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25.10.2026
15:55 Uhr
KI-generiert

KI-Beben an der Wall Street: Bank of America warnt vor neuen Verlusten!

KI-Beben an der Wall Street: Bank of America warnt vor neuen Verlusten!
Symbolbild: KI-generiert

Die Statistik sagt Rallye, die Bank of America sagt Vorsicht. Michael Hartnett, Chefstratege der US-Großbank, rät seinen Kunden, bis Mitte November defensiv zu bleiben. Der Grund sind der Ausverkauf bei KI-Aktien und die Zwischenwahlen in den USA am 3. November. Ausgerechnet jetzt beginnt eigentlich eine der verlässlichsten Börsenphasen der vergangenen Jahrzehnte.

Hartnetts düstere Formel

Bloomberg zufolge hat Hartnett seine Kunden am Freitag auf ein unangenehmes Szenario eingestellt. Er rechne mit fallenden Anleiherenditen, nachgebenden Aktienkursen und einem schwächeren US-Dollar. Taktisch bleibe man bis Mitte November defensiv aufgestellt.

Besonders heikel sei aus seiner Sicht der Wahlausgang. Dass die Demokraten beide Kammern des Kongresses gewinnen könnten, sei an den Märkten noch nicht voll eingepreist. Ein solcher Machtwechsel könnte die Phase niedriger Steuern und schlanker Regulierung beenden. Das würde direkt auf die Unternehmensgewinne drücken.

Und das ist nicht alles. Bevor die Anleger wieder mutiger werden, müssten laut Hartnett die französischen Anleihemärkte zur Ruhe kommen. Außerdem müssten die Risikoaufschläge auf Anleihen der großen KI-Konzerne ihren Höhepunkt erreichen. Paris taucht also wieder als Unruheherd auf. Europas Schuldenproblem macht keine Pause.

Milliarden-Wette auf Pump

Der Kern der Nervosität liegt woanders. Die Tech-Giganten stecken gigantische Summen in Rechenzentren und künstliche Intelligenz, und immer mehr davon wird über Schulden finanziert. Steigende Prämien für Kreditausfallversicherungen (CDS) zeigen, dass Investoren ein wachsendes Ausfallrisiko sehen. Wenn sich der Kreditmarkt Sorgen macht, sollten Aktionäre genau hinschauen.

Hedgefonds-Milliardär Ken Griffin ging in dieser Woche noch weiter. Er sagte, Anleger befänden sich „mit ziemlicher Sicherheit“ bereits mitten in einer KI-Blase.

Ein Markt, zwei Welten

Am Donnerstag zeigte sich, wie tief der Graben geworden ist. Der Nasdaq 100 rutschte um 2,9 Prozent ab, der S&P 500 um 1,2 Prozent. Der Dow Jones mit seinen klassischen Industriewerten schloss dagegen leicht im Plus. Vom Rekordhoch trennen den Dow nur 3,34 Prozent, den S&P 500 rund 2,6 Prozent und den Nasdaq 100 schon acht Prozent.

Ähnlich sieht es im S&P 500 selbst aus. Die gleichgewichtete Variante des Index, in der jedes der 500 Unternehmen gleich viel zählt, lag zuletzt so deutlich vor dem Leitindex wie seit etwa zwei Jahren nicht mehr. Getroffen werden also vor allem die schwer gewichteten Tech-Riesen.

Die Profis gehen, die Kleinanleger kaufen

Bemerkenswert ist, wer gerade auf welcher Seite steht. Laut EPFR Global flossen in Technologiefonds zuletzt so viel Geld wie in keiner Woche seit Juli. Nach einer Umfrage der Bank of America sind internationale Fondsmanager so stark in Tech-Aktien investiert wie seit August 2020 nicht mehr.

Hedgefonds bauen ihre Tech-Positionen dagegen so schnell ab wie seit zehn Jahren nicht. Privatanleger nutzen die Kursverluste zum Nachkaufen. Wer am Ende recht behält, wird sich zeigen. Börsenkenner wissen allerdings, dass das Smart Money selten als Letztes aussteigt.

Was die Statistik verspricht

Die Bullen stützen sich auf beeindruckende Zahlen. Nach einer Auswertung von BlackRock setzt die typische Erholung des S&P 500 etwa 22 Handelstage vor den Zwischenwahlen ein. Seit 1970 stieg der Index in den sechs Monaten danach im Schnitt um 14,1 Prozent. J.P. Morgan zufolge brachte der S&P 500 nach jeder der 19 Zwischenwahlen seit 1950 in den folgenden zwölf Monaten ein Plus, im Durchschnitt rund 15 Prozent.

Der Grund dafür ist simpel: Sobald das Wahlergebnis feststeht, fällt viel politische Unsicherheit weg. Gute Statistiken sind aber keine Garantie. Für diesmal hätte die starke Phase rechnerisch längst beginnen müssen. Bisher halten KI-Sorgen und Wahlangst die Kurse aber unten.

Genau das Umfeld, das Hartnett erwartet, gilt traditionell als günstig für Gold: sinkende Renditen, ein schwächerer Dollar und Zweifel an überhitzten Bewertungen. Wer sein Vermögen nicht nur auf die Geschichte von der KI-Revolution setzen will, kann physische Edelmetalle als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio nutzen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Edelmetallen. Jeder Anleger muss selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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