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Macrons leere Drohungen: «Es ist vorbei» – doch in Frankreich brennt es weiter

Macrons leere Drohungen: «Es ist vorbei» – doch in Frankreich brennt es weiter

Es sind die immergleichen Bilder, die sich in Frankreich wie ein böses Déjà-vu wiederholen: brennende Autos, geplünderte Geschäfte, vermummte Schlägertrupps und eine überforderte Polizei, die mit Tränengas gegen den Mob anrennt. Nach dem Champions-League-Triumph von Paris Saint-Germain gegen Arsenal hätte ganz Frankreich feiern sollen. Stattdessen verwandelten sich die Straßen von gut fünfzehn Städten in Schlachtfelder. Und Präsident Emmanuel Macron? Der greift zum bewährten Repertoire: markige Worte, große Gesten, null Substanz.

«Wir haben genug» – ein Satz, den Frankreich schon zu oft hörte

«Es ist vorbei. Wir haben genug. Das muss ein Ende haben», verkündete Macron bei der Ehrung der siegreichen Mannschaft im Élysée-Palast. Man werde gegenüber den Tätern «kompromisslos» sein. Schöne Worte – doch wer Frankreichs jüngere Geschichte kennt, der weiß: Diese Platte hat einen Sprung. Wie oft hat dieser Präsident schon das harte Durchgreifen beschworen? Und was folgte? Nichts. Die Gewalt kehrt mit der Verlässlichkeit eines Uhrwerks zurück, während die Politik nur Phrasen drischt.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez wurden landesweit rund 780 Personen festgenommen, davon allein etwa 480 in Paris. 57 Polizisten wurden verletzt – siebenundfünfzig Beamte, die ihre Gesundheit für die öffentliche Ordnung riskierten. Von verletzten Randalierern hört man hingegen kaum etwas. Die Botschaft an die Gewalttäter könnte klarer kaum sein: Ihr dürft das. Es passiert euch ohnehin nichts.

22.000 Polizisten – und trotzdem das Chaos

Dabei waren die Behörden gewarnt. Sage und schreibe 22.000 Polizisten hatte man landesweit aufgeboten, davon rund 8.000 allein in der Hauptstadt. Im Parc des Princes verfolgten etwa 40.000 Menschen das Finale beim Public Viewing. Aus Rennes, Straßburg, Clermont-Ferrand und Grenoble wurden Plünderungen gemeldet. Auf den Champs-Élysées, dem Prachtboulevard der einstigen Grande Nation, standen sich vermummte Gruppen und Sicherheitskräfte immer wieder gegenüber. Aufnahmen in den sozialen Medien zeigen brennende Fahrzeuge, errichtete Barrikaden und Feuerwerkskörper, die direkt in Menschenmengen gefeuert wurden.

Ein Land, das ein Massenaufgebot von 22.000 Polizisten benötigt, um einen Fußballsieg zu überstehen, hat ein fundamentales Problem – und das liegt tiefer als auf dem Rasen.

Sport als Ventil – nicht als Ursache

Wer glaubt, hier gehe es um Fußball, der irrt gewaltig. Der Sport ist lediglich das Ventil, durch das sich ein viel tieferes Übel entlädt. Frankreich, einst stolze Kulturnation und Wiege der europäischen Aufklärung, zerfällt vor unseren Augen. Verarmte Vorstädte, in denen längst nicht mehr die Gesetze der Republik gelten, sondern die Regeln paralleler Gesellschaften. Eine Integration, die in weiten Teilen krachend gescheitert ist. Und eine politische Klasse, die jahrelang weggeschaut hat, statt zu handeln.

Das Eingeständnis Macrons, jetzt endlich «kompromisslos» vorgehen zu wollen, ist im Grunde nichts anderes als das stillschweigende Zugeständnis, all die Jahre zuvor zugesehen zu haben. Wer plötzlich verkündet, etwas müsse «ein Ende haben», der gibt damit zu, dass er die Zustände bislang geduldet hat. Toleranz gegenüber Rechtsbruch aber ist keine Liberalität – sie ist Kapitulation.

Die traurige Bilanz des Vorjahres

Dass es noch schlimmer kommen kann, zeigte bereits das Vorjahr. Nach dem damaligen Champions-League-Sieg registrierten die Behörden zwei Todesopfer, knapp 200 Verletzte, 559 Festnahmen und rund 700 Brände – überwiegend Fahrzeuge. Zwei Menschen mussten ihr Leben lassen, weil ein Fußballerfolg in blanke Gewalt umschlug. Und was hat sich seither verändert? Offenbar nichts. Die Spirale dreht sich weiter, während die Verantwortlichen ihre Phrasen recyceln.

Ein Lehrstück auch für Deutschland

Man muss nicht über den Rhein blicken, um solche Szenen zu kennen. Auch in Deutschland erleben wir, wie staatliche Autorität bröckelt, wie Polizisten zur Zielscheibe werden und wie politische Sonntagsreden die Realität auf den Straßen nicht ändern. Wer Recht und Ordnung nicht konsequent durchsetzt, der lädt zur nächsten Eskalation geradezu ein. Es braucht keine weiteren markigen Worte, sondern endlich Taten – einen Staat, der seine Bürger schützt und nicht die Täter mit Samthandschuhen anfasst.

Macron mag «Es ist vorbei» rufen, so laut er will. Solange den Worten keine Konsequenzen folgen, bleibt es bei der altbekannten Inszenierung. Brot und Spiele für das Volk – und wenn die Spiele entgleisen, ein bisschen Empörung für die Kameras. Die Franzosen haben das durchschaut. Und auch wir in Deutschland sollten wachsam bleiben, wohin uns eine Politik der Beschwichtigung und des Wegschauens führt.

Was bleibt: Beständigkeit in unbeständigen Zeiten

In einer Welt, in der ganze Innenstädte in Flammen aufgehen und das Vertrauen in staatliche Institutionen schwindet, gewinnt eines an Bedeutung: Stabilität. Wenn Gesellschaften ins Wanken geraten und politische Versprechen sich in Luft auflösen, suchen kluge Bürger nach Werten, die Bestand haben. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie Krisen, Umbrüchen und politischem Versagen trotzen. Als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bieten sie genau jene Beständigkeit, die der Politik abhandengekommen scheint.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung. Im Zweifel sollte fachkundiger Rat eingeholt werden.

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