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Kettner Edelmetalle
30.03.2026
06:44 Uhr

Pakistan als Vermittler: Stehen die USA und der Iran vor ersten Kriegsgesprächen?

Während die Welt gebannt auf den eskalierenden Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran blickt, zeichnet sich am Horizont ein diplomatischer Silberstreif ab – oder zumindest das, was man in diesen düsteren Zeiten dafür halten könnte. Pakistans Außenminister Ishaq Dar verkündete am Sonntag in Islamabad, dass sein Land in Kürze Gespräche zwischen Washington und Teheran ausrichten werde. Wohlgemerkt: nicht Friedensverhandlungen, sondern lediglich „Verhandlungen über den Krieg". Eine semantische Nuance, die Bände spricht.

Islamabad wird zur diplomatischen Drehscheibe

Das Treffen der Außenminister Pakistans, Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Türkei in der pakistanischen Hauptstadt scheint tatsächlich einen gewissen Fortschritt gebracht zu haben. Dar betonte, sein Land habe sich aktiv an allen Bemühungen beteiligt, den Konflikt zu beenden, und stehe in engem Kontakt mit der US-Führung, um eine Deeskalation herbeizuführen. Ob Pakistan tatsächlich das diplomatische Gewicht besitzt, um zwischen zwei derart verhärteten Fronten zu vermitteln, darf man durchaus bezweifeln. Doch in Zeiten, in denen die traditionellen westlichen Vermittlungsinstanzen – allen voran die Europäische Union – vor allem mit sich selbst beschäftigt sind, rücken eben andere Akteure in den Vordergrund.

Bemerkenswert ist dabei, dass ausgerechnet jene Staaten am Verhandlungstisch sitzen, die selbst massive Eigeninteressen in der Region verfolgen. Saudi-Arabien, das sich seit Wochen iranischem Raketenbeschuss ausgesetzt sieht, die Türkei mit ihren eigenen geopolitischen Ambitionen, Ägypten als traditioneller Stabilitätsanker – sie alle verfolgen ihre ganz eigene Agenda. Dass aus diesem Geflecht widerstreitender Interessen ein tragfähiger Kompromiss erwachsen könnte, erscheint bestenfalls optimistisch.

Teherans Drohgebärden konterkarieren jede Diplomatie

Noch während in Islamabad über Gesprächsformate debattiert wurde, ließ der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Qalibaf keinen Zweifel daran, wie ernst es seinem Land mit der militärischen Konfrontation ist. Seine Worte waren unmissverständlich: Die iranischen Streitkräfte würden amerikanische Bodentruppen „in Brand setzen" und deren „regionale Partner für immer bestrafen". Mit letzteren dürften vor allem die Golfstaaten gemeint sein, die Washington logistisch und strategisch unterstützen.

Solche Rhetorik kennt man aus Teheran seit Jahrzehnten. Doch diesmal ist die Lage eine grundlegend andere. Der Krieg tobt bereits seit vier Wochen, und die Zahlen sprechen eine erschreckende Sprache: Allein die Vereinigten Arabischen Emirate mussten sich bislang gegen mehr als 410 Raketen, 1.900 Drohnen und 15 Marschflugkörper verteidigen. Elf Menschen wurden getötet, rund 180 verletzt. Und das ist nur die Bilanz eines einzigen Golfstaates.

Das Rätsel um Chamenei junior

Mindestens ebenso beunruhigend wie die militärische Eskalation ist das mysteriöse Verschwinden des neuen iranischen Führers Ajatollah Modschtaba Chamenei. Seit dem ersten Angriff, bei dem sein Vater und Vorgänger getötet wurde, hat sich der Sohn weder öffentlich gezeigt noch war seine Stimme zu hören. Iranische Staatsmedien verbreiteten zwar eine Botschaft, in der er dem Irak für dessen Unterstützung dankte – doch diese wurde lediglich verlesen. Kein Bild, kein Ton, keine Spur des Mannes, der das Schicksal von 88 Millionen Iranern in seinen Händen halten soll.

Die Gerüchte über seinen Gesundheitszustand verdichten sich. Er soll bei dem Angriff schwer verletzt worden sein. Sollte sich dies bewahrheiten, stellt sich eine brisante Frage: Wer führt den Iran tatsächlich? Ein Land im Krieg, dessen oberster Führer möglicherweise handlungsunfähig ist – das ist ein Pulverfass, dessen Sprengkraft weit über die Region hinausreicht.

Wo bleibt Europas Stimme?

Und Deutschland? Verteidigungsminister Pistorius stellte zuletzt einen deutschen Einsatz für eine Waffenruhe „in Aussicht" – eine Formulierung, die so unverbindlich ist, dass sie schon fast an Arbeitsverweigerung grenzt. Während Pakistan die diplomatische Initiative ergreift und selbst kleinere Regionalmächte Verantwortung übernehmen, verharrt Berlin in seiner gewohnten Rolle des besorgten Zuschauers. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat bislang wenig erkennen lassen, dass sie in der Außenpolitik einen entschiedeneren Kurs einschlagen will als ihre Vorgänger.

Dabei wäre gerade jetzt ein starkes europäisches Engagement gefragt. Der Konflikt droht, eine neue Asylwelle aus dem Nahen Osten auszulösen – der Deutsche Städtebund hat bereits entsprechende Vorbereitungen gefordert. Doch statt proaktiv zu handeln, wartet man in Berlin offenbar lieber ab, bis die Konsequenzen des eigenen Nichtstuns an den deutschen Grenzen anklopfen. Ein Muster, das sich in der deutschen Politik mit ermüdender Regelmäßigkeit wiederholt.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die angekündigten Gespräche in Pakistan tatsächlich zustande kommen – und ob sie mehr sind als diplomatisches Theater. In einer Welt, in der Raketen sprechen und Staatsoberhäupter verschwinden, wäre selbst ein bescheidener Anfang besser als das ohrenbetäubende Schweigen, das derzeit aus den europäischen Hauptstädten zu vernehmen ist.

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