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Kettner Edelmetalle
15.04.2026
14:44 Uhr

Luxusbranche im freien Fall: Kering und Hermès stürzen ab – Goldman Sachs warnt vor voreiligem Einstieg

Luxusbranche im freien Fall: Kering und Hermès stürzen ab – Goldman Sachs warnt vor voreiligem Einstieg

Die Welt des Luxus glänzt nicht mehr. Was einst als krisensicheres Geschäft galt – der Handel mit überteuerten Handtaschen, erlesenen Lederwaren und Designerschuhen – entpuppt sich zunehmend als trügerische Fata Morgana für Anleger. Die jüngsten Quartalszahlen von Kering und Hermès haben die Branche in ihren Grundfesten erschüttert und den Goldman Sachs EU Luxury Goods Index um mehr als vier Prozent in die Tiefe gerissen.

Gucci-Mutterkonzern Kering: Der Turnaround, der keiner ist

Besonders dramatisch trifft es den Gucci-Mutterkonzern Kering. Der Umsatz brach im ersten Quartal um acht Prozent ein – nahezu doppelt so stark wie von Analysten erwartet. Die Aktie verlor in Paris zeitweise zehn Prozent und notiert damit rund 16,5 Prozent unter ihrem Jahresanfangswert. Der vielgepriesene Turnaround der Marke Gucci scheint ins Stocken geraten zu sein, und die Frage drängt sich auf, ob die vermeintliche Erholung in den USA tatsächlich auf eine erfolgreiche Markenstrategie zurückzuführen sei oder schlicht auf lokale Vermögenseffekte wohlhabender Kunden.

Kering selbst räumte ein, dass sämtliche Marken in den USA zugelegt hätten, wobei die Stärke primär von der gehobenen Kundschaft getragen werde – von einer breiten Erholung könne keine Rede sein. In allen anderen Regionen verzeichnete Gucci zweistellige Rückgänge. Ein Bild, das wenig Zuversicht verbreitet.

Selbst Hermès – der Fels in der Brandung – wankt

Noch überraschender dürfte für viele Marktbeobachter der Einbruch bei Hermès gewesen sein. Das Traditionshaus, dessen Birkin-Bags auf dem Zweitmarkt regelmäßig Aufpreise erzielen und dessen Wartelisten legendär sind, verfehlte die Erwartungen deutlich. Das Umsatzwachstum lag bei lediglich 5,6 Prozent zu konstanten Wechselkursen – der Bloomberg-Konsens hatte 7,44 Prozent prognostiziert. Die Aktie stürzte um zehn Prozent ab und liegt damit bereits 23 Prozent unter ihrem Jahreshoch.

Besonders aufschlussreich: Der Tourismusanteil am Geschäft von Hermès scheint deutlich höher zu sein, als viele Analysten bislang angenommen hatten. Mehr als 50 Prozent der Umsätze in Frankreich hängen offenbar am internationalen Reiseverkehr. Wenn wohlhabende Kunden aus dem Nahen Osten ihre Shopping-Trips nach Paris, Zürich und London einschränken, trifft das den Konzern ins Mark.

Der Nahost-Konflikt als Brandbeschleuniger

Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten hat sich als verheerender Katalysator für eine ohnehin angeschlagene Branche erwiesen. Bei Kering brachen die Umsätze in der Region um elf Prozent ein, bei Hermès um knapp sechs Prozent. Doch die Auswirkungen reichen weit über die Region hinaus: Weniger Touristen aus dem Nahen Osten bedeuten weniger Umsatz in den Luxusboutiquen Europas. Ein Dominoeffekt, der die gesamte Branche erfasst.

Die Goldman-Sachs-Analystin Natasha de la Grense brachte die Lage auf den Punkt: Geld habe an der Seitenlinie gewartet, um bei einer Deeskalation in den Luxussektor einzusteigen. Doch nach drei Enttäuschungen in drei Tagen erscheine dieser Schritt „verfrüht". Eine Einschätzung, die man durchaus als diplomatische Umschreibung für „Finger weg" verstehen darf.

Strukturelle Schwäche hinter dem geopolitischen Schleier

Wer nun glaubt, der Nahost-Konflikt sei allein schuld an der Misere, macht es sich zu einfach. Die Luxusbranche litt bereits vor der Eskalation unter einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Das sogenannte „aspirational" Segment – jene aufstrebenden Konsumenten, die sich den Einstieg in die Luxuswelt leisten wollen – bleibt schwach. Und genau hier liegt das eigentliche Problem: Wenn die breite Mittelschicht unter steigender Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit ächzt, fehlt der Luxusindustrie ein entscheidender Wachstumstreiber.

In China, dem einstigen Wachstumsmotor der Branche, zeigen sich ebenfalls Risse. Der Zweitmarkt für Luxusgüter wird transparenter, das Angebot steigt, und die einst astronomischen Aufpreise sinken. Hermès verzeichnete dort zwar noch ein leichtes Wachstum – doch verglichen mit den zweistelligen Rückgängen bei Kering und der Stagnation im LVMH-Umfeld ist das bestenfalls ein schwacher Trost.

Goldman Sachs: Noch zu früh für den Wiedereinstieg

Die Botschaft der Goldman-Analysten ist unmissverständlich: Weitere Gewinnkorrekturen für den Luxussektor seien zu erwarten. Solange weder absehbar sei, wie lange der Konflikt andauere, noch welche Nachwirkungen selbst nach einem Waffenstillstand zu erwarten seien – steigende Inflation, die die Erholung der Nachfrage im aspirationalen Segment bremse –, gebe es keinen Grund, in diesen Sektor zurückzukehren. Investoren bräuchten Sichtbarkeit auf eine Rückkehr zu mittlerem einstelligem Wachstum, bevor sie einen Wiedereinstieg auch nur in Erwägung ziehen sollten.

Der Goldman Sachs EU Luxury Goods Index befindet sich seit seinem Hoch im Jahr 2025 in einem übergeordneten Bärenmarkt und hat über die vergangenen fünf Jahre praktisch seitwärts gehandelt. Für Anleger, die auf schnelle Erholung spekuliert haben, eine ernüchternde Bilanz.

Ein Lehrstück über die Fragilität vermeintlich sicherer Investments

Die Entwicklung im Luxussektor ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie schnell vermeintlich sichere Aktieninvestments unter Druck geraten können. Geopolitische Verwerfungen, nachlassende Konsumentenstimmung und strukturelle Veränderungen im Kaufverhalten – all das kann Kurse binnen weniger Tage um zweistellige Prozentsätze einbrechen lassen. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte sich nicht allein auf die Versprechen der Aktienmärkte verlassen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheit und inflationärer Tendenzen. Als Beimischung in einem breit diversifizierten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.

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