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Oxford-Chirurg packt aus: Wie das Gesundheitssystem in Gaza systematisch ausgelöscht wird

Oxford-Chirurg packt aus: Wie das Gesundheitssystem in Gaza systematisch ausgelöscht wird

Es gibt Zeugnisse, die lassen sich nicht mehr mit den üblichen Reflexen vom Tisch wischen. Keine Etiketten, keine Schubladen, keine bequemen Diffamierungen helfen weiter, wenn ein britischer Spitzenchirurg der Universität Oxford, der seit über einem Jahrzehnt in Gaza Krebsoperationen durchführt und Medizinstudenten unterrichtet, vor laufender Kamera schildert, was er mit eigenen Augen gesehen hat. Professor Nick Maynard, Spezialist für Speiseröhren- und Magenchirurgie am Oxford University Hospital, hat in einem ausführlichen Interview mit dem amerikanischen Journalisten Tucker Carlson Aussagen gemacht, die das offizielle westliche Narrativ in seinen Grundfesten erschüttern.

Ein Zeuge, den man nicht mundtot machen kann

Maynard ist kein Aktivist. Er ist kein Politiker, kein Parteigänger irgendeiner Bewegung. Er ist Arzt – und zwar einer der renommiertesten seines Fachs in Großbritannien. Genau das macht ihn für die mediale Mauer des Schweigens so gefährlich. Wer ihn diskreditieren will, läuft ins Leere. Seit 2010 reise er regelmäßig nach Gaza, habe in allen großen Kliniken operiert – im Shifa, im Al-Aqsa, im Indonesischen Krankenhaus, im Europäischen Krankenhaus und zuletzt im Nasser-Krankenhauskomplex in Khan Younis, dem einzigen noch funktionierenden großen Krankenhaus des Gazastreifens.

Die anderen Kliniken? Zerstört. Und zwar nicht, wie Maynard betont, durch versehentliche Treffer im Nebel des Krieges, sondern durch gezielte Angriffe. „Jedes einzelne Krankenhaus wurde angegriffen", so der Chirurg.

Zahlen, die alles in den Schatten stellen

Die statistische Dimension, die Maynard nennt, ist erdrückend. Nahezu 2.000 Gesundheitsarbeiter seien während dieses Konflikts getötet worden – 75 pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In der Ukraine liege diese Zahl bei 0,8 pro 100.000. In allen anderen jüngeren Konflikten bewege sie sich im einstelligen Bereich. Wer hier noch von „Kollateralschäden" spricht, beleidigt jede statistische Vernunft.

Im Januar 2024 habe Maynard selbst im Al-Aqsa-Krankenhaus operiert, als eine israelische Rakete die Intensivstation direkt neben seinem Operationssaal getroffen habe. Während er am Patienten stand. Die offizielle Begründung – Hamas-Kommandozentralen unter den Kliniken – bezeichnet er als Lüge ohne jeden Beweis. Er sei „in jedem Quadratzentimeter dieser Krankenhäuser" gewesen und habe „absolut nichts" gesehen, was auf eine militärische Hamas-Präsenz hindeute.

Das tödliche „Spiel" an den Lebensmittelausgaben

Besonders verstörend sind Maynards Schilderungen zu den Verteilpunkten der sogenannten Gaza Humanitarian Foundation. Dort beobachte er ein wiederkehrendes Muster: Lebensmittel würden in einem umzäunten Gelände ausgelegt, die Tore blieben verschlossen, bis sich eine Übermenge an Wartenden gestaut habe. Werden die engen Tore dann geöffnet, breche Chaos aus – und in diesem Moment eröffneten Soldaten und Quadcopter-Drohnen das Feuer auf unbewaffnete Zivilisten. Die Opfer seien überwiegend jugendliche Jungen, elf, zwölf, dreizehn Jahre alt. Familien schickten die Kräftigsten zum Essenholen.

Maynard und seine Kollegen hätten im Nasser-Krankenhaus eine unheimliche Clusterbildung der Schussverletzungen registriert: An einem Tag seien 19 jugendliche Jungen ausschließlich in Kopf und Hals getroffen worden. An einem anderen Tag dominierten Brustschüsse, am nächsten Bauchschüsse. An einem Samstag seien vier Jungen ausschließlich in die Hoden geschossen worden. „Es war jenseits von Zufall", so der Chirurg. Es habe gewirkt, als würde ein „Spiel" gespielt – heute der Kopf, morgen der Bauch. Ein zwölfjähriger Junge sei unter seinen Händen auf dem OP-Tisch verblutet, getroffen durch die Aorta, während er versucht habe, Essen für seine hungernde Familie zu holen.

Folter als institutionalisiertes Programm

Maynard berichtet von einem systematischen Entführungs- und Folterprogramm gegen palästinensische Gesundheitsarbeiter. Nahezu 500 medizinische Fachkräfte seien seit Oktober 2023 verschleppt und ohne Anklage in israelischen Gefängnissen festgehalten worden. Keinem sei ein Prozess gemacht worden. Er habe detaillierte Video- und Audiozeugnisse von Überlebenden aufgenommen. Was sie schilderten, gehöre in die Kategorie der Folterhandbücher autoritärer Regime: 60 Tage Blendung mit verbundenen Augen, Elektroschocks an den Genitalien, Schläge über zwölfstündige Perioden, Zwangshaltungen über zwei Monate ohne Schlaf, ferngesteuerte Hunde mit aufgeschnallten Kameras und Schusswaffen, die in Krankenhäuser geschickt würden.

Ein bekannter orthopädischer Chirurg, mit dem Maynard im Mai 2023 noch Kaffee getrunken habe, sei zu Tode gefoltert worden. Sky News habe in investigativen Recherchen dokumentiert, dass die Todesursache tägliche Vergewaltigung über zwei Wochen gewesen sei. Die Leiche sei nie zurückgegeben worden. Ein junger plastischer Chirurg sei tot aufgefunden worden – Hände auf dem Rücken gefesselt, eine Kugel im Kopf. Neben ihm seine Mutter, ebenfalls gefesselt und erschossen.

Aushungern als Waffe

Auch die Ernährungslage beschreibt Maynard mit klinischer Präzision. Nach dem Bruch des Waffenstillstands am 18. März 2025 sei eine komplette Blockade verhängt worden – keine Lebensmittel, keine Medizin, keine Babynahrung. Die Folgen seien im OP-Saal unmittelbar sichtbar gewesen: Patienten mit eigentlich überlebbaren Verletzungen, deren Gewebe nicht mehr heilten. „Sie fielen auseinander", weil die Körper keine Ressourcen für die Wundheilung mehr gehabt hätten.

Die elfjährige Habiba mit zertrümmerter Speiseröhre habe die komplizierte nächtliche Rekonstruktion überlebt, sei aber vier Wochen später gestorben. Nicht an der Operation. Sondern weil das Krankenhaus nichts gehabt habe, um sie zu ernähren. Auf der Neugeborenen-Intensivstation seien vier Frühgeborene verhungert. Mitgebrachte Babynahrung amerikanischer Ärzte sei an der Grenze konfisziert worden. Maynard selbst habe in einem Monat acht Kilogramm verloren, einen befreundeten Chirurgen mit 40 Kilogramm Gewichtsverlust habe er nicht wiedererkannt.

Das ohrenbetäubende Schweigen des Westens

Was Maynard so unbequem macht, ist seine institutionelle Unangreifbarkeit. Oxford-Professor, Krebschirurg, ein britischer Arzt in den Sechzigern, der seit 16 Jahren Leben rettet. Die Reaktion des Establishments sei trotzdem bezeichnend gewesen. Premierminister Keir Starmer habe ein detailliertes Dossier mit Fotos und schriftlichen Beweisen erhalten. Maynard habe hochrangige Beamte der Biden-Administration getroffen, darunter Samantha Power – jene Autorin, die für ein Buch über Genozidprävention den Pulitzer-Preis erhalten habe. Er habe laminierte Farbfotografien von Babys mit Kopfschüssen, von Kindern ohne Gliedmaßen, von verhungerten Kindern auf den Tisch gelegt. Die Reaktion? Freundliches Nicken. Keine Taten.

Die BBC, mit der er mehrfach gesprochen habe, habe sich geweigert, seine Berichte auszustrahlen. Einzelne BBC-Journalisten seien verzweifelt gewesen, von ihren Redaktionsleitungen aber gestoppt worden. Die etablierten Medien, die jeden noch so absurden Verdacht gegen unliebsame Regierungen ausschlachten, schweigen, wenn es darauf ankäme. Eine Doppelmoral, die kein vernünftiger Bürger länger akzeptieren kann.

Was bedeutet das fĂĽr uns?

Die offiziellen Zahlen des Gesundheitsministeriums in Gaza nennen über 76.000 direkt durch Kriegshandlungen Getötete. Die Fachzeitschrift The Lancet schätze, dass diese Zahl wegen der unter Trümmern Begrabenen um etwa 50 Prozent zu niedrig sei. Konservative Berechnungen kämen auf über 250.000 Tote – mehr als zehn Prozent der Bevölkerung Gazas.

Während die deutsche Politik mit aller Härte gegen unliebsame Meinungen im Inland vorgeht, Algorithmen kontrollieren möchte und jeden kritischen Bürger als „Demokratiefeind" stigmatisiert, schweigt sie zu Berichten dieser Dimension. Wer hier noch behauptet, alles sei in Ordnung mit unserer Politik und unseren Leitmedien, hat entweder nicht hingesehen oder will nicht hinsehen. Maynards Schilderungen sind ein Spiegel, in den der Westen nicht mehr blicken möchte. Dass ein Oxford-Chirurg ausgerechnet bei Tucker Carlson sprechen muss, weil ihm keiner der etablierten Sender Raum gibt, sagt mehr über den Zustand unserer Medienlandschaft aus als jede Sonntagsrede über Pressefreiheit.

Edelmetalle als Anker in einer Welt, die aus den Fugen gerät

Wenn Regierungen lügen, Medien filtern und ganze Bevölkerungen zu Komplizen unbeschreiblicher Verbrechen gemacht werden, dann zerbricht das Vertrauen in das gesamte System. Vertrauen ist aber die Grundlage jeder Papierwährung. Es ist kein Zufall, dass in Zeiten geopolitischer Eskalation und moralischer Implosion physisches Gold und Silber als zeitlose Wertspeicher wieder ins Bewusstsein der Sparer rücken. Wer sein Vermögen in greifbaren, staatsunabhängigen Werten sichert, macht sich unabhängig von den Stimmungen einer Politik, die Wahrheit zunehmend als Verhandlungsmasse betrachtet.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Jeder Leser ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren oder qualifizierte Berater hinzuziehen.

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