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14.08.2026
18:25 Uhr
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Lawrow droht dem Westen: „Wir werden all das zerstören!“

Lawrow droht dem Westen: „Wir werden all das zerstören!“
Symbolbild: KI-generiert

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat dem Westen offen mit einer neuen Eskalationsstufe gedroht. Im russischen Staatsfernsehen kündigte er an, Moskau werde seine Angriffe auf all jene Ziele verschärfen, die der westlichen Unterstützung der Ukraine dienen. Und er stellte klar: Das geschehe längst.

„Wir werden unsere Methoden deutlich verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschinerie aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits.“

Der Westen, so Lawrow, beginne sich darüber bereits zu beschweren. Ein sofortiges Ende der Kämpfe schloss er aus. Russland werde erst aufhören, wenn eine langfristige, zuverlässige und nachhaltige Einigung vorliege.

Vom Getreidehafen zur Front: Der Krieg wandert aufs Meer

Die Drohung fällt in eine Phase, in der sich der Krieg immer stärker auf Logistik, Häfen und Energieinfrastruktur verlagert. Medienberichten zufolge meldete Moskau zuletzt Angriffe auf den Bahnhof der Donau-Hafenstadt Ismajil – die Anlage diene angeblich dem Transport von Rüstungsgütern und Treibstoff.

Umgekehrt trifft es Russland ähnlich hart: Nach einem Drohnenangriff sollen die Rohölexporte aus dem Schwarzmeerhafen Noworossijsk ausgesetzt worden sein – einer Anlage mit rund 700.000 Barrel Kapazität pro Tag. Auch eine Raffinerie in Orsk stellte laut regionalen Behörden die Produktion vollständig ein.

Die Folgen spürt der Weltmarkt. Die ukrainischen Getreideexporte brachen im August Berichten zufolge um 76 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein. Kiew soll Moskau über ein Drittland eine gegenseitige Feuerpause für zivile Ziele im Schwarzen Meer angeboten haben. Die Antwort aus dem russischen Außenministerium fiel abschlägig aus: Für „Halbheiten“ gebe es keine Grundlage.

Schattenflotte: Brüssel auf „sehr gefährlichem Weg“?

Besonders scharf attackierte Lawrow das Vorgehen europäischer Staaten gegen die sogenannte Schattenflotte – jene Tankerarmada, mit der Russland Ölsanktionen umgeht. Brüssel habe einen „sehr gefährlichen Weg“ eingeschlagen. Großbritannien, Frankreich und Schweden hatten Tanker wegen Verdachts auf Sanktionsumgehung zeitweise festgesetzt.

Moskau nennt das Piraterie und drohte wiederholt mit dem Einsatz von Kriegsschiffen zum Schutz eigener Handelsschiffe. Erst vor wenigen Tagen soll auch Präsident Putin mit Gegenmaßnahmen gedroht haben. Ein Konflikt auf offener See – mitten in der Ostsee, vor Rügen, vor Frankreichs Küste. Für Europas Handelswege ist das eine Drohkulisse, die noch vor wenigen Jahren undenkbar erschien.

Der Preis, den die Zivilbevölkerung zahlt

Wie brutal diese Eskalationsspirale wirkt, zeigen die Vereinten Nationen: Im Juli seien in der Ukraine mindestens 437 Zivilisten getötet und 2.610 verletzt worden – rund 30 Prozent mehr als im Juni und der höchste Stand seit Mai 2022.

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart das die zentrale Schwäche der europäischen Ukraine-Politik: Vier Jahre Sanktionen, Waffenlieferungen und Rhetorik – und der Krieg ist näher an Europas Küsten gerückt statt weiter weg. Wer Milliarden mobilisiert, sollte auch eine Antwort auf die Frage haben, wie dieser Krieg enden soll. Bislang fehlt sie.

Was das für Vermögen bedeutet

Für Sparer und Anleger heißt das: geopolitische Risiken sind kein Randthema mehr, sondern Preisfaktor – bei Energie, bei Nahrungsmitteln, bei Frachtraten. Physisches Gold und Silber sind in solchen Phasen historisch ein bewährter Anker gewesen und können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen sinnvoll sein.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten. Er gibt unsere Einschätzung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.

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