mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Republik brettern, kämpfen andere offenbar mit den grundlegendsten Manövern des Autofahrens.
Die Jugend rast, die Älteren wenden falsch
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Autofahrern ab 65 Jahren wurde bei Unfällen mit Personenschaden am häufigsten vorgeworfen, sich beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie beim Ein- und Anfahren falsch verhalten zu haben. Satte 22 Prozent aller erfassten Fehlverhalten dieser Altersgruppe entfallen auf diese Kategorie. Hinzu kommt das Missachten von Vorfahrt oder Vorrang mit knapp 21 Prozent.
Bei den 18- bis 24-Jährigen hingegen dominieren ganz andere Sünden: Nicht angepasste Geschwindigkeit führt mit fast 20 Prozent die Liste an, dicht gefolgt von mangelndem Abstand. Man könnte fast meinen, die junge Generation verwechsle deutsche Landstraßen regelmäßig mit der Nordschleife des Nürburgrings.
Alkohol bei Jungen, körperliche Einschränkungen bei Älteren
Besonders aufschlussreich sind die Daten zur eingeschränkten Verkehrstüchtigkeit. Bei den jüngeren Fahrern zwischen 18 und 24 Jahren sowie in der mittleren Altersgruppe spielt Alkoholeinfluss eine deutlich größere Rolle als bei den Senioren. Während bei den Älteren nur ein Prozent der Unfälle auf Alkohol zurückzuführen ist, liegt dieser Wert bei den Jüngeren bei 3,5 Prozent und bei den 25- bis 64-Jährigen sogar bei 3,9 Prozent.
Dafür sind bei der Generation 65+ andere körperliche und geistige Einschränkungen mit 4,8 Prozent vergleichsweise häufig mitverantwortlich für Unfälle. Plötzliches Unwohlsein oder motorische Defizite können hier fatale Folgen haben.
Die bittere Bilanz: 1.165 Tote im Jahr 2024
Insgesamt verunglückten im vergangenen Jahr 176.400 Menschen mit dem Auto im Straßenverkehr. 1.165 von ihnen bezahlten mit ihrem Leben, weitere 18.800 wurden schwer verletzt. Besonders tragisch: Ältere Menschen erleiden im Durchschnitt deutlich schwerere Unfallfolgen. Während ihr Anteil an allen Verunglückten bei 12,7 Prozent liegt, steigt er bei den Schwerverletzten auf 20,4 Prozent und bei den Todesopfern auf erschreckende 37,3 Prozent.
Überraschend: Senioren seltener in Unfälle verwickelt
Was die Statistik ebenfalls offenbart: Gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil sind ältere Menschen seltener in Autounfälle verstrickt als jüngere. Nur 16 Prozent aller Unfallbeteiligten waren 65 Jahre oder älter, obwohl diese Altersgruppe 22,7 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Bei den 18- bis 24-Jährigen verhält es sich genau umgekehrt: Sie stellen 15 Prozent der Unfallbeteiligten, machen aber nur 7,2 Prozent der Bevölkerung aus.
Die Erklärung liegt auf der Hand: Senioren fahren schlicht weniger, da sie nicht mehr täglich zur Arbeit pendeln müssen. Doch wenn sie fahren und in einen Unfall verwickelt werden, tragen sie in mehr als zwei Dritteln der Fälle die Hauptschuld.
Diese Zahlen sollten uns alle zum Nachdenken anregen – über die Frage, ob regelmäßige Fahrtauglichkeitsprüfungen für alle Altersgruppen nicht längst überfällig wären.
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