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Minen-Chaos in Hormus: Tanker brennen – und der Ölpreis stürzt ab!

Minen-Chaos in Hormus: Tanker brennen – und der Ölpreis stürzt ab!
Symbolbild: KI-generiert

Irans Revolutionsgarden (IRGC) melden drei weitere Tanker, die am Dienstag in der Straße von Hormus auf Seeminen gelaufen und in Flammen aufgegangen sein sollen. Fast zur selben Stunde berichten arabische Medien von Zugeständnissen Washingtons und Teherans im Atomstreit. Die Ölhändler glauben lieber an die gute Nachricht: Die US-Sorte WTI fällt auf den tiefsten Stand seit drei Wochen.

Feuer auf dem Wasser

Nach Darstellung der IRGC hätten die drei Schiffe die Meerenge ohne Genehmigung durchfahren und dabei ihre Ortungssysteme abgeschaltet. Getroffen worden seien sie im südlichen Teil der Wasserstraße. Opfer seien bislang nicht gemeldet. Unabhängig bestätigt sind die Angaben aus Teheran bislang nicht.

Außerdem wollen die Revolutionsgarden über dem Küstengebiet von Bandar Khamir zwei amerikanische Drohnen vom Typ Lucas abgeschossen haben. Schon am Freitag hatten sie laut Reuters von vier brennenden Tankern gesprochen. Hormus entwickelt sich zum schwimmenden Minenfeld.

Washingtons stiller Krieg

Auslöser der neuen Eskalation ist offenbar ein US-Angriff auf die iranische Insel Qeshm in der Nacht zu Dienstag. Laut Axios habe die IRGC von dort eine Rakete auf ein US-Flugzeug abgefeuert, ein amerikanischer Kampfjet habe den Werfer daraufhin „in Selbstverteidigung“ zerstört. Teheran erklärte daraufhin, man befinde sich nun im Kriegszustand.

Brisanter ist eine andere Enthüllung. Wie das Wall Street Journal berichtet, greife das Pentagon seit Wochen in begrenztem Umfang Ziele an Irans Südküste an. Öffentlich angekündigt habe man das bewusst nicht. So wolle man nicht den Eindruck erwecken, große Kampfhandlungen wieder aufnehmen zu wollen. Präsident Trump sagte dem Sender Fox, man habe Iran beim Bau einer Flugabwehr zugesehen und sie nach der Fertigstellung angegriffen.

Diplomatie im Schatten der Wahlurnen

Das Timing ist bemerkenswert. Am Dienstag wählen die Amerikaner bei den Midterms, und den Demokraten werden gute Chancen auf beide Kammern des Kongresses eingeräumt. Beobachter vermuten, dass die Details nicht zufällig gerade jetzt bekannt werden. Axios hatte zuvor berichtet, Trump könnte bei einer Wahlniederlage der Republikaner einen großen Schlag gegen Iran anordnen.

Parallel dazu verhandelt Katar. Die Zeitung Al-Araby Al-Jadeed meldet unter Berufung auf Kreise der Vermittler, Washington habe einem Entwurf für eine Absichtserklärung zugestimmt. Beide Seiten hätten demnach beim Atomprogramm und bei eingefrorenen Geldern nachgegeben. Ein hochrangiger iranischer Vertreter sagte dagegen zu Reuters, ein Abkommen sei noch weit entfernt. Katars Außenministerium betonte, ohne einen Hoffnungsschimmer gäbe es keine Verhandlungen. Ein neuer Vorschlag werde derzeit von beiden Seiten geprüft.

Ein Markt im Schleudergang

Der Ölmarkt schwankt wild zwischen diesen Meldungen. Schon am Montag war der Ölpreis Reuters zufolge um mehr als sieben Prozent gefallen, nachdem Brent zuvor den höchsten Stand seit März erreicht hatte. Nervös ist der Markt aus gutem Grund. In Friedenszeiten werden durch die Meerenge rund 20 Prozent des weltweiten Öls und Flüssiggases transportiert. Nach den US-israelischen Angriffen Ende Februar hatte Iran die Wasserstraße gesperrt. Waffenruhe im April, Absichtserklärung im Juni, jetzt wieder Minen und Raketen: Das Muster wiederholt sich.

Für Deutschland ist das mehr als ein Problem in der Ferne. Ein Land, das Energie importieren muss und ohnehin unter hohen Strompreisen und einer schwachen Industrie leidet, bekommt jeden Preisschub an der Tankstelle und in der Fabrikhalle zu spüren. Eine Strategie aus Berlin, wie man sich dagegen absichert, ist nicht erkennbar.

Was bleibt für Sparer?

Ob die Hoffnung auf Frieden hält oder schon in ein paar Tagen wieder verfliegt, kann derzeit niemand sagen. Gewiss ist nur, dass die Unsicherheit bleibt. Wer sein Vermögen gegen solche geopolitischen Krisen absichern will, kann physisches Gold und Silber als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio in Betracht ziehen. Edelmetalle hängen nicht an Lieferketten, Zentralbanken oder Wahlergebnissen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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