
Pekings Überproduktion als Waffe: Wie China den Weltmarkt systematisch unterwandert

Was auf den ersten Blick wie wirtschaftliches Chaos wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als eiskaltes Kalkül. China produziert mehr, als es verkaufen kann – und das ist kein Versehen, sondern Strategie. Während deutsche Unternehmen unter dem Preisdruck ächzen und reihenweise in die Knie gehen, baut Peking seine globale Dominanz systematisch aus. Ein Wirtschaftskrieg, der mit Dumpingpreisen geführt wird.
Der ruinöse Preiskampf und seine Folgen
Das Institut der deutschen Wirtschaft schlug bereits 2024 Alarm: Chinas Exportschwemme bedrohe die Industrie in vielen Ländern, auch hierzulande. Doch was damals als Warnung formuliert wurde, ist längst bittere Realität geworden. Chinesische Unternehmen liefern sich erbarmungslose Preiskriege, bei denen sie ihre Produkte so stark rabattieren, dass sie bewusst Verluste in Kauf nehmen. Das Ziel? Die Konkurrenz aus dem Markt drängen – koste es, was es wolle.
Selbst Staatschef Xi Jinping sah sich im Sommer 2025 gezwungen, öffentlich gegen den „ungeordneten Niedrigpreiswettbewerb" Stellung zu beziehen. Ein bemerkenswerter Schritt, der zeigt, wie außer Kontrolle die Situation geraten ist. Doch man sollte sich keine Illusionen machen: Pekings Eingreifen dient nicht dem fairen Wettbewerb, sondern der Schadensbegrenzung im eigenen Land.
Involution – das neue Unwort der chinesischen Wirtschaft
Für diesen selbstzerstörerischen Trend haben die Chinesen sogar einen eigenen Begriff geprägt: „Neijuan" – Involution. Ursprünglich von jungen Menschen verwendet, um den absurden Leistungsdruck in Studium und Beruf zu kritisieren, steht das Wort heute für den auslaugenden Konkurrenzkampf bei sinkenden Erträgen. Eine treffende Beschreibung für eine Wirtschaft, die sich im Hamsterrad der Überproduktion gefangen hat.
China kämpft seit Jahren mit deflationären Tendenzen. Waren und Dienstleistungen werden billiger, doch die Folgen sind verheerend: steigende Arbeitslosigkeit und sinkende Wirtschaftsleistung. Die Regierung steckt in einem Dilemma. Greift sie ein, drohen Pleiten und Jobverluste. Tut sie nichts, fallen die Preise weiter ins Bodenlose.
Strategische Rohstoffkontrolle als geopolitische Waffe
Während die Überproduktion im Inland für Probleme sorgt, nutzt Peking sie im Export als mächtiges Instrument. Besonders im Bereich der kritischen Rohstoffe zeigt sich die perfide Strategie. Die USA werfen China seit langem vor, den Markt mit billigem Lithium, Kobalt und Nickel zu überschwemmen. Das Konzept funktioniert erschreckend gut: Die einzige US-Kobaltmine in Idaho musste nur wenige Wochen nach ihrer Eröffnung wieder schließen – der Preisdruck war schlicht zu hoch.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Obwohl China nur etwa zehn Prozent des weltweiten Lithiums, Kobalts und Kupfers produziert, kontrolliert es schätzungsweise 40 bis 90 Prozent der globalen Verarbeitungskapazitäten. Damit hat Peking enorme Macht über die Lieferketten der Welt – einschließlich rüstungsrelevanter Rohstoffe wie Antimon, das Blei in Munition härtet.
Langfristiges Denken gegen kurzfristige Gewinne
Der Philosoph Bertrand Russell brachte es einst auf den Punkt:
„Die chinesische Nation ist die geduldigste der Welt; sie denkt in Jahrhunderten, so wie andere Nationen in Jahrzehnten denken."
Hinter Pekings Maßnahmen steht ein Politikverständnis, das kurzfristige Verluste bereitwillig in Kauf nimmt, um langfristige strategische Ziele abzusichern. Der niedrige Wechselkurs des Yuan macht chinesische Produkte zusätzlich günstiger. Im November 2025 überstieg Chinas Handelsüberschuss erstmals eine Billion US-Dollar – ein historischer Rekord, der die Dimension dieser wirtschaftlichen Offensive verdeutlicht.
Was bedeutet das für Deutschland?
Für die deutsche Industrie sind diese Entwicklungen alarmierend. Während unsere Politiker sich mit Gendersternchen und Klimazielen beschäftigen, baut China systematisch seine wirtschaftliche Vormachtstellung aus. Die Automobilindustrie, einst Deutschlands Stolz, gerät unter massiven Druck. Audi, BMW und Mercedes müssen sich warm anziehen, denn die chinesische Konkurrenz schläft nicht – sie produziert rund um die Uhr.
Es wäre höchste Zeit, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz diese Bedrohung ernst nimmt und entsprechend handelt. Doch angesichts der geplanten 500 Milliarden Euro Schulden für fragwürdige Infrastrukturprojekte und ideologisch motivierte Klimaziele darf man skeptisch sein, ob die richtigen Prioritäten gesetzt werden. Deutschland braucht eine Wirtschaftspolitik, die den Standort stärkt – nicht eine, die ihn weiter schwächt.
In Zeiten solcher wirtschaftlicher Unsicherheiten und geopolitischer Verwerfungen gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Vermögenssicherung zunehmend an Bedeutung. Sie bieten einen bewährten Schutz gegen Währungsrisiken und können als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios dienen.

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