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Kettner Edelmetalle
15.06.2026
14:50 Uhr

Mehr ackern für den Wohlstand? Wie ein linker Ökonom deutschen Frauen vorschreiben will, wie sie zu leben haben

Es ist ein wiederkehrendes Schauspiel: Immer dann, wenn der deutsche Wohlstand bröckelt, meldet sich Marcel Fratzscher zu Wort – jener Mann an der Spitze des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), der seit Jahren mit einer bemerkenswerten Konstanz das Falsche prophezeit und dennoch unermüdlich neue Ratschläge austeilt. Diesmal hat er sich die Teilzeitquote deutscher Frauen vorgeknöpft. Sein Befund: Wer Teilzeit arbeitet, koste das Land Wohlstand.

Die Frauen sollen also ran an die Werkbank

Etwa die Hälfte der erwerbstätigen Frauen in Deutschland arbeite nur in Teilzeit, so Fratzscher gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dadurch bleibe ein „riesiges Potenzial ungenutzt“. Die Gesellschaft, so der Ökonom weiter, verzichte auf „eine Menge Wohlstand“. Würde man die Hürden abbauen und mehr Frauen dazu bringen, ihre Stunden aufzustocken, ließen sich mehrere Hunderttausend zusätzliche Vollzeitkräfte gewinnen – und genau das sei das wirksamste Instrument, um das marode Rentensystem über die nächsten 15 bis 20 Jahre zu stabilisieren.

Man muss sich diesen Gedanken auf der Zunge zergehen lassen: Da hat ein staatlich alimentierter Wirtschaftsforscher eine Vision von Deutschland, in der die Frau möglichst lange am Schreibtisch oder am Fließband stehen soll – nicht für die Familie, nicht für die Kinder, sondern für die Stabilisierung eines Rentensystems, das von der Politik über Jahrzehnte hinweg gegen die Wand gefahren wurde.

„Wenn wir die Erwerbsbeteiligung von Frauen erhöhen, dann profitieren alle“ – so lautet das Mantra des DIW-Präsidenten. Doch profitieren wirklich alle? Oder vor allem ein klammer Staat, der nach immer neuen Quellen sucht, um seine ausufernden Ausgaben zu finanzieren?

Die wahren Ursachen werden elegant umschifft

Als Gründe für die hohe Teilzeitquote nennt Fratzscher eine unzureichende Kinderbetreuung, das Ehegattensplitting sowie die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern in der Krankenkasse. Auch Minijobs würden zur „Falle“. Klingt zunächst nach einer Analyse – ist aber bei genauerem Hinsehen ein Frontalangriff auf das, was über Generationen das Fundament unserer Gesellschaft bildete: die Familie.

Denn das Ehegattensplitting und die Familienversicherung sind keine Fehlkonstruktionen, sondern bewusste Entscheidungen für ein Modell, in dem Familien selbst entscheiden dürfen, wie sie Erwerbsarbeit und Kindererziehung aufteilen. Wer diese Instrumente abschaffen will, der will nicht „Hürden abbauen“ – der will Frauen aus den Wohnzimmern in die Betriebe drängen, ob sie wollen oder nicht.

Wer fragt eigentlich die Familien?

Auffällig ist, was in Fratzschers Rechnung komplett fehlt: das Wohl der Kinder. Kein Wort darüber, dass eine Mutter, die sich bewusst für mehr Zeit mit ihrem Nachwuchs entscheidet, eben nicht auf Wohlstand verzichtet, sondern in etwas investiert, das sich in keiner Bruttoinlandsprodukt-Tabelle abbilden lässt. Stattdessen verweist der Ökonom auf EU-Kalkulationen, wonach mehr „Gleichstellung“ das europäische Bruttoinlandsprodukt bis 2050 um bis zu zehn Prozent steigern könnte. Eine „realistische Größenordnung“ sei das, behauptet Fratzscher.

Man darf an dieser Stelle die berechtigte Frage stellen: Setzt der DIW-Chef nicht stillschweigend voraus, dass es überhaupt genügend Vollzeitstellen gibt, um all diese Teilzeitkräfte aufzunehmen? Hätten die Unternehmen einen solchen Bedarf, würden sie längst Vollzeitstellen ausschreiben. Doch derlei Detailfragen scheinen den Theoretiker an der Spitze des DIW wenig zu interessieren.

Vom Migrationsoptimismus zum Vollzeit-Imperativ

Wer Fratzscher kennt, der erinnert sich: Es ist derselbe Mann, der 2015 in seltener Euphorie verkündete, die Migration werde unsere demografischen Probleme lösen und das Rentensystem retten. Wie das ausging, kann jeder Bürger an den explodierenden Sozialausgaben und der ausufernden Kriminalität in deutschen Städten selbst ablesen. Nun also der nächste große Wurf – diesmal sollen es die deutschen Frauen richten.

Passend ins Bild fügt sich, dass Fratzscher zuletzt eine höhere Besteuerung von Vermögen forderte. Eine Vermögensteuer könnte rund 50 Milliarden Euro Mehreinnahmen bringen, rechnete er der „Welt“ vor. Dass die hohen Sozialabgaben das eigentliche Problem für kleine Einkommen sind, gab er zwar zu – auf die Frage, ob deren Anteil am Bruttolohn realistisch sinken werde, antwortete er jedoch entwaffnend ehrlich: „kaum“. Mehr Arbeit, mehr Steuern, mehr Abgaben – aber Entlastung? Fehlanzeige.

Wohlstand verschwindet woanders

Die wahren Wohlstandsvernichter werden vom DIW-Chef geflissentlich ausgeblendet. Eine ideologisch getriebene Energiewende, die Industriestrompreise in schwindelerregende Höhen treibt. Eine Migrationspolitik, deren Kosten Jahr für Jahr steigen. Ein 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket der Großen Koalition unter Friedrich Merz, das künftige Generationen auf Jahrzehnte hinaus belasten wird – und das, obwohl derselbe Merz im Wahlkampf hoch und heilig versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Doch all das kommt in Fratzschers Welt nicht vor. Schuld ist die Frau, die lieber bei ihren Kindern bleibt.

Echte Werte statt staatlicher Wachstumsfantasien

Vielleicht liegt das eigentliche Problem ja gar nicht in der Teilzeitquote, sondern in einer Politik, die den Menschen immer mehr abnimmt und immer weniger lässt. In einem Land, in dem zwei volle Gehälter kaum noch reichen, um eine Familie zu finanzieren, ist es kein Wunder, dass Frauen Beruf und Familie irgendwie unter einen Hut bringen müssen. Die Lösung kann nicht sein, sie noch tiefer in die Erwerbsmaschinerie zu zwingen.

In unsicheren Zeiten, in denen die Kaufkraft durch Inflation und steigende Abgaben Stück für Stück zerbröselt, suchen immer mehr Bürger nach Wegen, ihr Vermögen vor dem Zugriff einer planwirtschaftlich denkenden Politik zu schützen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie als wertbeständige Ergänzung eines breit gestreuten Portfolios dienen können – unabhängig von den Wachstumsfantasien staatsnaher Ökonomen.

Haftungsausschluss: Die in diesem Beitrag dargestellten Inhalte und Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Es handelt sich weder um eine Anlage-, Steuer- noch um eine Rechtsberatung. Wir empfehlen jedem Leser ausdrücklich, sich vor finanziellen Entscheidungen eigenständig zu informieren und gegebenenfalls einen qualifizierten Berater hinzuzuziehen. Für Anlageentscheidungen trägt jeder Leser die alleinige Verantwortung.

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