
Machtprobe in der CDU: MinisterprÀsidenten tagen ohne Merz!

Nach dem schwĂ€rzesten Wahlsonntag ihrer Geschichte ist die CDU in den Krisenmodus geschaltet. Am Montagmorgen traten in Berlin PrĂ€sidium und Bundesvorstand zu Sondersitzungen zusammen. Und am Abend zuvor sollen sich die unionsgefĂŒhrten MinisterprĂ€sidenten stundenlang beraten haben â ohne ihren Parteivorsitzenden Friedrich Merz.
4,9 Prozent â eine Zahl, die Geschichte schreibt
Was am Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern geschah, hat es in der Bundesrepublik noch nie gegeben: Die CDU scheiterte erstmals bei einer Landtagswahl an der FĂŒnfprozenthĂŒrde. Mit rund 4,9 Prozent fliegt die einstige Volkspartei aus dem Schweriner Landtag.
Gewonnen hat nach vorlĂ€ufigen Zahlen die AfD mit 38,2 Prozent, dahinter die SPD von Manuela Schwesig mit 35,5 Prozent. FĂŒr eine Partei, die das Land jahrzehntelang mitregierte, ist das kein Denkzettel mehr. Das ist eine Amtsenthebung durch den WĂ€hler.
Auch in Berlin setzte es einen Schlag: Die Linke wurde Medienberichten zufolge mit 25,7 Prozent klar stĂ€rkste Kraft, die CDU rutschte auf rund 18,9 Prozent ab â ein Minus von ĂŒber neun Punkten. SPD und GrĂŒne verloren ebenfalls deutlich, die AfD landete auf Platz drei.
Ein Statement, das irritierte
Merz versuchte am Wahlabend die Flucht nach vorn. Um 17 Uhr beriet er sich mit dem PrĂ€sidium, um 18 Uhr trat er mit einem vorbereiteten Statement vor die Kameras. Die Reaktionen fielen dem Bericht zufolge irritiert aus â auch aus den eigenen Reihen habe es Widerspruch gegeben.
Pikant: Zu diesem Zeitpunkt soll der Parteispitze noch gar nicht klar gewesen sein, dass der Einzug in den Schweriner Landtag tatsĂ€chlich verfehlt werden könnte. Ein Kanzler, der eine Niederlage kommentiert, deren AusmaĂ er noch nicht kennt â symboltrĂ€chtiger geht es kaum.
Das Treffen, ĂŒber das niemand spricht
Danach tagten die CDU-MinisterprĂ€sidenten weiter, laut ĂŒbereinstimmenden Medienberichten bis kurz vor 23 Uhr in der Landesvertretung von Rheinland-Pfalz â ohne Merz. Ăber die Inhalte schweigen die Teilnehmer. Ăffentlich stellte sich zunĂ€chst keiner der LĂ€nderchefs hinter den Parteichef. Aber eben auch keiner gegen ihn.
Im Bundesvorstand sitzen zahlreiche Kritiker, darunter alle Landesvorsitzenden, Vertreter des SozialflĂŒgels und â beratend â der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel. Beobachter halten eine offene Abrechnung fĂŒr möglich. Verpufft sie, dĂŒrfte die Orientierungslosigkeit nur gröĂer werden.
Warum das weit ĂŒber die CDU hinausreicht
Aus Sicht unserer Redaktion ist dieses Debakel kein Betriebsunfall, sondern die Quittung fĂŒr einen Kurs, der vor der Wahl anders klang als nach der Wahl: Schuldenbremse, Migration, Wirtschaftswende â zwischen Versprechen und Regierungshandeln klaffte fĂŒr viele WĂ€hler eine LĂŒcke. Das 500-Milliarden-Sondervermögen und die im Grundgesetz verankerte KlimaneutralitĂ€t bis 2045 gelten Kritikern als teure Hypothek fĂŒr kommende Generationen.
Und was folgt? Eine wackelnde Kanzlerpartei, eine SPD, die nach Wahlniederlagen traditionell nach links zuckt, und in Berlin womöglich ein rot-grĂŒn-rotes BĂŒndnis unter FĂŒhrung der Linkspartei. Politische InstabilitĂ€t ist selten gut fĂŒr den Standort â und historisch betrachtet immer ein Argument fĂŒr Sachwerte.
Wer sein Vermögen krisenfest aufstellen will, findet in physischem Gold und Silber seit Jahrhunderten eine bewÀhrte ErgÀnzung zu einem breit gestreuten Portfolio. Sie kennen keine Wahlergebnisse, keine KoalitionsvertrÀge und keine Sondervermögen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschlieĂlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben unsere Meinung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist fĂŒr seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenstĂ€ndig recherchieren.
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