
Merz auf Marinefregatte: Russlands tägliche Provokationen fordern deutsche Wehrhaftigkeit heraus
Die Ostsee ist längst kein friedliches Binnenmeer mehr. Während Bundeskanzler Friedrich Merz an Bord der Fregatte "Bayern" vor Warnemünde steht, kreisen russische Aufklärungsflugzeuge in provozierender Nähe. Es sind diese täglichen Nadelstiche, die aus dem einstigen Partner einen unberechenbaren Aggressor gemacht haben. Merz' Worte klingen wie ein überfälliges Erwachen: "Sie testen täglich unsere Verteidigungsbereitschaft."
Ein Kanzler, der Klartext spricht
Nach Jahren der Appeasement-Politik unter Angela Merkel und der desaströsen Ampel-Koalition scheint Deutschland endlich einen Kanzler zu haben, der die Realität beim Namen nennt. Die russische Armee führe tägliche Aktionen durch, um unsere Verteidigungsfähigkeit zu testen, warnte Merz bei seinem Antrittsbesuch bei der Marine. Eine Erkenntnis, die seine Vorgänger jahrelang ignoriert haben, während sie Nordstream-Pipelines bauten und die Bundeswehr kaputtsparten.
Der Besuch auf der Fregatte "Bayern" war mehr als nur symbolische Politik. Es war ein Signal an Moskau: Deutschland ist aufgewacht. Die Zeiten, in denen man Putin hofierte und die eigene Verteidigung vernachlässigte, sind vorbei. Merz versprach, in den kommenden Monaten und Jahren alles zu tun, um "die Freiheit, den Frieden und die territoriale Integrität des Bündnisgebietes zu schützen".
Die vernachlässigte Marine
Besonders bitter ist der Zustand der deutschen Marine. Mit nur 15.300 Soldatinnen und Soldaten ist sie die kleinste Teilstreitkraft der Bundeswehr - kleiner als die Luftwaffe mit 28.000 und das Heer mit 63.000 Angehörigen. Jahrzehntelange Sparmaßnahmen und ideologische Abrüstungsfantasien haben ihre Spuren hinterlassen. Während Russland seine Ostseeflotte modernisiert und China zur Seemacht aufsteigt, dümpelt die deutsche Marine mit veralteten Schiffen vor sich hin.
"Wir sehen tägliche Aktionen der russischen Armee. Sie testen unsere Verteidigungsbereitschaft und unsere Verteidigungsfähigkeit."
Immerhin: Mit dem neuen nationalen Hauptquartier "Commander Task Force Baltic" (CTF) in Rostock, das Merz ebenfalls besichtigte, scheint sich etwas zu bewegen. Das 2024 gegründete CTF plant maritime Operationen und führt von der NATO zugeteilte Seestreitkräfte. Ein längst überfälliger Schritt angesichts der russischen Bedrohung in der Ostsee.
Die Zeitenwende muss endlich kommen
Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 redet die Politik von einer "Zeitenwende". Doch was ist seitdem passiert? Das von Olaf Scholz großspurig angekündigte 100-Milliarden-Sondervermögen versickerte in bürokratischen Mühlen. Die Munitionsbestände sind weiterhin auf einem kritischen Niveau. Und während unsere Soldaten mit veralteter Ausrüstung kämpfen, diskutiert Berlin über Gendersternchen in Dienstvorschriften.
Merz' Besuch bei der Marine könnte ein Wendepunkt sein. Anders als seine Vorgänger scheint er zu verstehen, dass Frieden nicht durch Schwäche, sondern durch Stärke gesichert wird. Die täglichen russischen Provokationen - ob durch Cyberangriffe, Spionageaktivitäten oder militärische Drohgebärden - erfordern eine entschlossene Antwort.
Europa muss zusammenstehen
Nicht zufällig führte Merz' Reise anschließend nach Frankreich zu Präsident Emmanuel Macron. Die deutsch-französische Achse muss in Verteidigungsfragen endlich funktionieren. Während die USA unter Trump ihre eigenen Prioritäten setzen, muss Europa seine Sicherheit selbst in die Hand nehmen. Das bedeutet: Mehr Geld für Verteidigung, weniger für ideologische Prestigeprojekte.
Die Marine-Soldaten auf der "Bayern" verkörpern das Beste, was Deutschland zu bieten hat: Pflichtbewusstsein, Professionalität und Opferbereitschaft. Sie verdienen eine Politik, die ihre Leistung würdigt und ihnen die Mittel gibt, die sie für ihren gefährlichen Dienst benötigen. Merz' klare Worte lassen hoffen, dass diese Zeiten nun anbrechen.
Die Botschaft an Putin muss unmissverständlich sein: Deutschland lässt sich nicht einschüchtern. Die Zeiten der Naivität sind vorbei. Wer unsere Verteidigungsbereitschaft testet, wird auf eine starke und entschlossene Bundeswehr treffen. Dafür braucht es allerdings mehr als warme Worte - es braucht Taten, Geld und den politischen Willen, Deutschland wieder wehrhaft zu machen.
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