
Luxusaktien vor dem Comeback: UBS setzt erstmals seit drei Jahren auf Übergewichtung
Die Schweizer Großbank UBS wagt einen bemerkenswerten Kurswechsel und stuft den europäischen Luxusgütersektor erstmals seit über drei Jahren auf "Übergewichten" hoch. Eine Entscheidung, die angesichts der wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre durchaus überrascht – und gleichzeitig tiefe Einblicke in die zunehmende Spaltung der Gesellschaft offenbart.
Vier Jahre Seitwärtsbewegung: Die Luxusbranche im Wartestand
Während KI-Aktien in den vergangenen Jahren einen geradezu euphorischen Aufwärtstrend erlebten, dümpelten europäische Luxuswerte in einer zermürbenden Seitwärtsbewegung vor sich hin. Seit rund viereinhalb Jahren pendeln die Kurse zwischen Hochs und Tiefs, ohne einen klaren Ausbruch nach oben zu schaffen. Die globale Konsumverunsicherung lastete schwer auf der Branche.
Doch hier zeigt sich ein bemerkenswertes Phänomen: Während Haushalte mit niedrigem Einkommen weiterhin unter der Inflation und den explodierenden Lebenshaltungskosten ächzen, profitieren wohlhabende Konsumenten von den sogenannten Vermögenseffekten. Steigende Aktienmärkte, Kryptowährungen, Edelmetalle und Immobilienpreise haben das Vermögen der oberen Einkommensschichten weiter aufgebläht.
Die Argumente der UBS-Analysten
UBS-Analyst Andrew Garthwaite präsentiert in seiner umfangreichen Prognose für 2026 eine Reihe von Gründen für die optimistische Einschätzung:
Erstens seien die Gewinne pro Aktie wieder auf Trendniveau zurückgekehrt, nachdem sie zeitweise hundert Prozent über dem langfristigen Durchschnitt lagen. Zweitens liegen die Investitionsausgaben nun unter dem Trend, was auf künftige Margenverbesserungen hindeutet. Drittens befinden sich die Gewinn- und Umsatzerwartungen am unteren Ende der Bandbreite, zeigen aber erste Verbesserungstendenzen.
Die UBS prognostiziert, dass die Gewinne im Luxussektor fünf Prozent über dem Marktdurchschnitt liegen werden – im Vergleich zu nur zwei Prozent laut Konsensschätzungen.
Der Vermögenseffekt als Treiber
Besonders aufschlussreich ist die Rechnung der Analy Sollten nur 0,5 Prozent der prognostizierten Vermögensgewinne aus Aktienanlagen in den USA für Luxusgüter ausgegeben werden, würde dies den Umsatz um etwa sieben Prozent steigern. Der Anstieg des Goldpreises habe zudem einen Vermögensgewinn generiert, der dreimal höher sei als die Verluste bei Bitcoin im bisherigen Jahresverlauf.
Hier zeigt sich einmal mehr die Stärke physischer Edelmetalle als Vermögenssicherung. Während spekulative Anlagen wie Kryptowährungen starken Schwankungen unterliegen, bietet Gold eine solide Basis für den langfristigen Vermögenserhalt.
Risiken bleiben bestehen
China bleibt freilich ein Risikofaktor für die Luxusbranche. Allerdings haben Macau-Casino-Aktien – ein Indikator für hochpreisigen Konsum – im bisherigen Jahresverlauf leicht überdurchschnittlich abgeschnitten. Die UBS setzt konkret auf Kaufempfehlungen für LVMH, Richemont und EssilorLuxottica.
Die Frage bleibt: Wird 2026 tatsächlich das Jahr des Ausbruchs für Luxusaktien? Die fundamentalen Daten sprechen dafür, doch die geopolitischen Unwägbarkeiten und die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit mahnen zur Vorsicht.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren. Physische Edelmetalle können als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio zur Vermögenssicherung beitragen.
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