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Kettner Edelmetalle
22.01.2026
08:09 Uhr

Pflegeheim-Kosten explodieren: Über 3.200 Euro monatlich aus eigener Tasche

Pflegeheim-Kosten explodieren: Über 3.200 Euro monatlich aus eigener Tasche

Die Zahlen sind erschreckend, doch sie überraschen niemanden mehr, der die deutsche Sozialpolitik der vergangenen Jahre aufmerksam verfolgt hat. Pflegebedürftige in deutschen Heimen müssen nun durchschnittlich 3.245 Euro pro Monat aus eigener Tasche bezahlen – und das nur im ersten Jahr ihres Aufenthalts. Eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen zum Stichtag 1. Januar offenbart das ganze Ausmaß einer Entwicklung, die man getrost als sozialpolitisches Versagen bezeichnen darf.

Ein Anstieg, der sprachlos macht

Innerhalb eines halben Jahres stiegen die Eigenanteile um satte 137 Euro monatlich. Verglichen mit Anfang 2025 beträgt der Zuwachs sogar 261 Euro. Wer glaubt, dass die schwarz-rote Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz dieses Problem mit der angekündigten Pflegereform in den Griff bekommt, der sollte sich die bisherige Bilanz deutscher Gesundheitspolitik genauer ansehen. Versprechen wurden viele gemacht – gehalten wurden die wenigsten.

Die Gesamtkosten für einen Heimplatz haben mittlerweile die magische Grenze von 5.000 Euro überschritten. Exakt 5.033 Euro kostet ein Platz im bundesweiten Durchschnitt, wenn man die Zahlungen der Pflegeversicherung einrechnet. Ende 2024 waren es noch 4.715 Euro. Eine Steigerung von über 300 Euro in gut einem Jahr – während die Renten und Löhne vieler Deutscher bestenfalls stagnieren.

Regionale Unterschiede: Bremen und Saarland als Spitzenreiter

Besonders hart trifft es Pflegebedürftige in Bremen und im Saarland. Mit durchschnittlich 3.637 Euro beziehungsweise 3.601 Euro monatlich liegen diese Bundesländer an der Spitze der Kostenstatistik. Wer hingegen das Glück hat, in Sachsen-Anhalt gepflegt zu werden, zahlt mit 2.720 Euro deutlich weniger – wobei auch dieser Betrag für viele Rentner schlicht unbezahlbar ist.

Die AOK-Bundesverbände kommen auf leicht abweichende Zahlen und beziffern den Eigenanteil auf 3.204 Euro. Doch ob nun 3.200 oder 3.245 Euro – die Botschaft bleibt dieselbe: Die Pflege in Deutschland ist für einen Großteil der Bevölkerung nicht mehr finanzierbar.

Personalkosten als Haupttreiber

Der Verband der Ersatzkassen benennt die Personalausgaben für Pflegekräfte als Hauptkostentreiber. Der rechnerische Ausgangswert für den Eigenanteil bei der reinen Pflege stieg auf 1.982 Euro monatlich – ein Plus von 222 Euro gegenüber Anfang 2025. Hinzu kommen Kosten für Unterkunft und Verpflegung in Höhe von durchschnittlich 1.046 Euro sowie Umlagen für Investitionen und Ausbildungskosten.

„Es kann nicht sein, dass Lohnsteigerungen zum großen Teil den Pflegebedürftigen aufgebürdet werden. Es brauche eine solidarische Lösung."

So formuliert es Ulrike Elsner, Vorstandschefin des Ersatzkassenverbands. Dass Pflegekräfte angemessen bezahlt werden müssen, steht außer Frage. Doch die Art und Weise, wie diese Kosten auf die Schwächsten der Gesellschaft abgewälzt werden, ist ein Armutszeugnis für den deutschen Sozialstaat.

Die Länder in der Pflicht – doch nichts passiert

Carola Reimann, Chefin des AOK-Bundesverbandes, macht die Bundesländer für einen erheblichen Teil der Misere verantwortlich. Diese kämen ihren Verpflichtungen bei der Finanzierung von Investitionskosten für Bau und Instandhaltung der Heime schlicht nicht nach. Die Zeche zahlen die Pflegebedürftigen – und ihre Angehörigen, die oft genug selbst am Existenzminimum kratzen.

Die seit 2022 eingeführten Entlastungszuschläge, die sich nach der Aufenthaltsdauer im Heim richten, können den Kostenanstieg bestenfalls abmildern. Selbst mit dem höchsten Zuschlag ab dem vierten Jahr liegt die Gesamtbelastung noch bei durchschnittlich 2.056 Euro monatlich – 128 Euro mehr als Anfang 2025.

Merz unzufrieden – doch was folgt daraus?

Bundeskanzler Friedrich Merz hat bereits durchblicken lassen, dass er mit den ersten Ergebnissen einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Pflegereform unzufrieden sei. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigt eine grundlegende Reform an, die auch die Beiträge stabilisieren soll. In diesem Jahr schießt der Bund bereits 3,2 Milliarden Euro als Darlehen für die Pflegeversicherung zu.

Doch Darlehen sind keine Lösung – sie sind aufgeschobene Probleme. Die Diskussion über mehr Steuergeld, Limits für Eigenanteile oder gar einen Umbau zu einer Vollversicherung läuft seit Jahren. Passiert ist: nichts Substanzielles. Währenddessen werden die rund 710.000 Pflegebedürftigen in Heimen und die 4,8 Millionen Pflegebedürftigen daheim weiter zur Kasse gebeten.

Ein System am Abgrund

Die deutsche Pflegeversicherung befindet sich in chronischen Finanznöten. Mehreren Pflegekassen droht 2026 sogar die Zahlungsunfähigkeit. Und während die Politik über Optionen und Maßnahmen diskutiert, steigen die Kosten unaufhaltsam weiter. Es ist ein System, das auf dem Rücken derjenigen ausgetragen wird, die sich am wenigsten wehren können: alte, kranke und pflegebedürftige Menschen.

Die Frage, die sich jeder Deutsche stellen sollte, lautet: Was ist uns die Würde im Alter wert? Offenbar nicht genug, um endlich konsequent zu handeln. In Zeiten, in denen die Bundesregierung ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur plant, sollte auch für die Pflege mehr als nur ein Darlehen übrig sein.

Hinweis: In wirtschaftlich unsicheren Zeiten, in denen staatliche Systeme wie die Pflegeversicherung zunehmend unter Druck geraten, gewinnt die private Vermögenssicherung an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber können als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio dazu beitragen, Vermögen langfristig zu sichern und gegen Inflation zu schützen.

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