
Olympische Winterspiele: Deutsche Kombinierer kämpfen gegen das drohende Debakel

Es ist ein Bild, das sinnbildlich für den bisherigen Verlauf dieser Winterspiele steht: Dichtes Schneetreiben, eingeschränkte Sicht, widrige Bedingungen. Doch ausgerechnet in diesem Chaos scheinen die deutschen Nordischen Kombinierer endlich ihren Rhythmus gefunden zu haben. Nach einer bislang enttäuschenden Olympia-Bilanz keimte beim letzten Skispringen der Disziplin plötzlich Hoffnung auf – Gold-Hoffnung.
Rydzek und Geiger springen sich an die Spitze
Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger zeigten im Team Sprint beim Skispringen in Predazzo eine beeindruckende Vorstellung. Rydzek segelte trotz des dichten Schneetreibens auf starke 123 Meter, sein Teamkollege Geiger landete nur einen halben Meter dahinter bei 122,5 Metern. Das Ergebnis: Ein Vorsprung von 13 Sekunden auf die zweitplatzierten Norweger – eine komfortable, wenngleich keineswegs sichere Ausgangsposition für das entscheidende Langlaufrennen in Tesero.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Zwei deutsche Athleten, die wochenlang unter dem Radar flogen, die bei diesen Spielen bisher ohne jede Medaille blieben, stehen plötzlich vor der größten Chance dieser Winterspiele. Es wäre nicht das erste Mal, dass deutsche Sportler dann am stärksten sind, wenn der Druck am größten ist.
Historisches Versagen droht
Denn die Dimension dessen, was auf dem Spiel steht, kann kaum überschätzt werden. Sollten Rydzek und Geiger es nicht auf das Podest schaffen, wäre es für den Deutschen Skiverband die erste Olympia-Teilnahme seit 1998 ohne Edelmetall in der Nordischen Kombination. Seit über einem Vierteljahrhundert hat Deutschland bei jedem Winterspiel mindestens eine Medaille in dieser traditionsreichen Disziplin errungen. Diese Serie steht nun auf Messers Schneide.
Die Nordische Kombination war einst eine Paradedisziplin des deutschen Wintersports. Doch die Zeiten, in denen deutsche Athleten diese Sportart nach Belieben dominierten, scheinen vorbei. Ob mangelnde Nachwuchsförderung, fehlende Investitionen in die Infrastruktur oder schlicht die wachsende internationale Konkurrenz – die Gründe für den schleichenden Niedergang sind vielfältig. Und sie werfen einmal mehr die Frage auf, ob Deutschland seinen Spitzensport noch mit der nötigen Ernsthaftigkeit betreibt.
Letzte Chance im Langlauf
Das entscheidende Langlaufrennen dürfte zu einem Nervenkrimi werden. 13 Sekunden Vorsprung klingen komfortabel, doch wer die Stärke der norwegischen Langläufer kennt, weiß, dass dieser Puffer in Windeseile dahinschmelzen kann. Die Skandinavier gelten auf der Loipe als nahezu unschlagbar und werden alles daransetzen, den deutschen Vorsprung zu pulverisieren.
Für Rydzek, den erfahrenen Routinier, könnte es womöglich die letzte große olympische Bühne sein. Für den jüngeren Geiger eine Chance, sich endgültig in die Riege der deutschen Wintersport-Legenden einzureihen. Beide wissen: Es geht um mehr als eine Medaille. Es geht um den Stolz einer ganzen Disziplin, um die Ehre des deutschen Wintersports – und darum, ein drohendes historisches Debakel in letzter Sekunde abzuwenden.
Deutschland braucht solche Momente. Momente, in denen Athleten unter widrigsten Bedingungen über sich hinauswachsen. Momente, die zeigen, dass Leistung, Disziplin und Willenskraft noch immer zählen. Ob Rydzek und Geiger diesen Moment liefern können, wird sich auf der Loipe von Tesero entscheiden.
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