
Obamas „Turm des Grauens": Präsidentenbibliothek wird zum Millionengrab und Internet-Gespött
Es gibt Bauwerke, die eine Nation inspirieren. Das Lincoln Memorial etwa, oder die majestätische Kuppel des Kapitols. Und dann gibt es das Obama Presidential Center in Chicago – ein architektonisches Mahnmal der Selbstüberschätzung, das mit jeder neuen Enthüllung tiefer in den Abgrund der Lächerlichkeit sinkt. Was als ambitioniertes Vermächtnis des 44. US-Präsidenten gedacht war, mutiert zusehends zu einem 830-Millionen-Dollar-Desaster, das mittlerweile die Milliarden-Grenze anpeilt.
Unleserliche Buchstaben an der Fassade sorgen für Spott
Der jüngste Aufreger: Obama ließ Auszüge seiner Rede von 2015 in Selma an die Fassade des Gebäudes meißeln. Was nach einem Akt historischer Würde klingen mag, entpuppte sich als typografisches Fiasko. Die Buchstaben seien derart zerklüftet und über verschiedene Ebenen verteilt angebracht, dass sie schlicht unlesbar seien, berichten zahlreiche Beobachter. Nutzer auf der Plattform X sprachen von einer „kopfschmerzauslösenden" Leseerfahrung. Große I seien nicht von L und T zu unterscheiden, E nicht von F – ein gestalterisches Chaos, das den Gesamteindruck des ohnehin umstrittenen Baus perfekt auf den Punkt bringe.
Die Reaktionen im Netz ließen nicht lange auf sich warten. Memes und Spottbilder überschwemmten die sozialen Medien. Ein Nutzer fasste den unleserlichen Fassadentext sarkastisch zusammen: „Was verstehst du nicht an ‚YOU ARE AMERICA ED BY HABILAND UNENCUMBERED ADY TO SEIZE WE'?" Die Häme ist vernichtend – und sie trifft einen wunden Punkt.
Kosten explodieren, Anwohner werden verdrängt
Doch die ästhetische Katastrophe ist nur die Spitze eines gewaltigen Eisbergs. Das Projekt, das ursprünglich deutlich günstiger hätte werden sollen, hat sich zu einem finanziellen Fass ohne Boden entwickelt. Die Kosten nähern sich der Milliarden-Dollar-Marke, während die Stiftung hinter dem Zentrum Berichten zufolge nur noch über Reserven von rund 116 Millionen Dollar verfüge – bei geschätzten verbleibenden Baukosten von 230 Millionen Dollar, Personalkosten nicht eingerechnet. Die Eröffnung wurde auf Juni 2026 verschoben.
Besonders bitter: Die Anwohner der South Side von Chicago, jenes Viertels, dem das Zentrum angeblich zugutekommen sollte, werden systematisch verdrängt. Stadträtin Jeanette Taylor warnte eindringlich, dass solche Entwicklungen „genau die Menschen vertreiben, für die man angeblich etwas verbessern will". Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache – Mieten für Zwei-Zimmer-Wohnungen seien von 800 auf über 1.800 Dollar monatlich gestiegen. Gentrifizierung im Namen des Fortschritts, könnte man sagen.
Diversitätspolitik mit Nebenwirkungen
Als wäre das nicht genug, hat auch die ideologisch motivierte Vergabepolitik beim Bau für Schlagzeilen gesorgt. Die auf Diversitätskriterien ausgerichtete Auswahl von Bauunternehmen habe zu Klagen wegen „rassistischer Diskriminierung" und Beschwerden über mangelhafte Leistungen geführt. Ein Paradebeispiel dafür, wie identitätspolitische Vorgaben in der Praxis scheitern können – ein Phänomen, das auch in Deutschland zunehmend zu beobachten ist, wo ideologische Kriterien immer häufiger über fachliche Kompetenz gestellt werden.
Trump kontert mit klassischer Architektur
US-Präsident Donald Trump ließ es sich nicht nehmen, den strauchelnden Bau genüsslich zu kommentieren. Obama brauche „Hilfe", das Gebäude sei „nicht besonders hübsch" und das Geld sei ausgegangen, so Trump. Er stellte dem Projekt seine eigene Vision klassischer amerikanischer Architektur gegenüber – etwa den geplanten Triumphbogen nahe der Arlington Memorial Bridge, der eine Rückkehr zu zeitloser Ästhetik symbolisieren solle.
Der Kontrast könnte kaum schärfer sein: Auf der einen Seite ein Präsident, der auf bewährte architektonische Traditionen setzt, auf der anderen ein Vorgänger, dessen Vermächtnisbau von Kritikern wahlweise als „sowjetischer Bunker", „totalitäres Kommandozentrum direkt aus Orwells 1984" oder schlicht als „Betonklo" verspottet wird.
Ein Monument der Selbstüberschätzung
Obamas Verteidiger behaupten weiterhin, das Zentrum werde ein „wirtschaftlicher Katalysator" für die schwarze Gemeinschaft Chicagos sein. Die Realität erzählt eine andere Geschichte: Verdrängung, explodierende Kosten und ein Bauwerk, das selbst wohlwollende Betrachter als dystopisch bezeichnen. Es ist die altbekannte Heuchelei einer liberalen Elite, die Gleichheit predigt und gleichzeitig narzisstische Denkmäler errichtet, deren Last die arbeitende Bevölkerung zu tragen hat.
Man kennt dieses Muster auch aus Deutschland, wo Großprojekte wie der BER oder die Elbphilharmonie zu Symbolen politischer Selbstüberschätzung wurden. Der Unterschied: In Chicago trägt das Ganze auch noch den Namen eines einzelnen Mannes – und genau das macht es so entlarvend. Während die Bürger der South Side unter steigenden Mieten ächzen, wächst Obamas „Turm des Grauens" weiter in den Himmel. Ein passendes Monument, so scheint es, für eine Ära der Spaltung und des Niedergangs.
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