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Merz mit 91 Prozent bestätigt – doch was ist dieses Ergebnis wirklich wert?

Standing Ovations, rhythmisches Klatschen, strahlende Gesichter auf der Bühne. Der CDU-Parteitag in Stuttgart lieferte am Donnerstagabend jene Bilder, die Parteitage eben liefern sollen: Geschlossenheit, Zuversicht, Aufbruchsstimmung. Friedrich Merz wurde mit 91,17 Prozent der Delegiertenstimmen als CDU-Vorsitzender wiedergewählt. Drei Minuten lang applaudierten die Delegierten im Takt. Doch hinter der polierten Fassade lohnt ein genauerer Blick auf die Zahlen – und auf das, was sie verschweigen.

Besser als Söder, schlechter als er selbst

878 Delegierte stimmten für den Bundeskanzler, 85 votierten mit Nein, 14 enthielten sich. Damit übertraf Merz sein eigenes Ergebnis von der Wiederwahl im Mai 2024, als er in Berlin 89,8 Prozent eingefahren hatte. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hatte im Vorfeld das jüngste Resultat von CSU-Chef Markus Söder als Vergleichsmaßstab ins Spiel gebracht. Söder war im September 2025 mit lediglich 83,6 Prozent bestätigt worden – sein schwächstes Ergebnis seit der Übernahme des Parteivorsitzes 2019. Gemessen an dieser Messlatte kann sich Merz also komfortabel zurücklehnen.

Doch der Vergleich hinkt. Als Merz Anfang 2022 erstmals an die Parteispitze gewählt wurde, trugen ihn noch rund 95 Prozent der Delegierten. Seitdem geht es – wenn auch langsam – bergab. Ein Kanzler, der nach neun Monaten im Amt fast vier Prozentpunkte unter seinem Startwert liegt, sollte sich fragen, ob der Trend wirklich sein Freund ist.

Neun Monate Kanzlerschaft – eine durchwachsene Bilanz

Die Abstimmung galt parteiintern als Stimmungstest für die bisherige Regierungsarbeit. Und hier wird es interessant. Denn was hat die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD seit ihrem Amtsantritt im Mai 2025 tatsächlich geliefert? Das vollmundig angekündigte Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur klingt nach Aufbruch, bedeutet in Wahrheit aber nichts anderes als eine gigantische Schuldenlast, die kommende Generationen schultern müssen. Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen hat sich in Luft aufgelöst – schneller, als man „Schuldenbremse" sagen kann.

Die Inflation frisst den Bürgern weiterhin die Kaufkraft weg. Die Kriminalität in Deutschland bewegt sich auf Rekordniveau, Messerangriffe gehören mittlerweile zur traurigen Normalität, und von einer echten Migrationswende, die Merz ebenfalls angekündigt hatte, ist wenig zu spüren. Stattdessen beschäftigt sich der Kanzler mit Themen wie einer Klarnamenpflicht im Internet – als wären anonyme Kommentatoren das drängendste Problem dieses Landes.

Technische Pannen als Sinnbild

Fast schon symbolisch mutet an, was sich in Stuttgart hinter den Kulissen abspielte. Eine technische Panne bei der digitalen Stimmabgabe verzögerte den gesamten Wahlvorgang um mehrere Stunden. Die Delegierten mussten schließlich auf klassische Stimmkarten zurückgreifen. Was eigentlich am Nachmittag über die Bühne gehen sollte, zog sich bis in den Abend. Endlose Aussprachen und Grußworte taten ihr Übriges. Man könnte meinen, selbst die Technik wollte ein Zeichen setzen: In diesem Land funktioniert vieles nicht mehr so, wie es sollte – nicht einmal auf einem durchorganisierten Parteitag.

Was die Delegierten nicht sagen

91 Prozent klingen nach überwältigender Zustimmung. Doch wer CDU-Parteitage kennt, weiß: Hier wird Loyalität großgeschrieben, Widerspruch hingegen eher leise geäußert. Die 85 Nein-Stimmen und 14 Enthaltungen mögen auf den ersten Blick marginal erscheinen. Doch sie repräsentieren fast zehn Prozent der Delegierten – und damit einen nicht unerheblichen Teil der Parteibasis, der mit dem Kurs des Kanzlers offenkundig hadert.

Die entscheidende Frage lautet nicht, ob Merz seinen Parteitag gewonnen hat. Das hat er zweifellos. Die Frage ist vielmehr, ob er die Probleme dieses Landes mit derselben Entschlossenheit angeht, mit der er Standing Ovations einheimst. Deutschland braucht keine Parteitagsinszenierungen. Es braucht eine Regierung, die liefert – bei der inneren Sicherheit, bei der Wirtschaftspolitik, bei der Kontrolle der Zuwanderung. Solange das nicht geschieht, bleiben 91 Prozent nichts weiter als eine hübsche Zahl auf einem Stimmzettel.

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