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Kettner Edelmetalle
09.03.2026
09:23 Uhr

Ölpreis durchbricht 100-Dollar-Marke: Iran-Krieg treibt Deutschland an den wirtschaftlichen Abgrund

Ölpreis durchbricht 100-Dollar-Marke: Iran-Krieg treibt Deutschland an den wirtschaftlichen Abgrund

Was viele Experten seit Monaten befürchtet haben, ist nun bittere Realität geworden. Der Ölpreis hat am Wochenende die psychologisch entscheidende Marke von 100 Dollar je Barrel nicht nur erreicht, sondern regelrecht pulverisiert. Am späten Sonntagabend des 8. März notierte US-Öl bei 111,24 Dollar pro Fass, die Nordseesorte Brent lag mit 111,14 Dollar auf nahezu identischem Niveau. Ein Anstieg von rund 20 Prozent – wohlgemerkt innerhalb eines einzigen Wochenendes.

Über 50 Prozent Preisanstieg in nur einer Woche

Die Zahlen sind erschreckend. Noch vor dem Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar kostete ein Barrel Brent rund 73 Dollar. Seitdem hat sich der Preis um mehr als 50 Prozent verteuert. Der Grund liegt auf der Hand: Die Straße von Hormus, jene strategisch bedeutsame Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports fließt, ist de facto gesperrt. Das iranische Militär kontrolliert die Passage – und damit eine der wichtigsten Lebensadern der globalen Energieversorgung.

Wer sich noch an die Ölkrise der 1970er Jahre erinnert, dem dürfte bei diesen Nachrichten ein kalter Schauer über den Rücken laufen. Damals wie heute zeigt sich die fatale Abhängigkeit westlicher Industrienationen von fossilen Energieträgern aus geopolitisch instabilen Regionen. Deutschland, das sich unter der ideologiegetriebenen Energiepolitik der vergangenen Jahre systematisch seiner eigenen Energiesouveränität beraubt hat, trifft diese Entwicklung mit besonderer Härte.

Trump spielt den Ölpreis-Schock herunter

US-Präsident Donald Trump zeigt sich derweil bemerkenswert unbeeindruckt. Auf seiner Plattform Truth Social bezeichnete er die explodierenden Ölpreise als einen „sehr kleinen Preis, der für Sicherheit und Frieden in den USA und auf der Welt zu zahlen ist". Die Preise würden schnell wieder sinken, sobald die Zerstörung des iranischen Atomprogramms abgeschlossen sei. „Nur Narren würden anders denken", fügte er in gewohnt diplomatischer Manier hinzu.

Doch selbst in Washington wächst der Druck. US-Energieminister Chris Wright versicherte im Sender CNN, die angespannte Preissituation werde höchstens wenige Wochen andauern. Es gebe in der gesamten westlichen Hemisphäre keine Energieknappheit. Öltanker, die in der Golfregion festsäßen, könnten möglicherweise militärisches Geleit der US-Streitkräfte erhalten. Noch bemerkenswerter: US-Finanzminister Scott Bessent deutete an, die Regierung erwäge die Aufhebung von Sanktionen auf russisches Öl – eine geopolitische Kehrtwende, die noch vor Monaten undenkbar gewesen wäre.

Ein Eingeständnis gescheiterter Sanktionspolitik?

Dass Washington nun ausgerechnet russisches Öl als Rettungsanker in Betracht zieht, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Jahrelang hat der Westen Russland mit Sanktionen überzogen, hat Deutschland seine Pipeline-Infrastruktur – Stichwort Nord Stream – mutwillig zerstören lassen, hat sich in eine beispiellose Abhängigkeit von amerikanischem Flüssiggas begeben. Und nun, da die nächste Krise zuschlägt, soll plötzlich wieder russisches Öl die Märkte beruhigen? Man fragt sich unwillkürlich, ob in den Regierungszentralen dieser Welt überhaupt noch jemand strategisch denkt.

Deutschlands Wirtschaft vor dem nächsten Rückschlag

Für Deutschland könnten die Folgen verheerend sein. Das Bundeswirtschaftsministerium befürchtet bereits eine spürbare Dämpfung der Konjunktur. Wegen der auf den Weltmärkten gestiegenen Gas- und Ölpreise sei „das Risiko für einen Rückschlag bei der erwarteten Erholung der Industriekonjunktur deutlich gestiegen", heißt es aus dem Ministerium. Eine Formulierung, die in der nüchternen Sprache der Bürokratie nichts anderes bedeutet als: Es droht eine Rezession.

Die Fakten untermauern diese düstere Prognose. Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion zu Jahresbeginn überraschend gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten im Januar zusammen 0,5 Prozent weniger her als im Vormonat – und das, obwohl Ökonomen mit einem Wachstum von 1,0 Prozent gerechnet hatten. Der Auftragseingang brach im Januar nach vier starken Monaten um satte 11,1 Prozent ein.

Ein Hoffnungsschimmer – mit großem Aber

Nicht alle Experten malen den Teufel an die Wand. Michael Herzum von Union Investment relativierte die Zahlen: Der Rückgang der Aufträge sei lediglich eine Normalisierungsbewegung im Aufschwung. Dank der kräftigen Neubestellungen der vergangenen Monate seien die Auftragsbücher vieler Unternehmen so gut gefüllt wie selten zuvor. Rein rechnerisch könne die deutsche Industrie acht Monate lang produzieren – ohne einen einzigen neuen Auftrag. Doch diese Beruhigung steht unter einem entscheidenden Vorbehalt: Sofern der aktuell hohe Ölpreis nur ein vorübergehendes Phänomen bleibt.

Und genau hier liegt das Problem. Niemand kann derzeit seriös vorhersagen, wie lange der Iran-Konflikt andauern wird. Ein Ende ist nicht absehbar. Sollte die Straße von Hormus über Wochen oder gar Monate blockiert bleiben, dürften die wirtschaftlichen Verwerfungen weit über das hinausgehen, was selbst pessimistische Prognosen derzeit andeuten.

Die fatale Energieabhängigkeit rächt sich

Deutschland steht einmal mehr vor den Trümmern einer verfehlten Energiepolitik. Statt in den vergangenen Jahren konsequent auf Energiediversifizierung und -souveränität zu setzen, hat man Kernkraftwerke abgeschaltet, heimische Gasförderung blockiert und sich in ideologische Debatten über Windräder und Wärmepumpen verstrickt. Das Ergebnis: Eine Volkswirtschaft, die bei jedem geopolitischen Beben wie ein Kartenhaus ins Wanken gerät.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht nun vor einer Bewährungsprobe. Das geplante 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur wird die Staatskassen ohnehin auf Jahre belasten. Kommen nun noch explodierende Energiekosten hinzu, die Inflation weiter anheizen und die Kaufkraft der Bürger zusätzlich schmälern, könnte sich die wirtschaftliche Erholung, auf die so viele gehofft haben, als Fata Morgana erweisen.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der Wert krisensicherer Anlagen. Während Aktienmärkte nervös reagieren und Währungen unter Druck geraten, bewähren sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber traditionell als verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte eine Beimischung physischer Edelmetalle in einem breit gestreuten Portfolio ernsthaft in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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