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Kettner Edelmetalle
09.03.2026
06:59 Uhr

Ölpreis explodiert: Iran-Krieg treibt Barrel-Preis auf 120 Dollar – und Trump nennt es einen „geringen Preis"

Was sich in den vergangenen Tagen an den globalen Rohstoffmärkten abspielt, hat das Zeug zur wirtschaftlichen Zeitenwende. Der Preis für ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent schoss in der Nacht auf Montag um bis zu 29 Prozent auf nahezu 120 Dollar empor – ein Niveau, das die Welt zuletzt im Sommer 2022 gesehen hatte. Zwar konnte sich der Preis nicht ganz auf diesem Höchststand halten, doch mit über 115 Dollar am Morgen lag er immer noch satte 24 Prozent über dem Freitagsschluss. Seit Beginn des Iran-Kriegs vor gut einer Woche summiert sich der Anstieg auf fast 60 Prozent. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen: Sechzig Prozent in einer Woche.

WTI-Öl steigt noch dramatischer

Noch heftiger traf es die amerikanische Referenzsorte WTI. Sie verteuerte sich in der Nacht auf Montag um bis zu 21 Prozent auf ebenfalls knapp 120 Dollar, bevor sie sich bei rund 113 Dollar einpendelte. Seit dem Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran hat WTI-Öl damit um knapp 70 Prozent zugelegt. Ende Februar – eine gefühlte Ewigkeit her – kostete ein Barrel noch bescheidene 70 Dollar. Die Spritpreise an deutschen Tankstellen sind naturgemäß ebenfalls kräftig gestiegen, was jeden Bürger unmittelbar im Geldbeutel trifft.

Asiens Börsen im freien Fall

Die Schockwellen des Ölpreisanstiegs erreichten in der Nacht die asiatischen Finanzmärkte mit voller Wucht. In Tokio stürzte der Nikkei-Index zeitweise um rund sieben Prozent ab und durchbrach die Marke von 52.000 Zählern nach unten. Noch schlimmer erwischte es Seoul: Der südkoreanische KOSPI sackte um etwa acht Prozent auf 5.132 Punkte. Die ostasiatischen Volkswirtschaften sind in besonderem Maße auf Ölimporte angewiesen – ein Preisschock dieser Dimension trifft sie ins Mark.

Wer sein Vermögen in Aktien und ETFs geparkt hat, dürfte angesichts solcher Einbrüche nervös auf den Bildschirm starren. Einmal mehr zeigt sich, wie fragil die globalen Finanzmärkte auf geopolitische Verwerfungen reagieren – und wie schnell vermeintlich sichere Kursgewinne in Rauch aufgehen können.

Die Straße von Hormus: Nadelöhr der Weltwirtschaft

Im Zentrum der Angst steht die Straße von Hormus, jene schmale Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die in Friedenszeiten täglich rund ein Fünftel des gesamten weltweiten Ölhandels fließt. Seit den gegenseitigen Angriffen zwischen der amerikanisch-israelischen Koalition und dem Iran passieren kaum noch Schiffe dieses Nadelöhr. Auch für den Transport von Flüssiggas – etwa aus Katar – ist die Route von entscheidender Bedeutung.

Katars Energieminister Saad al-Kaabi warnte Ende vergangener Woche in einem Interview mit der „Financial Times" vor den verheerenden Konsequenzen einer anhaltenden Eskalation. Es sei durchaus möglich, dass sämtliche Förderstaaten am Persischen Golf ihre Produktion innerhalb weniger Wochen einstellen müssten. In diesem Szenario könnte der Ölpreis auf 150 Dollar pro Barrel klettern – ein Albtraum für die ohnehin angeschlagene Weltwirtschaft.

Trump: „Nur Idioten würden das anders sehen"

US-Präsident Donald Trump, dem die explodierenden Energiepreise mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen im Herbst durchaus zum Verhängnis werden könnten, versuchte sich derweil in gewohnt markiger Beschwichtigung. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, die „kurzzeitigen Ölpreise" würden nach der Beseitigung der nuklearen Bedrohung durch den Iran „rapide sinken" und seien ein „sehr geringer Preis für die Sicherheit und den Frieden der USA und der Welt". Und weil Trump eben Trump ist, fügte er in Großbuchstaben hinzu: „NUR IDIOTEN WÜRDEN DAS ANDERS SEHEN!"

Man mag von Trumps Rhetorik halten, was man will – doch die Frage, ob die Beseitigung einer nuklearen Bedrohung den wirtschaftlichen Preis rechtfertigt, ist durchaus berechtigt. Ob die amerikanischen Verbraucher das an der Zapfsäule genauso gelassen sehen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Was bedeutet das für Deutschland?

Für die Bundesrepublik kommt der Ölpreisschock zur denkbar ungünstigsten Zeit. Die deutsche Wirtschaft laboriert ohnehin an strukturellen Schwächen, die Inflation frisst sich durch die Haushalte der Bürger, und die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat mit ihrem 500-Milliarden-Sondervermögen bereits die nächste Schuldenexplosion eingeleitet. Steigende Energiepreise werden die Inflation weiter anheizen und die Kaufkraft der Deutschen zusätzlich schmälern. Sprit, Gas, Strom – all das wird teurer. Und die Zeche zahlt wie immer der kleine Mann.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Vermögensschutz. Während Aktienmärkte einbrechen und Währungen unter dem Druck steigender Energiekosten ächzen, bewähren sich Gold und Silber seit Jahrtausenden als Krisenwährung. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen diversifiziert hat, kann den aktuellen Turbulenzen deutlich gelassener entgegenblicken als jene, die ausschließlich auf volatile Papierwerte gesetzt haben.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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