
Peking nutzt Amerikas Ablenkung: China erhöht Druck auf Japan im Handelskonflikt

Während die Vereinigten Staaten ihre Aufmerksamkeit auf die Krise in Venezuela richten, scheint die Volksrepublik China dieses strategische Vakuum geschickt auszunutzen. Analysten beobachten mit wachsender Besorgnis, wie Peking den Druck auf Tokio systematisch verstärkt – ein geopolitisches Schachspiel, das weitreichende Konsequenzen für die globale Wirtschaftsordnung haben könnte.
Zwei Tage, zwei Schläge gegen Japan
Die chinesische Regierung hat innerhalb von nur 48 Stunden gleich zwei bedeutsame Maßnahmen gegen Japan ergriffen. Am Dienstag verhängte das Handelsministerium in Peking ein Exportverbot für sogenannte "Dual-Use"-Produkte an Endnutzer, die mit dem japanischen Militär in Verbindung stehen. Einen Tag später folgte die Ankündigung einer Anti-Dumping-Untersuchung gegen Dichlorsilan – eine Schlüsselchemikalie für die Halbleiterproduktion. Diese Untersuchung soll mindestens ein Jahr andauern.
Die Timing-Wahl erscheint dabei keineswegs zufällig. Alicia Garcia-Herrero, Chefökonomin für den asiatisch-pazifischen Raum bei der französischen Investmentbank Natixis, bringt es auf den Punkt: Pekings Vorgehen falle bewusst mit den Ereignissen in Venezuela zusammen. China könnte davon ausgehen, dass Washington derzeit mit der westlichen Hemisphäre beschäftigt sei und Japan nicht zur Seite springen werde.
Ein gefährliches Kräftemessen
Was diesen Konflikt besonders brisant macht, ist die gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeit beider Nationen. China kontrolliert einen erheblichen Teil der weltweiten Seltenen Erden – jene kritischen Rohstoffe, ohne die moderne Technologie undenkbar wäre. Japan hingegen dominiert den Markt für Halbleiterausrüstung und -materialien. Beide Seiten testen offenbar aus, wie weit dieses wirtschaftliche Tauziehen gehen kann, bevor es zu ernsthaften Verwerfungen kommt.
Der Auslöser: Taiwans Schatten
Die Eskalation begann nicht im luftleeren Raum. Am 7. November hatte die japanische Premierministerin Sanae Takaichi angedeutet, Tokio könnte militärisch auf einen potenziellen Angriff Pekings auf Taiwan reagieren. Für China, das Taiwan als abtrünnige Provinz betrachtet, die notfalls mit Gewalt wiedervereinigt werden müsse, war dies eine rote Linie.
Lehren für Europa und Deutschland
Dieser Konflikt sollte auch in Berlin aufmerksam verfolgt werden. Er zeigt einmal mehr, wie fragil globale Lieferketten sind und wie schnell geopolitische Spannungen wirtschaftliche Realitäten verändern können. Die Abhängigkeit von einzelnen Ländern bei kritischen Rohstoffen und Technologien erweist sich zunehmend als strategische Achillesferse westlicher Volkswirtschaften.
In Zeiten solcher Unsicherheiten gewinnen bewährte Wertanlagen wie physische Edelmetalle an Bedeutung. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisenfeste Vermögenssicherung bewährt – unabhängig von geopolitischen Verwerfungen und Handelskonflikten. Eine Beimischung physischer Edelmetalle kann ein breit gestreutes Portfolio sinnvoll ergänzen und gegen unvorhersehbare Entwicklungen absichern.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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