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Kettner Edelmetalle
07.05.2026
05:58 Uhr

Pendlerpauschale auf der Abschussliste: Steuerberater-Präsident will Millionen Berufstätige zur Kasse bitten

Pendlerpauschale auf der Abschussliste: Steuerberater-Präsident will Millionen Berufstätige zur Kasse bitten

Es ist eine jener Forderungen, die zeigen, wie weit sich Teile der deutschen Funktionärselite mittlerweile von der Lebensrealität der arbeitenden Bevölkerung entfernt haben. Hartmut Schwab, Präsident der Bundessteuerberaterkammer, hat in einem Gespräch mit der "Welt" gefordert, die Pendlerpauschale ersatzlos zu streichen. Den "erwartbaren Aufschrei" – seine Worte – müsse die Politik eben aushalten. Eine bemerkenswerte Aussage von einem Mann, der vermutlich nicht jeden Morgen um halb sechs aufstehen muss, um über verstopfte Autobahnen oder mit chronisch verspäteten Regionalzügen zur Arbeit zu kommen.

Wer zahlt die Zeche? Selbstverständlich der kleine Mann

Die Pendlerpauschale ist keine Wohltat, sondern eine schlichte Anerkennung der Tatsache, dass Wege zur Arbeit reale Kosten verursachen. Sprit, Verschleiß, Bahntickets – all das schmälert den Nettolohn. Wer auf dem Land lebt, weil dort die Mieten noch bezahlbar sind, und in der Stadt arbeitet, weil dort die Jobs sind, ist auf diese Pauschale schlichtweg angewiesen. Eine Streichung träfe genau jene Mittelschicht, die ohnehin schon den Großteil der Steuerlast in Deutschland schultert.

Schwabs Argumentation, man solle "statt Vergünstigungen für einige niedrigere Steuern für alle gewähren", klingt auf den ersten Blick charmant. Doch wer in Berlin politisch handelt, weiß: Streichungen werden eingeführt, Steuersenkungen versprochen – und letztere kommen meistens nie. Die kalte Progression, die heimliche Steuererhöhung durch Inflation, frisst zudem jeden noch so kleinen Entlastungsversuch im Handumdrehen wieder auf.

Auch der Handwerkerbonus soll fallen

Nicht genug damit: Schwab stellt zugleich den Steuerbonus für Handwerkerleistungen infrage. Er glaube nicht, dass ohne diesen Abzug weniger Handwerker beauftragt würden. Eine kühne These – denn genau dieser Bonus war einst eingeführt worden, um die grassierende Schwarzarbeit einzudämmen. Wer ihn streicht, treibt Verbraucher und Handwerker geradewegs zurück in die Grauzone. Mitnahmeeffekte? Mag sein. Aber die Alternative ist nicht das Steuerparadies, sondern die Bargeldzahlung an der Haustür ohne Rechnung.

Investitionsbooster: Eine Luftnummer der Großen Koalition

Mit beißender Skepsis äußerte sich Schwab auch zum sogenannten Investitionsbooster, den die schwarz-rote Bundesregierung um Friedrich Merz im vergangenen Sommer mit großem Tamtam zur Wirtschaftsbelebung eingeführt hatte. Seine Mandanten, so Schwab, würden wegen der degressiven Abschreibung keineswegs zusätzlich investieren. Schnellere Abschreibungen nehme man eben mit, wenn man ohnehin investiere. Der versprochene Wachstumsimpuls? Eine Fata Morgana. Ähnlich ernüchternd falle die Bilanz bei der steuerlichen Förderung betrieblicher Elektroautos aus – am Ende werde geleast oder gar nicht gekauft.

Das ist eine vernichtende Bilanz für eine Regierung, die mit dem Versprechen angetreten war, Deutschland aus seiner wirtschaftlichen Lethargie zu reißen. Stattdessen zeigt sich einmal mehr: Wer mit 500 Milliarden Euro Sondervermögen und gleichzeitiger Klimaneutralität im Grundgesetz hantiert, der schafft keine Aufbruchstimmung – er verwaltet den Niedergang mit teuren Symbolakten.

Eine echte Steuerreform? Wunschdenken

Schwab selbst traut der schwarz-roten Koalition unter Merz und Klingbeil keine echte Steuerreform zu. Er wünsche sich eine, halte sie aber für unwahrscheinlich – es sei denn, die Regierungsparteien legten ihre Grundprinzipien beiseite. Eine bemerkenswerte Bankrotterklärung an die politische Klasse. Und sie ist vollkommen berechtigt: Eine Regierung, die zum Amtsantritt das Schuldenmachen feierlich als unvermeidlich erklärt, obwohl der Kanzler im Wahlkampf das Gegenteil versprach, wird kaum die Kraft aufbringen, das Steuerrecht grundlegend zu entrümpeln.

Was bleibt dem Bürger?

Wer sich die Debatte nüchtern anschaut, erkennt: Der deutsche Steuerzahler wird gleich von zwei Seiten in die Zange genommen. Auf der einen Seite stehen die explodierenden Staatsausgaben – Sondervermögen, Migrationskosten, Bürgergeld, Klimasubventionen. Auf der anderen Seite Stimmen wie die von Schwab, die ausgerechnet bei den arbeitenden Pendlern und ehrlichen Handwerkerkunden den Rotstift ansetzen wollen. Die Mitte der Gesellschaft wird ausgequetscht, während sich der Staat in immer neuen Aufgabenfeldern verzettelt.

In Zeiten wie diesen, in denen das Vertrauen in die Stabilität des Staatswesens und seiner Finanzen Risse bekommt, bleibt der Blick auf bewährte Vermögenssicherung umso wichtiger. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie politischen Launen, Steuerexperimenten und inflationären Entwertungen standhalten – ein wertvoller Anker in einem Portfolio, das auf langfristige Sicherheit setzt.

Haftungsausschluss

Dieser Beitrag stellt ausdrücklich keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung dar. Die enthaltenen Aussagen geben die Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder. Für individuelle steuerliche oder rechtliche Fragestellungen wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Steuer- bzw. Rechtsberater. Anlageentscheidungen treffen Sie stets in eigener Verantwortung nach gründlicher Recherche.

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